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erLebe Malta | Dingli Cliffs

Ich bin verliebt.

Es war Liebe auf den ersten Blick. Ganz klischeehaft… Herzklopfen, Achterbahnfahrt und das Gefühl, nie wieder wo anders sein zu wollen, als ich in diesem Moment bin.

Und obwohl ich eigentlich von der Idee der Monogamie überzeugt bin, möchte ich dieses Gefühl teilen… Und zwar mit Dir!

Hiermit stelle ich dir meine große Liebe vor: Die Dingli Cliffs. Eine Naturschönheit, die Dir den Atem stocken lässt.

 

Das Ende der Welt und der Anfang einer großen Liebe

 

Es ist ein bisschen so, als wäre man am Ende der Welt angekommen. Und dennoch fühlt man sich behütet. Als würden die riesigen Felsen und Klippen dich vor dem wild aufbrausenden, weiten Meer beschützen. Ein Ort der geborgenen Einsamkeit und der stillen Kommunikation.

Nur Du, das Meer, die Felsen und der Wind…

 

Dingli Cliffs in Malta

Stille Stunden in Maltas Felsformationen. Mein Geheimtipp – die Dingli Cliffs.

 

Sir Dingli und die Cliffs von Malta

Die wunderschöne Klippenformation liegt auf dem Berg Ta`Dmejrek. Mit ca. 253 Metern ist dies der höchste Punkt des gesamten Archipels. Falls es also tatsächlich mal zu einem Tsunami auf unserer kleinen Insel kommen sollte, weißt Du, wo Du Schutz findest.

Der zu den Klippen gehörige Ort Dingli befindet sich an der Südküste Maltas. Seinen Namen verdankt das Dorf dem englischen Ritter Sir Thomas Dingli, der wohl – wie ich – so begeistert von dieser Gegend war, dass er sich im 16. Jahrhundert dort niederließ.

Ob Sir Thomas Dingli auch stundenlang in den Klippen saß und die Wellen bei Ihrem Aufprall beobachtete? Ob er abwartete, bis die Sonne am Abend ganz langsam untergeht und dann gleichmäßig im weiten Meer versinkt?

 

Dingli Cliffs, Malta

Sonnenuntergang über Maltas gewaltigen Felsformationen.

 

 

Es ist leise in den Dingli Cliffs. Du hörst das Knirschen der bröckelnden Steine unter deinen Füßen, spürst den rauschenden Wind in deinem Haar… Du siehst die aufschlagenden Wellen, die an der Felswand zerschmettern und sich dann neu formatieren, als würden sie für dich tanzen.

Unterhalb der Klippenkante wird Landwirtschaft betrieben. Auf einem Felsplateau bauen die Dorfbewohner allerlei Obst und Gemüse an. Oberhalb des Plateaus befindet sich eine kleine Kapelle. Wenn Gott sich spüren lässt, dann hier an den Dingli Cliffs.

 

Malta

Kapelle der heiligen Maria Magdalena

 

Einsame Spiele –  Der Golfball auf den Dingli Cliffs

Wendet man sich nach Westen, so erkennt man einen überdimensionalen, weißen Golfball, der so gar nicht zur übrigen Kulisse passt. Aber er ist da. Und er gehört irgendwie dazu.

Ich stelle mir manchmal vor, dass die Dingli Cliffs die Heimat der Kyklopen waren. Die homerischen, einäugigen Riesen, die in den Tartarus verbannt und später von Zeus befreit wurden.

Die Kyklopen waren so riesig, dass sie die Klippen wie Treppen benutzten um im Meer baden zu gehen. Schließlich waren sie die Söhne Poseidons, dem Gott des Meeres.

Doch die Kyklopen waren sehr einsam. Weil sie so groß waren, hatten die Menschen Angst vor Ihnen und nie wollte jemand mit ihnen spielen. Irgendwann waren sie dann einfach verschwunden…

 

Malta

Nacht am Dingli Cliff

 

Die Menschen fingen an sie zu vermissen und bereuten, sie nie an ihren Spielen teilhaben zu lassen. Die Riesen waren doch sehr praktisch und konnten ihnen bei allerlei Arbeiten behilflich sein. Und nett waren sie eigentlich auch, zumindest gab es nie irgendwelche beunruhigenden Vorkommnisse. Die Angst war also unberechtigt.

Als Wiedergutmachung und in der Hoffnung, die Kyklopen würden zu ihnen zurückkehren, bauten sie einen riesigen Golfball und stellten ihn an die Klippen. Ein Symbol des Entgegenkommens und der Bereitschaft, sich trotz der Unterschiede um eine Freundschaft zu bemühen.

Die Riesen kamen bis heute nicht zurück. Doch der Golfball steht dort noch immer.

 

Malta

Radarstation der Royal Air Force in Malta. Oder doch ein überdimensionaler Golfball?

 

Obwohl es tatsächlich einige Theorien über die Kyklopen auf Malta gibt, entspringt diese Geschichte leider nur meiner Phantasie. Es handelt sich bei dem golfballförmigen Etwas um eine ehemalige Radarstation der Royal Air Force. Heute wird diese von der maltesischen Flugsicherung genutzt.

Das ist zumindest die offizielle Erklärung. Aber am besten machst Du dir ein eigenes Bild.

 

Die Busanbindungen zu den Dingli Cliffs sind leider miserabel. Daher empfehle ich dir, die Klippen zu erwandern. Am besten verknüpfst Du deinen Ausflug mit einem Abstecher in den Buschetto – Maltas größtem Waldgebiet, auch bekannt als Buskett Gardens.

Diese beiden Naturschönheiten liegen super nah beieinander und beide solltest Du auf keinen Fall verpassen!

Ich wünsche Dir wunderschöne, inspirierende Momente in den atemberaubenden Dingli Cliffs! Vielleicht ist es ja auch für dich der Anfang einer großen Liebe.

 

erLebe Malta!

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