Trash vom Feinsten – Kung Fury

Wie erklärt man was Trash oder was Kult ist? Vor allem einer Person, die nicht versteht wie Sarkasmus oder Schwarzer Humor funktioniert? Wird schwierig. Ich muss hierbei immer an ein recht witziges Interview von der Antwoord mit einem naiv-blöden Reporter denken, bei dem Ninja und Yolandi den Kerl so schön verarschen. „Ja was ist denn eigentlich Kult?“ – Bämm! – Du net! – Entweder man versteht es, oder man versteht es eben nicht. Der Beitrag hier ist auch an diejenigen gerichtet, die mit Trash und gutem Schwachsinn was anfangen können. Man sollte auch was mit Kult anfangen können. Und zwar mit sämtlichem, was die Film- und Videospielgeschichte in den 80ern und 90ern so Schönes ausgespuckt hat.

Kung Fury Kung Fury Kung Fury

Der Kurzfilm „Kung Fury“, den ihr euch unbedingt anschauen solltet, ist wirklich ein kreatives Meisterwerk. Es ist kein eher lahmwitziger Verarschefilm wie die Nackte Kanone oder Ace Ventura, das hier ist viel trashiger und ausgeklügelter. Das Genre eben vom Feinsten. Kung Fury ist am 28. Mai erschienen – ein kostenloser schwedischer Kurzfilm von Regisseur David Sandberg, der als Crowdfunding-Projekt über Kickstarter realisiert wurde. Der Film ist eine Hommage an die Trash-Actionfilme der 80er-Jahre – und ist selber dabei sozusagen die Krönung des Trashs. Sandberg hatte auf Kickstarter ein Budget von 200.000 Dollar angestrebt, erreichte jedoch über das Dreifache.

Kung Fury Kung Fury Kung Fury

Das Amüsante und auch Interessante bei diesem Film ist die brillante Bescheuertheit, mit der die genialen Witze zu einer zwar chaotisch verschachtelten, aber doch irgendwie stabilen Storyline zusammengeführt wurden. Der Miami Police Department Detective und Martial Arts Artist „Kung Fury“ reist von den 80ern in die Zeit vom Zweiten Weltkrieg um Adolf Hitler, a.k.a. „Kung Führer“ zu töten. Da Hackerman beim hacken der Zeit ein Error unterlaufen ist, wird Kung Fury jedoch erst mal ins Wikinger Zeitalter katapultier. Kann sein neuer Kollege Tricera-Cops ihm dabei helfen? Ja, der, das oder dem ist ein halb-Polizist-halb-Triceratops irgendwas. Muss man noch mehr erzählen…

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Natürlich spielt beim Spaß an der Sache etwas Wissen über die Hintergründe, die Filme und Videospiele oder Ereignisse zu haben, die hier verarscht werden, auch eine Rolle. Dann kann man erst richtig schmunzeln. Aber es ist einfach klasse, was hier auf welch besondere Weise zusammengeschustert wurde. Von Beverly Hills Cop über Karate Kid und Dirty Dancing zu He-Mann und Tron. Wenn man selbst nie Test Drive oder Street Fighter (ich mein natürlich das erste) gespielt hat, die Astro Dinos nicht kennt und sich nicht ab und an billige Nazi-Zombie-Filme angeschaut hat, dann entgehen einem auf jeden Fall schon mal eine Handvoll Gags. Aber für diejenigen, die sich all die guten und schrottigen Klassiker dieser Zeit reingezogen haben, wird der Streifen eine Pracht sein. Man kann sich den Kurzfilm auch immer wieder ansehen, lacht sich jedes Mal dabei kaputt und entdeckt neue Details. Es ist wie gesagt ein Meisterwerk. Ideal mit Bier, Popcorn und paar Freunden auf der heimischen Couch zu genießen.

Just watch:

Am Ende wird noch schön Knight Rider und KITT per Super-Boost durch den Kakao gezogen. Und David Hasselhof fand das Ganze so geil, dass er gleich als Mitproduzent eingesprungen und extra für ein beklopptes Promo-Musik-Video gerade gestanden ist. Das ist jetzt mal nicht Looking for Freedom…

Kung Fury

Schaut euch den Film an. Ihr müsst auf mich hören, because I´m a Cop! [ Um das hier zu verstehen, müsst ihr euch auch den Film anschauen 😉 ]

Und hier sind noch ein paar Gewinner-Fotos von dem HACKERMAN – FOTOWETTBEWERB, oben der „Schrei“ und der Hackerman auf Fuchur gehören auch dazu :

Kung Fury Kung Fury Kung Fury

Webseite des Films: http://www.kungfury.com/

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