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Havana Cuba, Copyright Pixabay: https://pixabay.com/en/havana-street-cuba-222462/
 

Vom zarten Setzling bis zur fertigen Zigarre: Der Weg der Habano

Mit Kuba assoziiert man Oldtimer, Salsa-Musik, farbenfrohe Architektur und vor allem eines – von Hand gefertigte Zigarren. Zwar sind die größten Tabakanbaugebiete heute in Mittel- und Südamerika zu finden, wie in Honduras oder Brasilien, doch die besten Zigarren stammen immer noch aus dem karibischen Inselstaat. Was macht sie so hochwertig?

Hecho en Cuba, totalmente a mano

In der westlichsten Provinz Kubas, Pinar de Rio, betreiben Familien seit Generationen Tabakplantagen. Ausschlaggebend für die besondere Qualität sind das gute tropisch-feuchte Klima, die reichhaltige Erde und die Erfahrung der Familienbetriebe im Umgang mit den Pflanzen. Von dem ersten Setzling bis hin zur fertigen Zigarre braucht es viel Zeit und Geduld: Nach 45 Tagen kommen die Pflanzen aufs Feld, nach 90 Tagen wird geerntet. Das Ernten selbst erfolgt phasenweise, damit die obersten Blätter der Pflanze möglichst viel Sonne bekommen. Anschließend wandert die Ernte für 45 Tage ins Tabakhaus. Hier fermentiert sie nach dem Trocknen bei bis zu 30 Grad und erhält den charakteristischen Geschmack. Insgesamt kann die Prozedur bis zu drei Jahre dauern.

Anschließend geht es weiter in die Tabakfabriken und in vielen Arbeitsschritten entsteht die Zigarre. Am wichtigsten in diesem Prozess ist die Arbeit der Torcedores. Sie rollen in Handarbeit jede einzelne Zigarre, bis zu 200 Stück kann ein Arbeiter am Tag schaffen. Eine Zigarre setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen: Das Deckblatt bestimmt die äußere Erscheinung, es muss besonders hochwertig und gleichmäßig gewachsen sein. Das Innere der Zigarre ist die Einlage, sie besteht aus verschiedenen Tabakblättern, die unterschiedlich stark gereift sind. Umhüllt wird die Einlage vom Umblatt, bevor sie in das Deckblatt gewickelt wird. Zum Schluss erhält die fertige Zigarre ihr Gütesiegel, das weltweit bekannt ist und besagt: hergestellt in Kuba, vollständig in Handarbeit.

Die Habano in Deutschland

Der Name Habano leitet sich von der kubanischen Hauptstadt Havanna ab, die als Zentrum der Zigarrenherstellung gilt. In Deutschland werden sie deshalb Havannas genannt. Neben kubanischen Zigarren bekommt man in heimischen Tabakläden oder Online-Shops natürlich auch Tabakwaren aus anderen Regionen: Je nach Marke und Herkunftsland fallen die Preise sehr unterschiedlich aus. Wer sich unsicher ist, kann sich nicht nur vor Ort, sondern auch online gut beraten lassen. Shops wie Noblego informieren über Herkunft, Stärke, Marke und Format der Tabakerzeugnisse.

Will man Zigarren nicht zuhause genießen, gibt es in Frankfurt verschiedene Zigarrenlounges und Bars. Im Vabajo findet sich eine große swahl unterschiedlicher Zigarren, die in angenehm moderner Atmosphäre probiert werden können. In der Mercedes Reyes Lounge kann man rauchen, trinken oder beim Rollen einer Zigarre direkt zuschauen.

In der Ruhe liegt die Kraft

Genauso wie beim Herstellungsprozess der Zigarre sollte man sich für das Rauchen viel Zeit lassen. Experten empfehlen dazu ein paar Freunde, interessante Gespräche und ein Glas Rum. Man schneidet mit einer kleinen Guillotine das Mundstück der Zigarre an und zieht ähnlich wie beim Zigarettenrauchen während des Anzündens an der Zigarre. Einziger, aber besonders wichtiger Unterschied: Den Zigarrenrauch sollte man nicht inhalieren, sondern im Mund behalten, um die vielfältigen Aromen genießen zu können.

 

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