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Achtung Stoppschild

Also ein rotes Schild bedeutet ja meistens irgendwas in Richtung „Achtung“ oder „Verboten“, die blauen mit den Pfeilen machen deutlich, wo man genau lang fahren soll und wo nicht. Nun gut, das merkt man sich eben, sonst würd ja der gesamte Straßenverkehr nicht wirklich funktionieren und es gäbe eine Karambolage nach der anderen. Aber schön oder ansehnlich sind diese Pfosten am Straßenrand bei Weitem nicht, geschweige denn, dass man sich hier welche gern länger anschaut. Mitbestimmt hab ich bei dem Design bestimmt nicht, auch wurde ich nicht gefragt, was mir gefällt. Aber ich finde mit ein bisschen Streetart könnt man doch etwas Farbe in die Straßen bringen.

Das hat sich auch der Franzose Clet Abraham gedacht und seit mehreren Jahren „verändert“ er fleißig und sehr kreativ diese Metallanzeigen. Ursprünglich nur in seiner Heimatstadt Florenz, aber mittlerweile auch in ganz Europa. Wenn man Glück hat findet man sogar in Deutschland hier und dort ein aufgetuntes Exemplar, doch lange bleiben diese Aufkleber bei uns nicht. Es ist immerhin eine illegale Angelegenheit und die Deutschen haben´s ja nicht so mit Dingen abseits der Bürokratie. Auch Streetart generell wird in manchen anderen Ländern weitaus mehr geduldet und in die Architektur der Stadtentwicklung integriert. Es leben schließlich die Anwohner in ihren jeweiligen Häusern und Straßen, also warum sollten diese nicht auch mitbestimmen können, wie ihre Wohnumgebung aussieht.

Clet4  Clet5

In Italien und Frankreich ist Clet´s Streetart aber genauso wenig legal, doch hier lässt man diese Verzierungen einfach mal paar Monate kleben oder macht sie erst gar nicht weg. Florenz ist voll davon und man kann hier bei einem Stadtspaziergang die tollsten Gebilde entdecken. Das hat mich dann doch sehr an unsere Frankfurter City Ghosts erinnert. Legal oder nicht, die Leute haben sich die Form und Schilder nicht ausgesucht, aber der neue Look gefällt und lenkt bei Weitem nicht ab, sondern die Schilder fallen dadurch sogar noch mehr auf.

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Clet – so auch sein Künstlername – ist dieses Rechtens oder Nicht-Rechtens relativ Wurschd, er steht auch offen mit seinem Namen hinter seinen Werken und egal ob´s Tag oder Nacht ist, er bebbt und klebt und verziert. In der Toskana soll er mal eine Strafe von 5000 Euro aufgedrückt bekommen haben, doch nach etwas Hin und Her wurde das Ganze auf 500 herabgesetzt. Aber das ist es ihm Wert und Clet sieht seine Kunst als einen aufheiternden Lichtblick in dem tristen Schilderwirrwarr, bei dem es nur um die Ordnung geht. In Florenz betreibt er außerdem eine kleine gemütliche Galerie und verkauft hier Skulpturen und Gemälde, solltet ihr dort sein, dann schaut mal vorbei. Vor allem: Sucht die Schilder, es lassen sich auch hier in Deutschland welche finden. Wobei mittlerweile nicht mehr so ganz klar ist, welche Werke von Trittbrettfahrern und welche wirklich von Clet selbst sind.

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Hier bekommt ihr Infos über die neusten Spots:

Clet bei Facebook: https://www.facebook.com/pages/CLET/108974755823172?fref=ts

Clet bei Pinterest: http://www.pinterest.com/thinkorange/clet-abraham/

Clet bei Twitter: https://twitter.com/CletAbraham

Und hier ist der Klebeheld bei der Arbeit:

Fotos: Flick / Ufunk / Clet
Video: Youtube / Extermitent Production

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