Produktivität und so: Mehr Zeit zum Feiern mit diesen 5 Apps

Ich war nie ein großer Freund von Apps. Damit kann man seinen Rechner und sein Handy genauso zumüllen wie den Klamottenschrank (beides ist bei mir wirklich gähnend leer). Viele Apps sind Quatsch. Tschuldigung, aber ich kann mein Handy schon selber an- und ausschalten. Aber Ausnahmen gibt’s:

Das Leben ist nämlich ein Chaotisches und lässt sich nicht komplett planen – zum Glück. Aber manche Phasen sind dann noch sportlicher. Dass ich zurzeit in so einer stecke, habe ich schon mal dezent angemerkt. Und eins lerne ich gerade: Wenn die Dinge drumherum machen, was sie wollen, machst auch du weniger, was du willst. Und dann ist es manchmal besser, Anweisungen zu folgen. Klingt das logisch?

Versteh mich nicht falsch, ich hasse es, Anweisungen zu folgen. Ratschläge gehören dazu, schrecklich, furchtbar, grausam! Aber sonderlich clever ist dieser Alleingang halt nicht.

Nun gut. Ich stell mir dann einfach vor, ich BEAUFTRAGE die anderen, mir Ratschläge oder Richtung zu geben. Dann fällt’s leichter. Ich übe das jetzt. Und ich nutze auch kleine technische Helfer mehr als sonst. Das ist echt eine Wohltat. Denn mit jeder Entscheidung verbrauchst du Willenskraft. Darum ist es besser, so viele Entscheidungen wie möglich outzusourcen.

Hier meine derzeitigen Tools für Rechner und Handy – wild durcheinander.

1. Selftracking mit Timing

Kennst du das? Es sammeln sich so viele To-Dos an, und du machst tausend Sachen auf einmal. Und dann naht der Abend, du bist im Arsch, hast aber keine Ahnung, was du die ganze Zeit getrieben hast.

Tracking ist eigentlich das Zauberwort. Wenn du deine Tätigkeiten notierst, kannst du beobachten, womit du genau deine Zeit verschwendest. Aber für mich ist es verdammt schwierig und zeitaufwändig, alle dreieinhalb Minuten einen Timer manuell zu starten und dann die Tätigkeit in eine Liste einzutragen.

Mit Timing muss ich das nicht machen, welch Freude! Die App trackt ganz von selbst, sortiert und addiert alles brav. Ich hab auch den Eindruck, ich arbeite schon effektiver, wenn hintendran eine Uhr läuft. Man kann sich doch super selbst verhohnepiepeln.

Kostet 10 Dollar, ich bin aber sehr froh, dass ich das Teil jetzt habe.

Rescue Time trackt deine Zeit kostenlos, hab ich aber noch nicht ausprobiert. Kennt das jemand hier?

Noch krasser scheint übrigens Vitamin R zu sein. Die App misst deine Zeit und sagt dir, wann du aufhören und Pause machen sollst, wann du Mails checken oder surfen darfst. Für kleine Tigers darf ich aber noch allein gehen, ja? Werde ich auf jeden Fall noch ausprobieren.

Vitamin R kostet je nach Paket schon was.

2. Obenrum frei machen mit Headspace

Ich bin ein großer Befürworter von Meditation. Es ist DIE Tätigkeit, die dich näher zu dir selbst führt und gleichzeitig von unwichtigen äußeren Einflüssen distanziert. Ach, die Vorteile von Meditation passen gar nicht in diesen Text. Auf die Produktivität zahlt das dann indirekt ein, weil Meditation deine Konzentrationsfähigkeit fördert.

Gerade in komischen Phasen ist Meditation wichtig zum Runterkommen, aber fällt dann umso schwerer, klar. Normalerweise meditiere ich frei, aber gerade nicht nur.

Manche geführte Meditationen nerven. Ich finde hohe Frauenstimmen oft sehr anstrengend. Headspace fühlt sich okay an. Der Typ, der die App entwickelt hat, ist außerdem sympathisch. Aber jeder muss seins finden.

Von Headspace gibt es eine kostenlose Version.

3. Zeitfresser blocken mit Self Control

Self Control hilft dir mit dem Fokus. Du kannst für eine bestimmte Zeit die Seiten blocken, die dich ablenken aka in den Sumpf der Bilder von Brüsten und Smoothies und Schuhen hinabziehen. Ich finde diesen Totenkopf auch sehr hübsch.

Self Control ist kostenlos.

4. Freunde, äh, Kollegen treffen mit Zoom

Ob du ein Team-Meeting einberufen willst oder dich mit deinen Freundinnen über Nagellackdesign unterhalten – das kannst du überall auf der Welt tun. Zoom ist ein recht einfaches Tool für Online-Video-Konferenzen. Schön für Menschen, die viel unterwegs sind. Jetzt müssen wir das nur noch Arbeitgeber und Kunden beibringen, dass wir halt leider vom Strand aus meeten wollen. Hallooo.

Auch hier gibt es verschiedene Pakete, die allerdings monatlich kosten.

5. Interval Timer für tägliches Training

Das Angebot an Sport-Apps ist natürlich riesig, aber manche nerven, andere sind unfähig. Glaub mir, da kenne ich einige.

Mir persönlich reicht erstmal ein Interval Timer, mit dem ich hochintensives Training jederzeit und auch auf einem Hotelklo machen könnte. Du kannst die Zeiten selbst einstellen (z.B. 50 Sekunden hohe Intensität, 10 Sekunden niedrige Intensität), die Übungen selbst zusammenstellen (z.B. erst Burpees, dann Squats). Nur frühzeitig flüchten kannst du nicht, weil du durchtrainieren musst, bis das Teil piept.

Es gibt mehrere kostenlose Interval Timers fürs Handy.

Codyapp bietet dagegen, so sieht’s aus, ein tolles geführtes Training an. Das Online-Gym kostet natürlich, aber es dürfte sich lohnen. Da trainieren fähige Leute, die mir von Instagram bekannt sind wie z.B. @twobadbodies. Ich will halt diesen verdammten Handstand irgendwann können, argh.

Foto: Lifeofmarie

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