„Impermanence“ Photographs by Seung-Hwan Oh

In einer Gesellschaft, die von idealisierten Bildern geradezu überflutet wird, hat der koreanische Fotograf und Mikrobiologe Seung-Hwan Oh aka Tonio Oh ein Projekt namens Impermanence, zu Deutsch „Unbeständigkeit“, realisiert, welches die Idee teilt, dass alle Materie und Lebensformen auf unserem Planeten mit der Zeit kollabieren. Dazu züchtete er Bakterien direkt auf dem Film, bevor er diesen in die Kamera einlegte. Die Keime zersetzten das Material langsam und stellenweise, sodass ein sichtlich verzerrender Effekt entstand, der den Bildern abstrakte Farben und Formen zufügte. Das normalerweise starre Medium wurde so durch eine naturbedingte Dynamik geformt und bekam ein aktives Erscheinungsbild. Der Künstler überließ seine Bilder somit einer höheren ökologischen Ordnung, die sich darauf konzentriert, Teile der Fotografien unerbittlich und gezielt zu verzehren. Die manipulierten Resultate horchen die Limits der Materialität aus und lenken den Blick dabei nicht auf das, was vom Bild übrig geblieben ist, sondern auf das, was bereits dahin ist. Ein Konzept, das auf Konstruktion duch Destruktion basiert. Mehr auf Seung-Hwan Oh’s Website.

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Fotos:
www.seunghwan-oh.com

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