Schwangerschaft & Sport: Nach der Geburt – „Ich hatte schreckliche Angst vor dem Wochenbett“

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Was ist, wenn „ein ungeplantes Wunschkind“ die Lebensplanung auf dem Kopf wirft? Wie bleibt Frau gesund und munter während der Schwangerschaft und nach der Geburt? In einer fünfteiligen Serie begleiten wir unsere Autorin Ellen-Jane Austin bei ihrem Weg zur fitten Mama. Eine Kooperation von Novitas BKK und Achim Achilles.

Wir haben eine neue Mitbewohnerin, und sie hat alle Uhren umgestellt. Tageszeiten existieren nicht mehr. Frühstück ist um 3 Uhr nachts, Mittagessen um 18 Uhr und Abendessen um 10 Uhr morgens. Unsere Tochter wurde geboren, wir sind jetzt Eltern.

„Da bist du ja“

31 Stunden, 42 Minuten und mutmaßlich 13 Sekunden nach dem Blasensprung ist sie endlich da. Ich bin fix und alle – und gleichzeitig komplett aufgedreht. Und unglaublich fasziniert von dem kleinen rosa Zappelwurm auf meiner Brust.

„Da bist du ja“, sind die ersten Worte, die sie von mir hört. Eben war sie noch in mir und jetzt zähle ich ihre Finger und Zehen – verrückte Sache. (Randnotiz: jeweils 10 vorhanden)

Ich hatte schreckliche Angst vor dem Wochenbett. Was die meisten als besinnliche Kuschelzeit beschreiben, klingt für mich nach Zwangsurlaub in der Folterkammer.

Ich soll vorwiegend liegen, habe voraussichtlich wochenlang stärkste Blutungen, Pinkeln muss brennen wie sieben Höllenfeuer und das erste Entleeren des Darms nach der Geburt beschrieb eine gute Freundin als „schlimmer als der heftigste Moment der Geburt“.

Herrliche Aussichten für eine Bewegungsfanatikerin mit ständigem Harndrang und panischer Angst vor Schmerzen.

„Gang eines testosterongefluteten Westernhelden“

Doch so fertig mich die Schwangerschaft gemacht hatte, so viel Glück habe ich wohl mit der Regeneration. Zwei Tage nach der Marathongeburt bin ich zuhause, backe wieder Kuchen und mache kurze Spaziergänge.

Zugegeben, mein Gang erinnert anfangs an einen testosterongefluteten Westernhelden, ist aber nichts im Vergleich zu den Beinstrapazen nach meinem ersten Halbmarathon. Ja, selbst die gefürchteten vier Altbau-Etagen machen mir keine Angst mehr.

Auch das Stillen klappt reibungslos. Schon im Kreißsaal sucht der kleine Milchvampir die Brust – und zack, angedockt. Ich schaue immer wieder auf mein gierig nuckelndes Kind und bin so dankbar, dass wir keine Brustentzündungen oder Stillprobleme durchmachen müssen, von denen mir so viele Freundinnen zermürbt berichtet hatten.

Empfehlung: „Ein Jahr nach der Geburt nicht joggen“

Ich fühle mich nach kurzer Zeit so energiegeladen, dass ich am liebsten meine Laufschuhe schnüren und losdüsen will. Das würde vermutlich schief gehen, und ich an der nächsten Ecke verzweifelt nach Luft japsen.

Außerdem klingen in meinem Hinterkopf die mahnenden Worte der Hebamme: „Ein Jahr nach der Geburt nicht hüpfen und nicht joggen. Dein Beckenboden wird es dir danken, und du später keine Inkontinenzeinlagen brauchen“.

Ob ich mich daran halten werden, muss man noch sehen. Nein, muss man eigentlich nicht. Werde ich nicht. Gehüpft bin ich auch schon. Vor Glück.

Noch ist mein Beckenboden drin.

Vermutlich sollte ich aber wirklich vorher eine ordentliche Rückbildung machen.

Außerdem bräuchte ich ja Zeit für Sport, und davon brauche ich meine gesamte, um dieses lebendige Wunder kennenzulernen.

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Foto: Josephine Neubert

„Wir haben das süßeste Baby der Welt“

Ich war nie ein Babymensch, bekam Angstschweißattacken, wenn ich so ein kleines Wesen halten sollte. Tatsächlich bin ich mit meinem eigenen nicht anders als wohl jede frische Mutter: Ich starre mein Kind ständig bewundernd an.

Immer wieder rufe ich: „Komm schnell“, mein Mann eilt herbei und ich weise ihn mit komplett ernster Miene darauf hin, dass wir das süßeste Baby der Welt haben. Und er antwortet, ebenso feierlich: „Ja, das ist richtig“.

Aber das Beste, natürlich neben dem süßesten Parasiten der Welt, ist, wie herrlich viel ich fressen kann. Und nein, ich meine nicht essen. Ich war noch nie so hungrig. Und alles schmeckt fantastisch.

Wegen meiner Wochenbettspanik hatte ich Essensrationen für zwei Fußballmannschaften vorgekocht und eingefroren. Und ich muss sagen, obwohl ich erstaunlich mobil bin und kochen könnte, ist es herrlich, in meinem Lieblingssessel zu sitzen und mich mit aufgewärmten Essen bedienen zulassen.

Auf dem Schoß ein dickes Daunenkissen mit schlafender Tochter. Aufstehen geht nicht. Das Kind darf auf keinen Fall durch die Erschütterung geweckt werden. Also macht der Mann die Arbeit – und ich starre noch ein bisschen mein Kind an.

 

Die Serie ist eine Kooperation von Novitas BKK und Achim-Achilles.de. Mehr Infos für Eltern gibt es hier: http://www.novitas-bkk.de/mamapapakind

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