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MERSOR | Die Story Teil II

“Es geht darum, Luxus neu denken”

Ob Louis Vuitton, Yves Saint Laurent, Burberry oder Lala Berlin – viele Marken haben seit einigen Jahren Customizing und Personalisierung für sich entdeckt. Während Burberry vor drei Jahren das erste Mal anbot, dass Kunden ihre Schals selbst zusammenstellen können, setzte Louis Vuitton auf knallige Initialen, die plakativ auf die mit ihrer eigenen Ikonografie übersäten Shopper gedruckt werden können. Warum auch nicht? Wer bereit ist vierstellige Beträge für seine täglichen Begleiter auszugeben, der kann auf einen extra Service bestehen.

Dabei ist dieser Trend paradoxerweise eigentlich dem etwa seit den 50er-Jahren herrschenden massentauglichen Markenkult entgegen gestellt. Ein Kult, den Karl Lagerfeld durch ein Re-branding der Marke Chanel in den 80er-Jahren überspitzt zum Selling-Point inszenierte: Die klassische Chanel-Stepptasche, die in ihrem Ursprungs-Design 1955 gänzlich ohne Logo auskam, wurde samt übergroßem Monogramm von Mademoiselle Coco Chanel neu aufgelegt. Wer etwas sein wollte, bekannte also Marke. Der Trend um die Kulthandtasche hatte dabei seine Wurzeln im 19. Jahrhundert. Denn durch die Industrialisierung wurde nicht nur das Reisen einfacher, auch kamen einige Glückliche zu viel Geld – und wie besser seinen Reichtum zur Schau stellen, als über Logos eines Luxuslabels auf dem Koffer?

Doch vor dem Hype um die Markentasche, ließen sich andere Buchstaben als “CC”, “LV”, “GG” oder “D&G” finden: nämlich die der Namen der Besitzer.  Wer viele Unterröcke und Maßanzüge in etlichen Schrankkoffern transportieren wollte, brauchte viele Koffer, brauchte viele Träger, setzte sein Hab und Gut Verwechslungsgefahr aus. Dieser praktische Vorteil eines Monogramms auf dem Gepäck ist heute in diesem Maße natürlich obsolet geworden: Die heutige Mode erlaubt es uns Jeans und Jersey platzsparend in ultraleichten Carbon-Trolleys zum Flughafen zu schieben. Und auch die heutige Crossover-Bag wird eher selten an einen Concierge abgegeben.

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Warum funktioniert also Personalisierung? Und welches Statement setzt man als Träger eines Accessoires, das mit den eigenen Initialen versehen ist? Ein naheliegender Grund ist natürlich, dass man sich als Kunde das Produkt als solches zu eigen macht – also nicht nur monetär, sondern eben auch ikonografisch. Man trägt somit nicht nur nach außen: “Das ist meine Tasche”,sondern “Diese Tasche wurde für mich gemacht.”

 

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Genau das ist es, was Stella Maria Sorg mit ihrem Label MERSOR, das seit März dieses Jahres auf dem Markt ist, verkörpern will: “Mit MERSOR möchte ich meine Kunden in den Mittelpunkt stellen, nicht die Marke. Die Initialen, die in jedes Accessoire von Hand geprägt werden, sind dabei Dreh- und Angelpunkt des Designs – und nicht nur ein weiteres Gadget.”, so die Wahl-Berlinerin. “Für mich geht es darum, Luxus neu zu denken. Und das hat für mich nichts mit einem großen Namen und einer überteuerten Marge zu tun. Luxus, das ist für mich Qualität, Handarbeit und Understatement. Die Kunden, die ich ansprechen möchte sind daher keine Menschen, die jedem Trend hinterherlaufen, sondern ein zeitloses Accessoire wollen, mit dem sie sich stil- und selbstsicher ausdrücken können.”

Hierfür fertigt MERSOR individuell jedes Produkt aus hochwertigem italienischem Leder. Die persönliche Prägung wird durch Messing-Zeichen, welche auf 130 °Cerhitzt werden, in das Leder gebrannt. So entstehen saubere Prägungen im Leder, die auch ohne Farbe lesbar sind. Auf diese Weise hebt sich MERSORauch vom üblichen Personalisierungs-Markt ab: denn nur auf bester Lederqualität kann man Initialen mit dieser Methode veredeln. “Das Leder, das wir verwenden, wird nachhaltig hergestellt und weist durch seine feine, leicht strukturierte Oberfläche auf die Natürlichkeit hin.”, erklärt Stella. “Die Ansprüche der Konsumenten sind gestiegen, und auch im Bereich Mode verschwindet– wenn auch nur langsam – die Wegwerf-Mentalität. Wer also eine MERSOR-Tasche trägt, zeigt nicht nur Stilbewusstsein, sondern bringt eine Wertschätzung zum Ausdruck. Eine zu Handarbeit, aber eben auch zu sich selbst.”

 

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Das Design hält MERSOR dafür schlicht: Schwarz, Rosa, Dunkelrot ist die bisherige Farbpalette. Zwar ist geplant, diese zu erweitern, jahreszeitliche Extravaganzen soll es aber nicht geben. Hierin drücke sich, so die Gründerin, auch eine Berliner Lebenseinstellung aus: “Berlin ist eine eigensinnige Stadt, die nie Ort des großen Geldes oder der Luxusmode war. Gerade eben das ist es aber, was den Berliner Stil in seiner Eigenheit ausmacht: Er ist ehrlich und unprätentiös. Das spiegelt sich durchaus im Design unserer Taschen und Geldbeutel wider.” Was die weiteren Pläne des Labels sind? “Für das kommende Jahr planen wir auch in den Offline-Handel zu gehen. Kunden sollen unsere Qualität fühlen und sich beraten lassen können, sodass es direkt vor Ort personalisiert werden kann”, so Stella. Es soll schließlich länger als eine Saison gefallen.

 

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Gastbeitrag geschrieben von Caroline Jebens

pssst… bleibt dran denn wir können Euch schon jetzt verraten das da noch was tolles kommt 🙂

 

Hier gehts zum ersten Teil:

MERSOR | DIE STORY TEIL I

 

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