Historisches Japan – Kurashiki

[Article in English @ Vagabundler – Kurashiki – Japan]

Während unserer Japan Tour haben wir einen Stopp in der historisch-idyllischen Stadt Kurashiki (jap. 倉敷市, -shi) gemacht. Die Händlerstadt aus der Edo-Zeit liegt  in der Präfektur Okayama und der ehemaligen Provinz Bitchū auf Honshū, der Hauptinsel von Japan. Kurashiki bedeutet so viel wie „Dorf aus Lagerhäusern“. Es sind noch Dutzende von Bauten (Kura) erhalten, die aufgrund ihrer typischen Fassaden ein Wahrzeichen der Stadt darstellen. Ein Besuch lohnt sich. Am besten man quartiert sich einige Tage im nahegelegenen Okayama ein und macht einen Tagesausflug mit Zug zu dem Kulturort.

Kurashiki hat 476.000 Einwohner auf einer Fläche von 355 km². Der für Touristen besonders interessante und gut erhaltene Teil, beschränkt sich aber auf das Altstadtviertel im Zentrum. Wichtig für die Entwicklung der Stadt wurde das Unternehmen Kurabo, das 1888 als Spinnerei unter dem Namen „Kurashiki Bōsekisho“ (倉敷紡績所) gegründet wurde. Erster Präsident war Ōhara Kōshirō (1833–1910), der 1889 eine der modernsten Spinnereien der Zeit errichtete, und zwar an dem Platz, an dem vorher die Shogunats-Verwaltung von Kurashiki ihren Sitz hatte.

Die Kurabo Memorial Hall wurde 1969 als eines der Projekte zur 80sten Jahrfeier seit der Gründung eingerichtet. Dazu wurde das Fabrikgelände umgewandelt in das, was heute als „Ivory Square“ bekannt ist. Dabei wurde das Baumwoll-Lagerhaus zur Gedächtnishalle umgebaut. Dort wird in verschiedenen Räumen anhand von Objekten und Schautafeln die Entwicklung der Firma bis zum heutigen Tage gezeigt.

Noch bedeutender ist das Ōhara-Kunstmuseum, das Ōharas Sohn Magosaburō (1880–1943) gründete. Dort werden Werke der westlichen klassischen Moderne von Matisse und Renoir, zu Degas, Gauguin oder Picasso, aber auch die japanische Moderne mit Künstlern wie Fujishima Takeji oder Munakata Shikō gezeigt.

Weitere empfehlenswerte Museen sind das Kurashiki Folk Art Museum, in dem Ausstellungsstücke der Volkskunst zu sehen sind, während das Japan Rural Toy Museum altes Spielzeug aus Japan, aber auch aus anderen Teilen der Welt zeigt. Das Kurashiki Ninagawa Museum präsentierte bis zu seiner Schließung 2000 Werke der antiken europäisch-mediterranen Kunst. 2003 eröffnete in dessen Gebäude das Kake-Museum für japanische und europäische Malerei.

WEITERE  ARTIKEL  BEI  FEINRIPP  ZU  [JAPAN]:

   Himeji Castle & Shironoshita

    Okayama Comics & Kōraku-en Garden

    Onomichi AIR House „Anago No Nedoko“

    DOUGOYART Paintaction – Artists BAKI BAKI & MON

    Nippon Gully Design

    Grind Records – Osaka Vinyl Store

   Funky Hippie Buddha Monks – Miyajima

   COR sprayt in Japan

   Osaka Junglists – Drum & Bass Japan

   Streetart Osaka

Theme developed by TouchSize - Premium WordPress Themes and Websites