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Ist das bereits Biohacking? Auszeit für Körper und Geist ohne Zivilisationsalltag

Unsere Redaktionstour im Herbst 2019 stand diesmal unter dem Motto Körperoptimierung. In der Abgeschiedenheit des norwegischen Jotunheimen-Gebirges mit seinen unendlichen Gewässern, Bergen und Wäldern wollten wir unsere Körper besser kennenlernen und unsere natürliche Leistungsfähigkeit steigern. Für unseren zweiwöchigen Test haben wir eine Hütte gefunden, die weder über einen Stromanschluss noch fließend Wasser verfügt. Der Alltag sollte weitestgehend von der Natur bestimmt sein. Unsere physischen und psychischen Kräfte standen im Mittelpunkt, Annehmlichkeiten sollte als Belohnung unserer eigenen Anstrengungen sein.

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Ankunft bei Schnee und Kälte

Unsere abendliche Ankunft war sofort herausfordernd, da der Temperaturunterschied von mehr als 20 Grad zum sonnigen Deutschland erheblich war. Die Hütte war komplett ausgekühlt, minus 7 Grad zeigte das Innenthermometer, die Schneedecke um uns herum war bereits fast geschlossen.Die Öfen und Kamine brannten schnell, bis jedoch die erste Wärme zu spüren war, vergingen fast 12 Stunden. Daher war es von Vorteil, dass wir Wasser aus einem entlegenen Brunnen schöpfen mussten.

Hilfreich waren unsere mitgebrachten Gadgets von der richtigen Kleidung bis zu unseren Akku-Lichtquellen. Wir spürten sofort unsere gewohnten Abhängigkeiten von Strom und fließend Wasser. Das Zubereiten von Essen, das Einrichten der Hütte, die Vorbereitungen für die erste Nacht (Holznachschub) dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Ziemlich entkräftet aber zuversichtlich gingen wir zu Bett. Die nächste Zivilisationserrungenschaft half uns schnell in den Schlaf. Die vorhandenen Daunendecken waren dermaßen ausgekühlt, dass unsere mitgebrachten Schlafsäcke bitter nötig waren.

Einfach glücklicher Alltag

Der Alltag unserer 2 Wochen war vermeintlich eintönig, jedoch unfassbar befriedigend und beruhigend. Der Tag startete immer mit heizen, Wasser kochen und Frühstück machen. Anschließend ging es nach draußen, um Holz zu schlagen und zu sägen, was bis mittags erledigt war. Die anschließende kleine Zwischenmahlzeit verschlang eine weitere Stunde, so dass die Zeit immer wieder knapp wurde, um andere Aktivitäten wie Trail-Running, Speed-Hiking oder Fischen unter zu bringen. Das letzte Sonnenlicht nutzen wir jeweils für Wassertreten im eiskalten See mit anschließendem Barfußgang durch Schnee und Eis den Berg zur Hütte hinauf. Im ersten Moment fallen einem die Füße ab, der Fluchtgedanke ist überwältigend, einzig allein nicht als Waschlappen zu gelten, lässt einen verbleiben. Das anschließende Gefühl am prasselnden Kamin ist überwältigend. Man spürt sich körperlich selbst und ist von großem Stolz erfasst.

Weniger ist viel Mehr!

Wir hatten uns viel mehr vorgenommen, als wir tatsächlich geschafft haben. Das erzwungene Weniger ist Mehr, lehrte uns Respekt vor der Kraft der Natur und gegenüber unseren eigenen Körpern. In den letzen Tagen unseres Aufenthaltes spürten wir nicht glaubte Energien in uns. Wir wurden nicht nur schneller und kräftiger, sondern auch geistig agiler. Unsere Kreativitätspotentiale entfalteten sich spürbar, unsere Lebensfreude sprühte. Ob unser Test bereits eine Art Biohacking war, sollen andere beurteilen. Für uns war es eines der besten Erlebnisse der letzten Jahre und der Auftakt zu einem selbstbestimmteren Alltag.

Erfahrungen, Gadgets, Tipps & Tricks für alle die eine solche Auszeit mal ausprobieren möchten:

  1. Wechsel-Kleidung wird kaum benötigt.
    Durch die wenigen Bakterien in solch rauer Natur gibt es trotz großer körperlicher Betätigungen kaum Gerüche.
  2. Frisches Essen (Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch) verdirbt viel langsamer, hält sich aus gleichem Grund leicht 2 Wochen.
  3. Gut ausgewählte Kleidung
    Wir haben uns diesmal auf die Marke Skinfit gestürzt und ausgiebig getestet. Zusammengefasst ist deren Philosophie „Modulario“ optimal, da die Kleidungsstücke vielfältig einsetzbar sind. Egal ob es warm, kalt, trocken oder nass ist, viele der Funktionskleidung ist überall einsetzbar und erfüllt die gewünschten Aufgaben und Bedürfnisse. Vor allem die Fähigkeit Feuchtigkeit vom Körper weg zu transportieren, so dass man weder schwitz noch friert, ist herausragend gelöst.
    Beispielsweise hatten wir bei der Funktionswäsche KLIMA PRO das Gefühl, dass diese bereits trocken war, als wir gerade Jacke und/oder Pullover ausgezogen hatten, obwohl wir vorher erhebliche Anstrengungen bewältigt hatten. Die KLIMA Pro Shirts kühlen und wärmen, je nach Anforderung, so dass man diese nicht wechseln muss, egal ob man sich draußen intensiv bewegt oder drinnen sich ausruht. Die KLIMA LIGHT Shirtsspürt man kaum, da sie extrem leicht sind, trotzdem den Schweiß sehr gut nach draußen leiten. Sie sind eine gute Grundlage für lange Ausflüge mit großen Temperatur- und Höhenunterschieden.
    Funktionen wie Windschutz, Klimamanagement, Atmungsaktivität, Leichtigkeit, kleine Packmaße und Schutz sind sehr gut aufeinander abgestimmt, so dass man sehr wenige Kleidungsstücke benötigt und trotzdem überaus guten Komfort empfindet. Als besonders gut empfanden wir die VENTO BERNINA Jacke, die Hosen der VENTO-Reihe VALLUGA und Alpila mit jeweils hoher Atmungsaktivität, schneller Wärme- und Feuchtigkeitsableitung und gleichzeitig gutem Schutz vor kaltem Wind. Die eingearbeitet Reflektoren erhöhen deutlich die Sichtbarkeit. Besonders angetan sind wir von der CALDO VALCANOVA Jacke, die neben den bekannten Funktionen sehr warm hält. Vor allem werden Brust, Schultern und Arme besonders unterstützt, so dass die Körpermitte perfekt temperiert ist. Ausserdem sieht sie sehr gut aus und ist auch abseits der Piste ein Hingucker. Auch bei widrigsten Bedingungen hält die regen- und winddichte Jacke SCUDO VERMUNT Jacke alles was der Hersteller verspricht. Die innen verschweißten Nähte lassen nichts durch, die ebenfalls wasserdichte Kapuze ist sehr gut einstellbar und auch unter einem weiteren Kopfschutz nicht störend. Die sehr weiche AERO VALLÜLA Fleece-Jacke wurde zum Wohlfühl-Highlight da sie Funktion und Tragekomfort auf besondere Weise kombiniert. Bei unseren Intensiveinheiten testeten wir weiterhin die AERO Marul Tights, diverse Strickmützen, Socken, Stirnbänder, Handschuhe und Schlauchschals ausgiebig. Die Ergebnisse waren jeweils sehr gut, zu beanstanden gab es nichts.
  4. Die richtigen Schuhe
    Diese Thema ist enorm wichtig und ein weites Feld. Wir werden uns diesem auf einer unserer nächsten Reisen annehmen und ausführlich darüber berichten.

Stirnlampen, Rundumleuchten, Stöcke, Schlafsäcke, Pulka, Snowshoes, Rucksäcke, Taschen, Schaufeln, Werkzeuge, Steigeisen, Gamaschen, Ski, Trinksysteme und mehr stehen ebenfalls auf unserer Wunschliste und werden zukünftig getestet.

Tipps & Tricks:

Ausrüstung Checkliste
Anreise Norwegen mit der Fähre
Norwegens schönste Fjorde

Testberichte:

Stirnlampe MH11 von LedLenser
Outdoorlampe ML6 von LedLenser

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