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Diese Brands kennt jeder – und den Ursprung ihrer Erfolgsgeschichte?

Schon klar, in Sachen Marken braucht man den meisten nichts vorzumachen: Ob Ray-Ban, Adidas, Puma oder Liebeskind – Ihr kennt sie alle. Diese Brands schaffen es immer wieder, die Herzen der Konsumenten höher schlagen zu lassen. Doch wie hat es mit diesen Marken eigentlich angefangen? Eine brillante Geschäftsidee kommt einem schließlich nicht über Nacht. Oder vielleicht doch?

Ray-Ban: Von Militärbrille zum Must-have Piece

Heute steht die berühmte Brillenmarke Ray-Ban für hohe Qualität und verkörpert wie kaum eine andere einen eigenen Lifestyle. Ob die beliebte Pilotenbrille, das zeitlose Wayfarer-Modell, die klassische Nerdbrille, mit oder ohne Sehstärke – mit rund 50 unterschiedlichen Modellen ist die Auswahl an stylischen Exemplaren groß. Das war allerdings nicht immer so. Angefangen hat die Erfolgsgeschichte von Ray-Ban in den 30er-Jahren und zwar mit einem Modell, bei dem Style zunächst eine nebensächliche Rolle spielte. Denn in erster Linie kam es auf Funktionalität an.

In den 20er- und 30er-Jahren erlebte die Luftfahrindustrie einen regelrechten Boom. Die Flugzeuge wurden immer besser und konnte immer größere Höhen erreichen. Doch genau das führte bei den Piloten zu Schwierigkeiten. Die starke Lichteinstrahlung verursachte bei ihnen Kopfschmerzen und Übelkeit, was das Fliegen zu einem schweren Unterfangen machte. Und so wurde in den frühen 30er-Jahren das Unternehmen Bausch & Lomb, damals noch Hersteller von medizinisch-optischen Geräten, mit einer Lösung des Problems beauftragt. Einige Zeit später entstand die erste Pilotenbrille, heute unter der Bezeichnung „Aviator“ bekannt. Sie schützte die Augen der Piloten (die ersten Träger waren Piloten der US Army) vor starker Lichteinwirkung, gewährte dabei aber gleichzeitig optimale Sicht. Der erste Prototyp „Anti-Glare“ entstand im Jahr 1936. Nur ein Jahr später wurde das erste Modell zum Patent angemeldet, und die Marke Ray-Ban (ray=Strahlen, ban=Sperre) war geboren.

Rivalität zweier Brüder: Adidas vs. Puma

Die Ursprünge der beiden berühmten Sportartikelhersteller Adidas und Puma sind eng miteinander verbunden. Als Adi Dassler im Jahr 1920 den Betrieb seines Vaters übernahm und sich auf die Herstellung von Sportschuhen spezialisierte, ahnte er noch nicht, wie erfolgreich er mit seinen anfangs noch aus leichten, aber stabilen Leinen hergestellten und mit handgeschmiedeten Spikes versehenen Schuhen werden würde. Nachdem sein älterer Bruder Rudolf einige Jahre später in das Geschäft mit einstieg, bekam die Firma „Gebrüder Dassler, Sportschuhfabrik, Herzogenaurach“ einen Großauftrag nach dem anderen. 1932 wurden zum ersten Mal Olympische Medaillen in Schuhen von Adidas erkämpft.

Mit dem Zweiten Weltkrieg aber riss die Erfolgswelle der Brüder Dassler vorerst ab. Die einstige Schuhfabrik wurde zum Herstellungsort von Waffen umfunktioniert. Nach dem Krieg steckte die Beziehung der Gebrüder Rudolf und Adi – die beide Mitglieder der NSDAP waren – in einer tiefen Krise. Unter anderem war es die Uneinigkeit über die Ausrichtung der gemeinsamen Firma, die die Geschwister dazu brachte, von da an getrennte Wege zu gehen. 1948 gründete Rudolf Dassler das Unternehmen „Puma“, während sein Bruder Adi mit der „Adi Dassler adidas Sportschuhfabrik“ erfolgreicher denn je wurde. Denn mit dem „Wunder von Bern“, als sich die deutsche Nationalmannschaft mit Adidas-Schuhen an den Füßen gegen die „unschlagbaren“ Ungarn durchsetze, folgte der große Durchbruch für Adi und sein Unternehmen.

Lässig, authentisch, unkonventionell – Liebeskind

Mit stylischen, sportlichen Schuhen wären Fashionistas dank Puma und Adidas versorgt. Doch wie wäre es noch mit einer schicken Leder-Tasche, einem Leder-Portemonnaie oder -Armband? „Lässig, authentisch, unkonventionell“ – dafür steht die Marke Liebeskind, die sich ursprünglich auf Lederwaren spezialisiert hat. Als Semih Simsek, Johannes Relleke und Julian Relleke sich 2003 nebenberuflich mit ihrer Geschäftsidee selbstständig machten, bestand ihre Kollektion aus lediglich zwei Taschen-Styles, die in unterschiedlichen Farben und Materialien erhältlich waren. Nach Vorführungen auf der GDS in Düsseldorf und anschließend Berlin (mit einem bereits breiteren Sortiment) konnten sich die drei Neugründer vor Großaufträgen kaum mehr retten.

Ab dem Zeitpunkt arbeiteten die Geschäftspartner ausschließlich für den Erfolg ihres gemeinsamen Labels, zunächst nur in Deutschland. Mit der Beteiligung der Rottendorfer s.Oliver Group im November 2010 kam schließlich auch international der Durchbruch. Mit dem neuen Investor kam zudem die Erweiterung des Sortiments, die Liebeskind zu einer Full-Sortiment Marke machte. Heute verkauft Liebeskind neben Lederwaren auch Schuhe, Uhren sowie Kleidung und ist mit ihrer Zentrale in Berlin eigener Aussage nach „stets am Puls der Zeit“.

Bildquelle: Pixabay

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