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Yoga and meditation.
 

Yoga

Yoga – Mehr als nur Gymnastik oder eine Trendsportart 

Die Wurzeln dieser Jahrtausende alten Tradition liegen im fernen Indien. Doch mittlerweile hat die spirituell ausgerichtete ganzheitliche Heilungsmethode ihren Siegeszug in Europa und der ganzen Welt angetreten. Bei der Verbreitung der Yoga – Lehren spielte der vor wenigen Jahren verstorbene Guru B.K.S. Iyengar eine nicht zu unterschätzende Rolle. Von ihm stammt auch der Satz „Der Körper ist der Bogen, die Asanas im Yoga sind die Pfeile und die Seele ist das Ziel“, der mit wenigen Worten beschreibt, worum es beim Yoga geht. Dabei wird bereits ersichtlich, dass der Begriff mehr umfasst als eine bloße Trendsportart. Einige Übungen oder Posen (Asanas) erinnern an Gymnastik, hinzu kommen Atemübungen (Pranayama), sowie Meditationstechniken und mehr. Dadurch werden Körper und Geist, aber auch die Seele angesprochen.

Hintergrund

Der Name dieser ganzheitlichen Heillehre geht auf yuj samādhau (Sanskrit) zurück, was so viel bedeutet wie „sich konzentrieren“. Ziel ist nicht in erster Linie die ideale Bikinifigur oder mehr Fitness zu erreichen, sondern das Erlangen von mehr Selbsterkenntnis. In dieser Bedeutung verwendet auch Patañjali den Begriff im Yogasutra. Oft wird behauptet, es handle sich bei dieser Lehre um eine Religion. Vielmehr ist Yoga aber eine philosophische Strömung, die in der Kultur des Hinduismus und des Buddhismus verwurzelt ist. Spirituelle Einflüsse spielen daher eine Rolle, eine eigenständige Religion ist Yoga aber nicht. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Lehre von Indien aus in den Westen getragen.

Vorteile

Die fließenden Bewegungen wirken anregend auf den Kreislauf. Die Blutzirkulation und auch die Sauerstoffversorgung der inneren Organe wird verbessert. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Verdauung, aber auch auf die geistige Leistungsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden aus. Auf der Yogamatte wird ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht als Widerstand gearbeitet. Weiteres Zubehör ist nicht nötig. Für Anfänger oder Menschen mit gewissen Einschränkungen können jedoch sogenannte Props hilfreich sein. Dazu zählen Kissen, Decken und Yogablöcke, die helfen, eine Pose korrekt auszuführen oder länger in Meditation verharren zu können. Bei den Übungen bleibt kein Muskel untrainiert. Jede Faser wird gedehnt, auch die Bindegewebsfasern, die Muskeln und Organe umgeben. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz wird die Haut gestrafft, die Haltung verbessert und auch die Fettverbrennung angeregt. Statt mit sperrigen Geräten zu trainieren, nutzt man den eigenen Körper als Werkzeug. Der bewusste Umgang mit dem eigenen Körper erhöht die Konzentrationsleistung und führt ganz nebenbei zum Muskelaufbau. Die Bewegungen werden von bestimmten Atemübungen begleitet. So wird die Lunge befreit und die Sauerstoffaufnahme gesteigert. Die Bestandteile sind selten von einander zu trennen. So sind Bewegungsabläufe wie der Sonnengruß wie eine Meditation in Bewegung.

Woman doing yoga on the lake - beautiful lights

Das Schöne ist, Yoga kann man einfach überall machen

 

Yogastile

Aus den Urformen des Yogas haben sich verschiedene Yoga-Stile herausgebildet. Wer mit dem Training beginnen möchte, sollte sich zunächst einen Überblick über die unterschiedlichen Formen verschaffen. Yoga-Studios bieten meist Schnupperstunden an, so dass man ein Gefühl für die Art der Bewegung bekommen kann. Man muss sich zunächst auf keinen Yoga-Stil festlegen. Probieren ist ausdrücklich erlaubt und auch später können beim persönlichen Training verschiedene Stile miteinander kombiniert werden. Die meisten Stile basieren auf dem traditionellen Hatha-Yoga.

Hatha Yoga

Diese Form ist anspruchsvoll für Körper und Geist. Der Name „Hatha“, was in Sanskrit so viel bedeutet wie Kraft oder Hartnäckigkeit, deutet dies bereits an. Hatha-Yoga ist von anderen Traditionen beeinflusst, darunter wohl auch Kampfsportarten. Erste Erwähnungen gehen zurück ins 12. Jahrhundert. Traditionell wurde diese Form genutzt, um den Körper auf langwierige Meditationssitzungen vorzubereiten. Diese spirituelle Komponente geht im fitnessorientierten Zeitalter jedoch oft unter.

Ashtanga- und Vinyasa Yoga

Diese Form wirkt sehr dynamisch und beinahe wie ein Tanz. Nicht die Asanas selbst stehen im Vordergrund, sondern vor allem deren flüssige Verbindung. Trotz der scheinbaren Leichtigkeit und Beschwingtheit ist auch dieser Stil durchaus körperlich anspruchsvoll und athletisch.

Längst hat Yoga alle Altersklassen erreicht.

Längst hat Yoga alle Altersklassen erreicht.

Anisara Yoga

Dieser junge Stil wurde 1997 von John Friend entwickelt und hat starke Hatha-Yoga-Einflüsse. Der von Friend gewählte Begriff „Anusara“ soll so viel heißen wie „mit der Natur fließen“ oder „sich anmutig bewegen und dem Herzen folgen“. In Sanskrit bedeutet anusāra wörtlich übersetzt „natürlicher Zustand“. Friend orientierte sich bei der Entwicklung seines Stils stark an der von B.K.S. Iyengar unterrichteten Form, die die Anatomie und medizinisches Wissen in den Vordergrund rückt. Weitere Einflüsse bezieht Friend aus der tantrischen Philosophie.

Iyengar Yoga

Der Yoga-Guru B.K.S. Iyengar modifizierte das traditionelle Hatha-Yoga, um gezielt auf die Bedürfnisse seiner Schüler eingehen zu können. Selbst jahrelang von Krankheit geplagt, erfuhr B.K.S. Iyengar im jungen Erwachsenenalter die heilende Wirkung am eigenen Leib. Durch den kreativen und bewussten Einsatz von Props, von Yoga-Blöcke bis hin zu Seilen und Gurten, konnte er Menschen helfen, wieder Gesundheit zu erlangen. B.K.S. Iyengar ging davon aus, dass auch von Krankheit geplagte oder ältere Menschen jederzeit mit dem Yoga-Training beginnen können. Man muss jedoch das Training auf ihre Bedürfnisse anpassen, um Verletzungen zu verhindern und stattdessen den Heilungsprozess in Gang zu setzen. Der berühmte Guru starb im August 2014 im Alter von 95 Jahren.

Restorative Yoga

Ebenfalls in Anlehnung an Iyengar-Yoga soll dieser ruhige Stil Menschen mit Verletzungen oder anders bedingten Bewegungseinschränkungen helfen, zu besserer Gesundheit zu finden. Genau wie beim Iyengar-Yoga kommen Props zum Einsatz, vor allem Blöcke, Polster und Decken. Der Focus liegt auf dem Halten einzelner Posen, teilweise über Minuten hinweg. Die Lehrer gehen dabei individuell auf die Bedürfnisse des Schülers ein. Der Stil wirkt entspannend und hat eine stark meditative Komponente.

Exercising yoga in gym

Auch in vielen Fitness Studios wird Yoga inzwischen angeboten

Yin-Yoga

Gelegentlich wird dieser Stil auch als Tao-Yoga oder Daoyin bezeichnet und hat seine Wurzeln in China und Taiwan. Der starke Einfluss verschiedener Kampfsportarten macht diesen Stil zu einem anspruchsvollen und dennoch ruhigen Training. Ziel ist es, die Lebensenergie „Chi“ bewusst zu lenken. Im Westen machte der Kung-Fu-Meister und Yoga-Lehrer Paulie Zink ab den 1970er Jahren diesen Stil bekannt und populär. Ähnlich wie beim Restorative Yoga werden die einzelnen Posen lange gehalten.

Pilates

Was ursprünglich Contrology hieß, ist genau genommen kein Yoga-Stil, sondern eine eigene Fitnesssportart, die auf die spirituelle Komponente bewusst verzichtet. Der heute geläufige Name geht auf den Begründer Joseph Hubert Pilates zurück. Ziel ist es vor allem die Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur zu stärken. Die meisten Übungen werden im Liegen oder Sitzen ausgeführt. Der Fitnesstrend hat Yoga-Einflüsse und wird daher an dieser Stelle ebenfalls aufgeführt.

Ein absolutes Highlight und sicherlich kaum zu vergleichen mit den heimischen Kursen ist ein Yoga-Retreat. Hier begebt ihr euch auf die Reise zu einem spektakulären oder sehr einsamen Ort, an dem ihr mit Sicherheit Entspannung auf einer ganz anderen Ebene kennenlernen könnt.

Hier können wir euch Anbieter wie BookYogaRetreats.com oder yoga.info empfehlen. Natürlich gibt´s auch genug Menschen, die Yoga einfach nur zu Hause machen möchten. Es gibt inzwischen Online Anbieter, die euch Kurse für daheim anbieten. Yogaeasy ist hier ein gutes Beispiel.

Schöne Outfits gibts zum Beispiel bei Lululemon oder Curare-Yogawear.

Dann sagen wir Namasté und frohes Entspannen.

Einen schönen Artikel zum Thema gibt´s hier:

9 Gründe, warum ich Yoga liebe

 

 

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