Achtsamkeit: Meditation to Go

Kennt ihr das? Wie so oft renne ich auf die letzte Sekunde zum Zug. Der Terminkalender ist prall gefüllt und irgendwie habe ich das Gefühl jede Sekunde nutzen zu müssen um alles abzuarbeiten.  Dazu schießen mir 1000 Gedanken gleichzeitig durch den Kopf was noch alles zu tun ist.

Nachdem ich mich hektisch durch den überfüllten Bahnhof und Zug gedrängelt habe, finde ich endlich einen Sitzplatz, der nicht vorreserviert ist.

Seufzend lande ich auf dem Sitz und packe direkt meine Laptop auf den Schoß. Doch als ich das Teil aufklappe – denke ich – stopp!  Atme tief durch und nutze die Zugfahrt für ein bisschen ICH – Zeit zum Kraft tanken und für eine kleine Meditation. Sobald Du angekommen bist geht es ja sowieso gleich wieder weiter.

Also setze ich mich aufrecht in meinen Sitz zurecht, die Hände locker mit der Handfläche nach oben zusammen gelegt. Ich konzentriere mich auf meinen Atem und schließe trotz dem Tumult um die übrigen Sitzplätze die Augen, am Anfang noch eher blinzend. Dann muss ich über mich selbst schmunzeln und entspanne mich langsam.

Bewusst Ein- und Ausatmen hilft mir mich nicht weiter abzulenken und nach ein paar Minuten tauche ich ein in meine kleine Meditation und alle Gedanken ziehen wie weisse Wolken an einem Sommertag an mir vorbei.  Mein Blick ist jetzt nach innen gerichtet und ich beobachte meine Gedanken und Gefühle ohne zu Bewerten.

Nach 15 Minuten öffne ich die Augen und fühle mich absolut tiefenentspannt und kann mich viel besser auf die wichtigen Themen fokussieren, die natürlich noch immer auf meiner To Do Liste stehen.  Ich brauche genau 20 Minuten um die Details für das nächste Meeting aufzuschreiben und kann bis zum Ende der Fahrt in meinem spannenden Schmöker lesen und entspannt aus dem Fenster schauen. Zwei Stunden später komme ich gut vorbereitet, fokussiert und entspannt an.

Meditiation senkt nachweislich das Stressempfinden. Stress haben wir heute alle durch unsere Art zu leben. Wir sind ständig gefordert, ständig möchte jemand unsere Aufmerksamkeit – um so wichtiger ist es die Aufmerksamkeit nach innen zu richten um in uns hineinzuhören – am Besten einmal am Tag.

Gefühle, Gedanken und Gemütszustände sind kommende und gehende Phänomene, die sich wiederholen und wie Pop-ups auf unserem inneren Computer aufleuchten. Gedanken,  – sobald man sie zulässt –  ziehen Emotionen mit sich. In unserem Alltag mit all seinen Aktivitäten, bekommen wir dies oftmals gar nicht mit.

Regelmäßige Meditation beruhigt den Verstand. Wir lernen Gedanken und Gefühle innerhalb unserer Wahrnehmung aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Aus diesem neuen Blickwinkel entsteht ein Abstand zum Wahrgenommenen. Die Identifizierung mit dessen Inhalten lässt nach, wir erkennen, dass diese Inhalte in sich keine Substanz haben. Sie kommen und gehen einfach.

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zur Autorin

 

 

Sylvia ist leidenschaftliche Yogini und praktiziert neben Asthanga Yoga regelmäßig Meditation. Sie liebt Fashion und ist eine Macherin. Ihre beiden Lieblingshobbys Yoga und Mode verbindet Sie in ihrem Label www.kismet-yogastyle.com, Das Brand, dass mittlerweile Fans in ganz Europa hat wurde vor 4 Jahren von ihr gegründet.

 

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