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Eine Ode an die Träume: So findest du dein Feuer.

Zu mir kommt öfter der ein oder andere Freund und erzählt mir, dass er mich um meine Leidenschaften und meine Missionen beneidet. Dieses Feuer, das antreibt. Der will mir dann erzählen, er hätte sowas nicht. Und dann die große Frage desjenigen:

„BIN ICH LANGWEILIG?“

oder

„IST DAS ALLES IM LEBEN?“

Andere Freunde aus unserer Generation sind weniger konkret und beschreiben, dass sie sich „irgendwie leer“ fühlen. Dass ihnen etwas fehlt. Manche fühlen eine undefinierbare Unzufriedenheit, finden Job oder Studium sinnlos und haben den Eindruck, kein erfülltes Leben zu leben. Das mache sie wiederum uninteressant für andere, was am Selbstbewusstsein zerrt.

Leuchtende Augen sind alles und sexy.

Welche Aussage da oben auch immer auf dich passen mag, es läuft alles darauf hinaus, dass du dich aus mehreren Gründen auf kleiner Flamme hältst, weil du behauptest: „Ich bin leidenschaftslos,“ oder „mich interessiert einfach nichts wirklich,“ oder „ich bin nicht diszipliniert genug / untalentiert,“ oder was auch immer für eine Scheiße du dir da selbst erzählst.

Denn: Es stimmt nicht. Ich glaub’s einfach nicht, da könntest du dich auf den Kopf stellen und auf dem Kopf im Kreis hüpfen. Für mich hat jeder Mensch eines oder mehrere Flämmchen, die darauf warten gezündet zu werden. Für mich ist jeder Mensch ein Künstler,  ein Sportler, ein Held oder Weltretter in seinem Rahmen. Und fuck you, wenn du mir widersprechen willst.

Ja, es gibt Menschen, die sind völlig zufrieden und glücklich in ihrer Routine im klischeehaften Reihenhäuschen mit weißem Zaun, Kresse auf der Fensterbank und Bürojob. Aber wenn die glücklich sind, haben sie ihren eigenen Traum schon gefunden. Ihr Idee davon sieht halt nur anders aus als deiner. So what? Und hier kommen wir wieder an meine Punkte zu deinem Selbst:

1. Hör auf, vor dir selbst wegzulaufen.

Du kannst dich super mit den Problemen anderer beschäftigen und dabei Lob und Anerkennung kassieren. Das ist nett, aber das bringt dich nicht weiter. Auch tagelanges verdrogtes Feiern oder Rumficken macht dein Leben nicht spannender. Nein, sorry, das kannst du höchstens mal nett finden, aber es ist nicht zu verwechseln mit einem erfülltem Leben. Auch Shopping oder anderes Konsumieren bis zum Umfallen gibt nur einen kurzfristigen Kick in der Glückskurve. Das alles ist Ablenkung von dir selbst.


2. Hör auf, dir fremde Träume „überzustülpen“.

Viele meinen, um ein interessantes, spannendes Leben zu führen, müssen sie irgendwas Krasses machen. Sowas wie eine Weltreise auf Rollschuhen oder Bungeejumping aus dem Helikopter und dabei den sterbenden Schwan performen. Aber wenn das nicht genau DEIN „Traum“ ist, dann hilft das alles nix. Denn aufgerissene Augen, wenn du voller Panik an der Helikoptertür stehst und dir in die Hosen scheißt, ist jetzt nicht so ganz das, was ich meine.

Andere denken, sie müssten berühmt, reich, preisverdächtig und mindestens zum König von Monaco werden, wenn sie ihre Träume erfüllen. Auch Quatsch – und oft nicht mal möglich, und deswegen ist Frust vorprogrammiert.

Es geht nicht darum, dass die Außenwelt dein Leben als geil einstuft, sondern dass du es geil findest. Es geht um dein ganz eigenes Feuer. Scheißegal, ob das eine Mäusebändigernummer ist oder das Töpfern von Zahnbürsten. Solange deine Augen dabei leuchten, wenn du davon erzählst, ist es wunderbar.

Neulich hat mir einer derartig glückselig von seiner Kräutersammlung erzählt wie vom spannendsten Superheldenagentenactionfilm aller Zeiten. Großartig war das. Ehrlich großartig und liebenswert. Augenleuchten bedeutet, du bist glücklich und dadurch bist du automatisch spannend und eine Inspiration für andere. Darum geht’s. Nicht um Millionen.

3. Hör auf, im Außen zu suchen.

Bei mir landen immer wieder Aussagen wie: „Wenn ich erst einen Freund hätte… Wenn meine Kumpels bloß cooler wären… Wenn meine Mudder doch nur den Vadder von der Schwester sei’ Hamster… dann wäre ich meinen Träumen viel näher.“

Bullshit. Du kannst nicht immer auf die anderen warten und dich nicht auf andere verlassen. Dann wartest du ewig. Du. Dein Leben. Deine Verantwortung. Deine Entscheidungen. Dein Feuer.

Und hier noch ein paar Tipps, um deine Träume zu finden.

4. Lerne dich selbst kennen.

Klingt leicht esoterisch, aber ist der Schlüssel. Studiere und beobachte dich: Was kannst du stundenlang machen? Wobei vergisst du die Zeit? Was interessiert dich? In welchen Momenten kannst du nicht mal pinkeln gehen, weil du nicht aufhören willst mit dem, was du gerade tust?

Probiere Aktivitäten aus. Wie fühlen die sich an? Es gibt soooooo viele Dinge, die du tun kannst. Du musst nicht sofort perfekt darin sein. Und wenn du eben erstmal mit Helm skatest, hehehe.

Unterhalte dich mit guten Freunden, denen du vertraust. Wie sehen sie dich?

Die meisten Leute haben keine Ahnung von sich selber, schlimm ist das und die Ursache fast aller Probleme. Die Gründe dafür liegen zum Teil in den obigen Punkten. Aber auch darin, dass sie sich nicht mit den Dingen auseinandersetzen wollen, die sie unglücklich machen. Aus Angst. Das ist aber klar: Wenn du das finden willst, was dich glücklich macht, wirst du möglicherweise automatisch auf das stoßen, was dich belastet. Hab keine Angst davor, das ist nur heilsam.

Dein Feuer zu finden ist eine Reise in dich selbst – ein Abenteuer.

6. Sei ein peinliches, albernes Kind.

Vor zwei Tagen hat mir ein völlig fremder Mensch gesteckt, wenn er mich sieht, sieht er ein fünfjähriges Mädchen. Das war auf einem Businessevent, wohlgemerkt. Ähja, hüstel. Ich sehe es mal als Kompliment.

Dein inneres Kind kann dir sauviel über das offebaren, was du liebst. Ein Kind ist viel intuitiver und nicht so von Gedanken, Zweifeln, dem inneren Zensor limitiert. Wenn du möglichst viel Blödsinn machst – und glaube mir, ich mache sehr sehr viel Blödsinn – um die Ecke denkst und spontan handelst, entfesselst du deine Kreativität und kommst auf Dinge, die so total neu sind.

Unterhalte dich mit dem Kind in dir – auch wenn sich das komisch anfühlt – stelle dir dich als Kind vor und frag es, was es jetzt gerne machen würde und ob du mit ihm spielen darfst. Erinnere dich, was deine liebsten Hobbys waren. Hast du gerne gemalt, geturnt, im Dreck gewühlt, auf der Wiese gelegen und die Welt umarmt (den Quatsch habe ich gemacht, klar)?

7. Auf wen bist du neidisch?

Neid (nicht zu verwechseln mit Missgunst, die ätzend ist) gegenüber anderen kann dir sehr viel über dich zeigen. Wenn du jemanden siehst, der ein freies Leben lebt und viel im Hippiebus durch die Gegend reist, pisst dich das heimlich an? Hat jemand eine Band und dödelt mit seinen Bandmitgliedern durch die Weltgeschichte, und irgendwie sehnst du dich auch danach? Ja dann ist wohl klar, wo dein Feuer versteckt ist.

Schau dich um, die Welt ist vollgepackt von den unterschiedlichsten Lebenskonzepten, die dich inspirieren können.
8. Letzter Tipp: Akzeptiere vermeintliche „Abstriche“ (die keine sind).

Wenn du deine Feuer gefunden hast, dann geht der Spaß richtig los. Ich habe neulich mein Manuskript in den Händen gehalten und angefangen zu schniefen, weil ich so glücklich darüber war und mein „Baby“ einfach liebe. Und weil ich mir selbst bewiesen habe: Es ist möglich. Krass war das.

In dem Teil stecken sechs Jahre Arbeit, Tränen, Abstürze, Zweifel, Phasen ohne Kohle. Aber ich bin drangeblieben, weil es nun mal mein Leben ist. Auch wenn andere meinte, ich hätte sie nicht mehr alle.

Auch du wirst je nach Intensität deines Feuers an Momente kommen, in denen du dich fühlst, als müsstest du für deine Träume auf etwas „verzichten“. Freitzeit. Feierei. Du wirst dich manchmal auch überwinden müssen zur Arbeit daran. Aber mit jedem Jahr, in dem du dranbleibst, werden deine Träume immer echter und dein Leben spannender.

Scheiß auf die „Freizeit“, die du ohnehin meistens mit Facebook vergammelst. Abgesehen davon, ist deine Freizeit ja für deine Träume gedacht. Scheiß auf „Freunde“, die nicht verstehen, dass du deinen Weg gehen musst. Scheiß darauf, was andere an dir rummäkeln. Scheiß auf: „Werde endlich erwachsen“. Auch an solche kritischen Momente wirst du vielleicht kommen. Und Luxus macht auch nicht glücklich.

So, also los jetzt! Du bist nicht langweilig, sondern ein aufregendes, kreatives und intuitives Wesen mit vielen Flämmchen in dir, die zum großen Feuer werden wollen.

Und wenn du mir jetzt mit den oben genannten oder anderen Ausreden kommst, dann fahre ich persönlich bei dir vorbei und trete dir in den Arsch.

Viel Glück, du Kind und ihr Kinder!

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