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Superheldenstyle: Cheerio Selbstzweifel !

Stell dir vor, du bist The Batcatpowerboy und du stellst gerade einen tollwütigen Diktator, der die Macht über die komplette Hamsterpopulation an sich reißen will. Der Kampf wird hart, das Leben der Nager in deiner Hand. Du ballst die Fäuste…

… und dann kommen Gedanken wie: „Was, wenn ich nicht gut genug bin? Wie geht noch mal der gefährliche Triple-X-Power-Move? Ist das ein Lichtschwert in seiner Hand? Sehe ich zu dick aus in meinem Superhelden-Catsuit?“

Wie es weitergeht, ist absehbar: Du stellst dich im Zweikampf unsagbar dämlich an und verlierst. Wenn es überhaupt so weit kommt und du nicht vorher dein Batcatpowermobil rufst, damit es dich mit einem Erdbeereis abholt.

Du hast vielleicht ja schon gemerkt, das ist eine erfundene Situation. Was aber nicht erfunden ist, sind die Dinger, die dich dazu gebracht haben zu verkacken, als es um die Wurst ging: Selbstzweifel.

Wenn diese Teufelchen sich in dir buchstäblich selbständig machen, können sie deine Performance stark beeinflussen, wie Studien zeigen. Du schöpfst dein Potential nicht aus, zögerst, hast Angst vor bestimmten Situationen und traust dich nicht, etwas Neues auszuprobieren. Die Folge: noch mehr Selbstzweifel und eine defensive Haltung.

Auch ich musste lernen, dass Selbstzweifel ganz toll das versauen können, was aktuell am wichtigsten ist. Das kann einen neuen Job betreffen, die Liebe, den Sport, einen Traum, den du schon immer realisieren wolltest, gerne auch alles auf einmal. Und dann kannst du froh sein, wenn es noch reparabel ist.

Wäre es nicht viel toller, wenn du den Superdude in dir ausleben könntest? Hör auf, dein Wachstum unnötig zu bremsen, und entwickele deine Superkräfte. Und zwar so:

1.        Realisiere: Du bist nicht der einzige
Klar, die einen haben mehr davon, die anderen weniger. Mache Menschen sind regiert von Selbstzweifeln, andere scheinen das Wort nicht mal zu kennen. Aber Fakt ist, in bestimmten Situation kennt sie jeder, oder: Wer Selbstzweifel nicht kennt, hat die Ziele nicht hoch genug gesteckt. Haha.

2.        Hinterfrage deine Zweifel und entlarve Denkmuster
Woher kommen deine negativen Gedanken? Sind sie echt? Oder entspringen sie einem Muster? Viele Psychologen sagen, dass Selbstzweifel gelernt sind und bestimmte Situationen unsere alt eingesessenen Muster triggern. Von denen es eine Menge gibt:

– Schwarzweißdenken: „Wenn ich nicht SOFORT perfekt performe, ist das totale Versagen.“ (Da bin ich übrigens super drin.)
– Generalisieren: „Ich bin einfach schlecht.“
– Der fiese Filter: Ein Fehler wiegt mehr als alle Erfolge. Und du konzentrierst dich exklusiv auf den Patzer.
– Es gibt auch Typen, die meinen, Selbstzweifel seien irgendwie edel. Merke: Es hilft absolut niemandem, wenn du dich selbst sabotierst. Im Gegenteil.

Sei ehrlich zu dir selbst und fordere deine Denkmuster heraus. Das erfordert Mut, schließlich ist es meist etwas, das schon lange deine „Persönlichkeit“ ausmacht und irgendwie bequem ist.

3.        Es gibt kein „ich bin zu schlecht“
Manche behaupten, Talent sei ein Mythos. So weit gehen nicht alle Experten / Autoren, aber Fakt ist: Was die erfolgreichsten Menschen dieser Welt verbindet, sind Disziplin und Beharrlichkeit. Und Mut aka Selbstbewusstsein.

4.        Geh nach draußen
Studien zeigen, dass der Kontakt zu Menschen, die uns supporten, Wunder wirken kann. Lenk dich ab, mach Sport, statt dich in eine erfundene Unfähigkeit reinzusteigern. Hol dir Rat von Leuten, die etwas Ähnliches geschafft haben, auch ein Coach kann helfen. Nicht zuletzt Freunde werden einen Teil deiner Selbstzweifel ausräumen können. Es sei denn, du gehörst zu denen, die erst Recht ungesunde Beziehungen suchen. Noch ein Muster, merkste was.

5.        Quatsch mit dir selbst
Okay, das mag sich bisschen awkward anfühlen, aber es kommt von meinen größten Vorbildern – direkt nach Superhelden. Profisportler müssen Maschinen sein, und zwar nicht nur körperlich, sondern im Kopf. Das Oberstübchen ist wie ein Muskel, den du trainieren kannst, positiv zu denken. Wenn du laut aussprichst, dass du „stark und selbstbewusst“ bist, soll das noch mehr helfen, als wenn du es innerlich tust. Hauptsache ist aber, dass du deine Gedanken beobachtest und Negatives gegen Positives austauschst. Du kannst dir auch den Erfolg in deiner Fantasie ausmalen und vorstellen.

6.        Freu dich über das, was du erreichst
Eine Sorte des Selbstzweiflers kann unmöglich seine eigenen Leistungen feiern, sich selbst loben oder Lob von anderen anerkennen. Es gibt immer ein „ja, aber“. Es ist nie genug. Das nennt sich „Impostor Syndrom“ und kann dein ganzes Leben vermiesen. Daraus werden dann häufig „Overachiever“, die alle überholen und nie zufrieden mit sich selbst sind. Meine Güte, wo willst du denn hin? Versuche, im Jetzt zu leben und nicht irgendwo in der Zukunft.

7.        Setz dir konkrete, halbwegs realistische Ziele
Ja, um zu wachsen, musst du Risiken eingehen. Aber wenn du heute fliegen lernen willst, kannst du nur scheitern. Es gibt Leute, die sich konstant selbst überschätzen, und das kann auch böse enden. Das wiederum heißt Dunning-Kruger-Effekt, man kann ihn wohl bei Fernsehsendungen erleben wie … naja, diese Casting-Sing-Sendungen mit dem braungebrannten Typen halt. Und das wollen wir nicht, nein.

8.        Hab keine Angst, Fehler zu machen
Ändere deine Einstellung zu „Fehlern“. Du musst, musst, musst sie machen. Das gehört zum Spiel, daran wächst du, und vor allem ist es überhaupt nicht peinlich, im Gegenteil, du lebst und wächst weniger, wenn du sie nicht machst. Du bist immer noch ein Mensch, auch wenn du ein Superheld bist (yeeeeha!).

9.        Sei eine coole Person
Nun zu der Sache, zu der ich einfach IMMER ermahnen möchte: Egal, wie sehr du ab jetzt superheldenhaft durchs Feld ziehst, versuche gut zu deiner Umwelt zu sein und deine neu gefundene Superpower (auch) für Gutes zu nutzen. Zieh die Ellenbogen ein, hilf Leuten auf ihrem Weg, sei geduldig und hör bitte auf, Passanten umzuwuchten, wenn du dich an Lianen durch die Innenstadt schwingst, das ist anstrengend.

Los geeeeeht’s!

Fotocredit: leopardmedia

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