Tägliche Wartezeiten verkürzen

Tag für Tag warten wir auf den Bus, aufs Wochenende, darauf, dass wir beim Arzt aufgerufen werden, auf den nächsten Urlaub und und und. Warten raubt einem nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. Wie viel Lebenszeit verbringen wir eigentlich mit Warten? Welches sind die größten Zeitfresser und was kann man tun, um die Wartezeit (zumindest gefühlt) zu verkürzen?

Worauf wir im Leben am längsten warten

Im Schnitt verbringt jeder Deutsche fünf Jahre seines Lebens mit Warten. Doch worauf warten wir eigentlich? Das sind unsere größten Zeitfresser:

  • Platz 1: Warten am PC – Bis zu 156 Stunden im Jahr müssen User am PC warten, z. B. auf das Herunterladen von Dateien, das Hochfahren des PCs und das Abrufen von E-Mails.
  • Platz 2: Warten im Stau – Etwa 114 Stunden ist der Deutsche im Jahr mit dem Auto unterwegs. Bis zu 38 Stunden davon steht er im Stau. Berufspendler in Großstädten trifft es hier besonders hart. Diese stehen oftmals mehr als 50 Stunden im Jahr im Stau.
  • Platz 3: Warten beim Zähneputzen – Vorausgesetzt, man putzt sich zweimal am Tag jeweils drei Minuten die Zähne, ergibt das eine Wartezeit vor dem Badezimmerspiel von 36,5 Stunden im Jahr.
  • Platz 4: Warten beim Arzt – Im Schnitt sucht ein Deutscher pro Jahr 17 Mal einen Arzt auf und muss mit einer Gesamtwartezeit von knapp sieben Stunden rechnen. Besonders lange wartet man beim Augenarzt (etwa 37 Minuten), beim Zahnarzt geht es mit etwa 13 Minuten Wartezeit am schnellsten.
  • Platz 5: Warten an der Supermarktkasse – Rund sieben Tage verbringen Deutsche im Jahr im Supermarkt. Etwa sieben Minuten müssen wir bei jedem Einkauf an der Kasse warten. Aufs Jahr gerechnet warten wir ca. sechs Stunden an der Supermarktkasse.

So lassen sich tägliche Wartezeiten verkürzen

Wartezeiten können sehr lästig sein, keine Frage. Doch kann man die Zeit auch für Dinge nutzen, für die im Alltag oft wenig Zeit bleibt. So lässt sich im Bus beispielsweise die Wartezeit mit einem spannenden Handy-Game überbrücken, im Wartezimmer beim Arzt kann man mal wieder einen Blick in seine Lieblingszeitschrift werfen oder sich ein gutes Buch mitnehmen. Beim Zähneputzen lassen sich nebenbei kleine Haushaltstätigkeiten erledigen, wie z. B. das Befüllen der Waschmaschine. Im Stau findet man wieder Zeit, sein Lieblingsalbum oder seine Lieblingsradiosendung zu hören. Auch der Einkaufszettel oder die To-do-Liste fürs Wochenende kann erstellt werden.

Vielen tut es auch gut, einfach mal kurz inne zu halten, über Erlebtes und zukünftige Ereignisse nachzudenken. Darüber hinaus kann es auch Spaß machen, andere Menschen zu beobachten und z. B. zu sehen, was sie aufs Kassenband legen. Zeit ist relativ – man muss nur wissen, wie man sie nutzt.

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