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Schwangerschaft & Sport: Die Rückbildung – „Mein Baby ist mein Drill Instructor“

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Was ist, wenn „ein ungeplantes Wunschkind“ die Lebensplanung auf dem Kopf wirft? Wie bleibt Frau gesund und munter während der Schwangerschaft und nach der Geburt? In einer fünfteiligen Serie begleiten wir unsere Autorin Ellen-Jane Austin bei ihrem Weg zur fitten Mama. Eine Kooperation von Novitas BKK und Achim Achilles.

Mein Baby wollte nicht einschlafen – also habe ich fiesen Muskelkater im Hintern.

Ich hatte mir vor der Geburt meiner Tochter fest vorgenommen, einen echten, so richtig zertifizierten Rückbildungskurs zu machen – aber grade weiß ich nicht warum. Meine Tochter kümmert sich schon um meine Rückbildung.

„Mein Baby ist mein Drill Instructor“

Ja, es dauerte einige Tage und Wochen, bis ich wieder gehen konnte, ohne dabei auszusehen, als hätte ich eben in einem Feld voller Brennnesseln gepinkelt, doch die Fitness kam schnell wieder.

Ich bin recht sicher, dass ich selten in meinem Leben eine so durchtrainierte Arschbackenmuskulatur hatte, wie jetzt, als frischgebackene Muddi. Meine Oberarme – dick wie bei Popeye – zumindest gefühlt. Meine Kondition: bestens. (Anmerkung der Redaktion: Eventuell etwas verklärte Selbsteinschätzung der Autorin)

Ich würde gerne behaupten, ich habe mich trotz Babyalltag jeden Tag ins Fitnessstudio bemüht und selbst bei Wind und Schneeregen meine Laufrunden gedreht. Aber es war gar nicht geplant. Ich finde, dass muss auch gar nicht sein. Doch ich wurde unfreiwillig fit gemacht – mein Baby ist mein Drill Instructor.

Der Alltag mit Baby bietet unzählige Möglichkeiten, an der Fitness zu arbeiten, hier zwei Highlights:

Übungen aus meinem Baby-Bootcamp

Gluteus Maximus wackeln muss

Trainingsziel: Stahlharter Hintern und ein schlafendes Baby

Frisch geschlüpft, muss der kleine Mensch sich erst an seine Umgebung gewöhnen. Wenn so viele neue Eindrücke auf mich einprasseln würden, hätte ich auch Probleme einzuschlafen. Also gilt es, ein vertrautes Gefühle zu schaffen. Zum Beispiel: Wackeln. In meinem Bauch wurde sie auch ordentlich herumgeschaukelt.

Nachgestellt wird der Wackeleffekt in dieser Übung durch die Muskelkraft des Hinterns.

Ausführung: 

  • Großer Mensch liegt auf dem Rücken, Kissen im Rücken für Komfort empfehlenswert aber optional. Füße aufgestellt, so dass in der Hüfte eine Neigung von ca. 65 Grad ergibt.
  • Kleiner Mensch wird in Rückenlage, Kopf nach oben, auf die Oberschenkel des großen Menschen gelegt.
  • Um ein sanftes, einschläferndes Wackeln zu erzeugen, werden nun die Arschbacken immer im Wechsel an- und entspannt.
  • Der Winkel kann nach Wunsch des kleinen Menschen flexibel angepasst werden. Es wird ein akustisches Signal gegeben, wenn es nicht passt (läää läää läääääää).
  • Der Clou: Anfangs wirkt die Übung einfach – doch die vielen Wiederholungen führen zu hoher Trainingsintensität. Gute Nachricht: Nach einigen Stunden zucken die Muskeln vor Erschöpfung und Überreizung fast von alleine.

Bizeps Baby Schaukel

Trainingsziel: Meister-Proper-Bizeps und ein schlafendes Baby

Auch hier geht es um die Nachstellung des Wackeln in Muddis Bauch. Allerdings in stehender Haltung für den großen Menschen.

Ausführung: 

  • Großer Mensch steht.
  • Kleiner Mensch wird in bevorzugter Liegehaltung (Bauch und Rücken möglich) auf einem, optional beiden Unterarmen positioniert.
  • Großer Mensch geht über möglichst wenig knarzenden Boden und schaukelt den kleinen Menschen zärtlich aber auch nicht zu sanft in den Schlaf.
  • Unterstützend: Liebevoller Gesang. Bewährte Titel bei uns: „Fly me to the Moon“ und „Eisgekühlter Bommerlunder“.
  • Vorteil gegenüber „Gluteus Maximus wackeln muss“ – man ist, nach Übungsende, wenn der kleine Mensch schläft, nicht unter ihm gefangen und kann ihn oftmals einfach ablegen.
  • Sollte das Ablegen nicht klappen, wird die Übung wiederholt.

Herzkeislauftraining dank Baby

Auch für den Ausbau der Ausdauer sorgt das Baby. Um ihm gut in den Schlaf zu helfen, können nicht nur Muskeln genutzt werden. Durch Platzierung des Minimenschen im Kinderwagen und ausgedehntem Spaziergang, können große Menschen etwas für ihre Kondition tun.

Die richtig harten Hunde packen ihr Kind in eine ergonomisch sinnvolle Trage – so werden Rückenmuskulatur und Kreislauf zeitgleich trainiert. Wahnsinn, oder? Nie ist es so einfach meine Schrittziele mit dem Fitnesstracker zu erreichen, wie zu Zeiten, in denen meine Tochter schlecht drauf ist.

Aber nicht nur als Einschlafhilfe, kann man seine Fitness fördern. Je älter die Babys werden, desto mehr wissen sie ein wenig Unterhaltung zu schätzen. Meine Kleine findet es schrecklich lustig, mich hampeln und schwitzen zu sehen. Ich glaube ja, sie lacht mich aus. Wenn ich bedenke, wie viel sie strampelt, sich dreht, versucht zu krabbeln … ich habe mal versucht mitzumachen. Keine fünf Minuten habe ich durchgehalten. Lächerlich.

Also kaufe ich mir eine DVD Mit Übungen, bei denen die kleinen Kraftpakete miteingebunden werden. Sie liebt es! Und ich bin erleichtert wieder 20 Minuten am Tag zu haben, in denen ich mir keine Gedanken machen muss, wie ich sie bei Laune halte.

Rückbildunkurs trotzdem sinnvoll

Aber ich melde mich doch noch zu einem echten Rückbildungskurs an. Hauptsächlich, um bei einem Tanzkurs mit Baby teilnehmen zu können, der einen nur aufnimmt, wenn man eine ordentliche Rückbildung belegen kann. Und, weil die Krankenkasse die Kosten übernimmt und darüber hinaus auch über die Bonusmodelle Prämien möglich sind.

Ein Glück habe ich nicht zu lange gewartet, denn die meisten Kassen übernehmen die Kosten nur, bis zum neunten Lebensmonat des Babys. Auch gut zu wissen: In der Regel werden nur die Kursstunden übernommen, die man tatsächlich absolviert.

Drei von acht Kursstunden werde ich selbst zahlen müssen, weil uns die Grippe niedergestreckt hatte und wir auf Großelternbesuch waren. Lohnt sich also, zu checken, ob man schon gut genug mit dem Kind zuhause klar kommt, es sich zutraut oder Termine verplant hat, um möglichst nicht zuzahlen zu müssen.

Ein schöner Nebeneffekt des Kurses: Ich habe ein paar wirklich coole Mütter aus meiner Nachbarschaft kennengelernt, die auch im Baby-Bootcamp sind.

Krankenkassen-Tipp: Eltern-Kind-Kurse wie Babyschwimmen oder PEKIP liegen voll im Trend und werden sogar von den Krankenkassen gefördert. >> http://www.novitas-flexcheck.de/

 

Zur Person: Ellen-Jane Austin ist Autorin, Redakteurin bei Achim Achilles und leidenschaftliche Läuferin in Teilzeit. Wenn sie nicht als rasende Reporterin unterwegs ist, schreibt sie Songs mit einem befreundeten Pianisten oder arbeitet an ihren Buch-Projekten. Ihr erster Roman heißt Kopfradio. Es ist ihre erste Schwangerschaft.

Die Serie ist eine Kooperation von Novitas BKK und Achim-Achilles.de. Mehr Infos für Eltern gibt es hier: http://www.novitas-bkk.de/mamapapakind

 

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