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Blomberg – Das Ausflugsziel im Süden Münchens

— Artikel in Kooperation mit Sport Forster —

Für alle, die aus München und dem Umland kommen, gibt es ein besonders attraktives Ziel, um rauszukommen, frische Luft zu atmen und herrliche Ausblicke zu genießen: der Blomberg bei Bad Tölz! Eine kurze Anfahrt (von München aus etwa 1 Stunde) bringt Outdoor-Freunde zum „ersten Berg“ im Süden Münchens.

Vom Blomberg aus bietet sich nicht nur ein atemberaubender Blick über Oberbayern, vom Starnberger See über München und das Isartal, bis tief in die Alpen und ins Karwendel. Rund um den Blomberg wird außerdem ein abwechslungsreiches Programm geboten, bei dem alle auf ihre Kosten kommen. Die alpine Bergwelt ist das ideale Ausflugsziel für Familien und Wanderer, die die Seele baumeln lassen und Entspannung in der Natur erfahren wollen. Es können sich aber auch ambitionierte Sportler und Moutainbiker auf anspruchsvolle Touren in schönster Landschaft freuen.

Die Bergbahn bringt die Besucher von der Talstation über die Mittelstation zur Bergstation bequem in Doppelsesseln nach oben. Die etwa 7 Kilometer nach oben kann man jedoch auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad in Angriff nehmen.

Rodeln: Sommerrodelbahn und Blomberg Blitz

Die Sommerrodelbahn am Blomberg ist gerade bei schönem Wetter das perfekte Ziel für einen Ausflug in die Bergwelt. Sie bietet Schulklassen, Vereinen und Familien gleichermaßen Erholung wie Action in schönster Landschaft.

Mit ihren knapp 1300 Metern Länge ist die Sommerrodelbahn eine der längsten und schönst gelegenen in Europa. In 41 Schikanen und 17 Steilkurven überwindet sie 220 Meter Höhenunterschied. Die Fahrer rodeln durch schattigen Bergwald und grüne Almwiesen, wobei sie selbstständig bremsen – oder eben auch nicht. 🙂

Die Bahn ist ein großer Spaß für Kinder, die bereits ab 8 Jahren allein rodeln dürfen. Jüngere Kinder fahren einfach bei ihren Eltern mit.

Wer die Sommerrodelbahn fahren will, läuft entweder zu Fuß über Wanderwege den Berg hinauf oder steigt an der Mittelstation der Blombergbahn aus. Sie öffnet von März bis Anfang November täglich bei gutem Wetter von 10 bis 17 Uhr.

Neben der Rodelbahn gibt es noch eine weitere Möglichkeit, den Hang herunter zu sausen: Mit dem Blomberg Blitz, einer Allwetter-Alpen-Achterbahn. Sie ist etwa so lang wie die Sommerrodelbahn, kann aber das ganze Jahr über auch bei schlechtem Wetter befahren werden und überwindet weniger Höhenmeter. Was aber keine Abstriche beim Fahrspaß bedeutet! Steilkurven, Wellen und Doppelwellen, Kreisel, Twister und Sprünge garantieren Action und Abenteuer bei der Abfahrt. Die Geschwindigkeit wird individuell vom Fahrer gesteuert – besonders Mutige können knapp 40 Stundenkilometer erreichen, schließlich überwindet die Rodelstrecke bis zu 24 Prozent Gefälle.

Auch beim Blomberg Blitz dürfen Kinder ab 8 Jahren eigenständig rodeln. Der Blomberg Blitz öffnet täglich von 10 bis 17 beziehungsweise 18 Uhr. Wer das ganz Besondere sucht, kann Samstag abends zwischen 19 und 22 Uhr zum Nachtrodeln vorbei kommen.

Kindererlebnispark

An der Talstation der Bergbahn wartet der Erlebnispark auf Kinder und Jugendliche. Sie können sich auf der Tramponlin-Anlage austoben, gut gesichert am Bungee-Trampolin Salti schlagen oder im Verkehrsgarten in Karts und Motorrädern ihre Runden drehen. Außerdem warten Wasser- und Geschicklichkeitsspiele sowie ein Kleintiergehege auf Jung und Alt.

Kletterwald

In der Sonne seine Balance testen, Teamgeist spüren, die Aussicht und das Alpenpanorama genießen – all das bietet der Kletterwald am Blomberg!

Mit seinen 1200 Höhenmetern ist der Kletterwald auf dem Gipfel des Blombergs einer der höchst gelegenen in ganz Deutschland und wurde schonend in den bestehenden Bergwald integriert. 10 Parcours führen bis zu 15 Meter über dem Boden durch die Wipfel. Hier verbringen Kinder und Familien spannende Stunden, und auch geübteren Kletterern wird auf schmalen Balken, schaukelnden Seilen und Brücken nicht langweilig. Besonderer Tipp: der Partnerparcour, den man zu zweit bewältigt!

Der Kletterwald liegt am Gipfel des Blombergs. Man erreicht ihn entweder mit der Bergbahn im Sessellift oder zu Fuß von der Talstation aus. Ab der Bergstation läuft man noch einmal 10 Minuten. Wer den gesamten Aufstieg in Angriff nehmen will, benötigt je nach Lauftempo 45 bis 90 Minuten bis zur Ankunft. Auch die Anfahrt mit dem Fahrrad ist möglich: 40 Minuten benötigt man, wenn man sportlich in die Pedale tritt, eine Stunde bei normaler Fahrweise. Wer an der Mittelstation der Bergbahn aussteigt, kann auch über den Waldlehrpfad „Tölzer Entdeckerpfad“ zum Kletterwald hinaufsteigen.

Für eine Kletterpause bietet sich das Blomberghaus an, das neben dem Klettergarten liegt. Dort gibt es bayrische Küche und kühle Getränke, um wieder Energie zu tanken. Besonders schön sitzt man im Panorama-Biergarten.

Kinder ab 14 Jahren dürfen frei klettern, jüngere Kinder brauchen einen erwachsenen Begleiter.

Wanderparadies um drei Gipfel

Atmen Sie im kühlen Bergwald durch und streifen Sie durch grüne Wiesen! Schöne und abwechslungsreiche Wanderwege, eine wundervolle Aussicht, Ruhe und gute Luft ziehen zahlreiche Urlauber und Ausflügler zum Blomberg.

Drei Gipfel warten darauf, erkundet zu werden: der Blomberg (1248) selbst, der etwas tiefer gelegene Heiglkopf sowie der höchste Berg, der Zwiesel. Die gut gepflegten Wanderwege erstrecken sich auf über 25 Kilometern und sind ausführlich beschildert. Sie umrunden die Gipfel und führen auch hinab nach Bad Heilbrunn, Wackersberg und Bad Tölz.

Besonders das Hochplateau des Blombergs bietet eine wunderbare Aussicht auf das bayerische Oberland und die Alpen. Von der Bergstation der Bergbahn führt ein Höhenwanderweg um den Berg, der besonders familienfreundlich ist. Ein Highlight dieses Weges auf dem Gipfelplateau bietet der Kunstverein Tölzer Land e.V. mit seinen Kunstobjekten. „Sinneswandel“ nennt der Verein seinen Kunstwanderweg, wo er Objekte, Plastiken und Skulpturen von mittlerweile 26 regionalen Künstlern aufgestellt hat: Sie zeigen, wie nah Kunst und Natur zusammenhängen und fordern dazu auf wahrzunehmen, zu erkunden, die Perspektive zu wechseln und zu neuen An- und Einsichten gelangen.

Wem eine Wanderung noch nicht genug Sport ist, der kann sich in der Nähe der Bergstation den zwölf Stationen der „Gipfeltrimm“ widmen. Die Geräte sind naturnah gestaltet und bestehen aus Holz und Stein. Gemäß den Lehren der traditionellen chinesischen Medizin sollen sie den Körper trainieren und gleichzeitig den Geist in Einklang bringen. 

Mountainbiken

Es gibt einige Routen rund um die drei Gipfel, die sich fürs Mountainbiken anbieten.

Die beliebteste ist die etwa 17 Kilometer lange Blombergtour, die über Blomberghaus, Bergstation, Waldherralm und Wackersberg führt. Ausgangs- und Endpunkt der Trainingstour ist die Talstation der Bergbahn. Es geht zunächst den Berg hinauf, wo sich flache und steile Passagen abwechseln. Rechts fährt man vorbei am Blomberghaus Richtung Zwiesel, wo ebenfalls harte Steigungen auf die Moutainbiker warten. In Links- und Rechtskurven umfährt man den Zwiesel. Der Weg führt dann mit wunderbaren Ausblicken zur Schnaiter Alm und weiter zur Waldherralm. Vorbei an der Pestkapelle geht es auf dem Rückweg hinab zum Parkplatz an der Blombergbahn. 600 Höhenmeter werden bei dieser etwa 2-stündigen Tour überwunden. Ihr Schwierigkeitsgrad ist mittel.

Etwas steiler und deutlich kürzer ist der Rundkurs, der auch ausgehend von der Talstation über Blomberghaus, Heiglkopf und Wackersberger Alm führt.

Fazit

Wer rodeln, klettern, wandern oder mit dem Mountainbike in einer traumhaften Umgebung aufs Ganze gehen will, wird den Blomberg direkt ins Herz schließen. Erwachsene und Kinder jeden Alters kommen voll auf ihre Kosten und die relativ kurze Anfahrt macht dieses Ausflugsziel besonders attraktiv für alle aus München und Umgebung.

european alps © fottoo

european alps at bad toelz – karwendel, benediktenwand

 

Geschrieben von Hans Forster

Hans Forster ist Geschäftsführer der INTERSPORT Forster GmbH. Er steht seinen Kunden als Fachberater seit vielen Jahren zur Seite, kennt als DSLV-Skilehrer er alle Skier und Snowboards und begeistert sich für Klettern, Biken und Bergsteigen.

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