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Museumsinsel – für verregnete Wochenende bestens geeignet

Das schöne Wetter lockt derzeit vorwiegend nach draußen, und die Zeit im Büro oder Studisaal ist bei all der Sonne teilweise kaum auszuhalten. Einzig die gekühlten Räumlichkeiten lassen dem Verdruss über die nicht freie Zeit die heiße Luft raus.

Natürlich gibt es auch oft genug Regen, zur Freude von uns Hobbygärtnern die wir doch lieber sähen, buddeln und jäten als Gießkannen zu schleppen, aber selbst der größten Frischluftnatur vergeht wohl die Laune wenn mal wieder ein Wochenende kalten Dauerregens von der Wetterkarte trieft.

Wer selbst an solchen Tagen ungern einfach mal auf der Couch oder im Bett lümmelt, kann sich die Zeit mit einem Museumsbesuch vertreiben. Schließlich haben wir in Berlin mit über 170 mehr als genug davon. Besonders geeignet hierfür finde ich die Museumsinsel.

Die große Auswahl und auch das Angebot rundherum mit der Strandbar, einem wöchentlichen Floh- und Kunstmarkt am Samstag und dem Lustgarten, falls das Wetter wider erwarten doch besser ist, lassen unkompliziert spontane Planänderungen zu.

Motiv 1 von 4 Aufnahmedatum: 21.07.2009 Aufnahmeort: Berlin Systematik: Geographie / Europa / Deutschland / Orte / Berlin / Allgemeine Stadtansichten / Luftbilder / Bezirk Mitte / Spree / Petrikirche, Museen, Dom, Schloss

Blick auf die Museumsinsel Berlin. v.v.n.h.: Bode-Museum, Pergamonmuseum, Alte
Nationalgalerie, Neues Museum und Altes Museum; oben Dom am Lustgarten. Staatliche
Museen zu Berlin. © bpk / DOM publishers, Juli 2009

 

Museumsinsel eine kurze Einführung:

Nach der Wende wurden auch die Museen von Ost und West unter dem Dach der Stiftung Preußischer Kulturbesitz wiedervereint. Dies erforderte ein neues Standortkonzept, welches bereits 1990 formuliert wurde, und an dem sich der Masterplan Museumsinsel orientiert. Seit der Entwicklung des Masterplans gehört die Museumsinsel samt ihrer Sammlungen zum UNESCO-Welterbe. Sie bietet den Besuchern in 5 Gebäuden insgesamt 8 international einzigartige Sammlungen.

Von nur wenigen Schritten getrennt, können Objekte aus dem antiken Griechenland und Rom, sowie aus Ägypten bewundert werden. Es gibt eine Sammlung zu islamischer Kunst von Spanien bis nach Indien und auch eine Sammlung vorderasiatischer Objekte aus 7000 Jahren altorientalischer Kunst und Kultur.

Nicht zu vergessen die Geschichte Europas von der Altsteinzeit bis hin zum Mittelalter und für die, die es etwas moderner mögen, die Skulpturen und Gemälde des 19. Jahrhunderts in der Alten Nationalgalerie.

Von so manchem Highlight wie der Büste der Königin Nofretete (welche auch für Blinde als Version zum ertasten ausgestellt wird), dem Pergamonaltar und dem Markttor von Milet hat sicher schon jeder gehört. Diese sind vielleicht ein besonderer Anreiz, das im Geschichts- und Kunstunterricht erlernte einmal live und in Farbe zu erleben.

Wer es an Regentagen gerne besonders melancholisch mag, kann sich in den Bildern, des wohl bekanntesten Vertreters der deutschen Romantik, Caspar David Friedrichs verlieren.

Auch wenn nicht Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, ist der Berliner Dom auch immer einen Besuch wert. Außer dem Dom selbst und dem Aufstieg in die Kuppel bietet er auch ein nettes kleines Museum zur eigenen Geschichte und die Hohenzollerngruft.

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Altes Museum. Museumsinsel Berlin, Am Lustgarten. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse

 

Preise und Planung

Bei aller Liebe zur Spontaneität lohnt es einen Museumsbesuch zumindest geringfügig zu planen. Das hilft dabei sich im Vorfeld über Öffnungszeiten abzusichern und eventuell auch schon einen Blick auf die Ticketauswahl zu werfen. Dann muss diese Entscheidung nicht erst nach langem Anstehen an der Kasse getroffen werden, denn für so manches gibt es auch die Möglichkeit Tickets zu kombinieren.

Auf der Museumsinsel kosten einzelnen Ausstellungen zwischen 10 /ermäßigt  5 und 12 / ermäßigt 6 Euro. Wer am selben Tag mehr als eine Ausstellung besuchen möchte, und sei es nur um schnell mal die Highlights anzugucken, der tut gut daran, sich das Museumsinsel komplett Ticket für 18 / 9 Euro zu nehmen.

Natürlich kann man auch das ganze Wochenende dort verbringen, so viel gibt es zu sehen. Dann sollte aber zumindest über die 3-Tage Museumskarte nachgedacht werden. Diese ist dann in über 50 Museen gültig und kann somit für ein Museumswochenende mit seinen 24 / 12 Euro ein echtes Schnäppchen sein.

Für alle Museumsliebhaber die es noch nicht wussten, es gibt auch unterschiedliche Jahreskarten für die staatlichen Museen zu Berlin.

Die Preise liegen bei 25-100 Euro, je nachdem ob man zu jeder Zeit Zutritt zu allen Dauer- und Sonderausstellungen möchte, oder einem beschränkte Öffnungszeiten zu den Dauerausstellungen ausreichen um sein Lieblingsgemälde immer wieder zu sehen.

Genaue Informationen gibt es hier.

 

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Alte Nationalgalerie. Museumsinsel Berlin, Bodestraße. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse

 

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Pergamonmuseum. Museumsinsel Berlin. Eingang über Bodestraße. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse

 

Foto: Titelfoto: Bode-Museum. Museumsinsel Berlin, Am Kupfergraben. © Staatliche Museen zu Berlin /
Maximilian Meisse

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