Wenn ein kleines entrücktes 200-Einwohner-Dorf inmitten zauberhafter Natur durch progressive Musik, zeitkritische Kunst und ein klares Plädoyer für eine offene und vielfältige Gesellschaft zum Ort gelebter Utopie wird, heißt es wieder „Auf Anfang! Musik, Kunst & Solidarität“! Veranstalter dieses spektakulären Events ist die Initiative für Freizeit und Musikkultur e.V., alle Infos zum Festival erhaltet ihr in diesem Artikel, außerdem zwei ausführliche Interviews mit den Gründern und Vereinsvorsitzenden Norman Schäfer und Tobias Mittag.

Der ehemalige Dreschplatz in der kleinen Nahe-Hunsrück-Gemeinde Auen wird am 26. und 27. Juli zu einem popkulturellen Zentrum. Nicht weniger als 18 Musik-Acts aus ganz Deutschland und aus dem Ausland garantieren spannende musikalische Entdeckungen aus Pop, Rock, Electro, Jazz, Liedermacher und Hip-Hop. Die Headliner sind der Synth-Pop Künstler „Ryvage“ aus Luxemburg, das Indie-Trio „Sparkling“ aus Köln sowie die Berliner Post-Punk-Band „Gewalt“.

Die Initiative für Freizeit und Musikkultur möchte mit dem ambitionierten und ganzheitlichen Konzept nicht nur kulturelle Impulse im ländlichen Raum setzen, sondern auch einen bedeutenden zivilgesellschaftlichen Beitrag zur Förderung einer offenen, vielfältigen und demokratischen Gesellschaft leisten. Der Fokus zielt sowohl auf aufstrebende Musiker und künstlerische Aktionen wie Performances oder Ausstellungen sowie Angebote zur politischen und kulturellen Bildung. Zusätzlich schärfen unzählige spannungsvolle Talks, Lesungen und Debatten den Blick für gesellschaftsrelevante Facetten. Als Teil des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2019 setzt sich das Festivalprogramm genreübergreifend mit dessen Thema „heimat/en“ auseinander. Im Zusammenspiel mit der idyllischen Einbettung und der vielfältigen Besucherschaft ist „Auf Anfang!“ gelebte Utopie und ein starker Ausdruck für eine bessere angestrebte Zukunft aller.

Die Organisation bringt so einige marketingstrategischen Herausforderungen mit sich, gerade vor dem Hintergrund, dass das Festival in der 200-Einwohner zählenden Gemeinde Auen, inmitten einer ländlichen Region, über die Bühne geht. So wurde in einem Jahr Vorbereitungszeit ein weitläufiges Netzwerk aus Förderern und Partnern aufgebaut, es wurden regional und überregional Flyer und Plakate distribuiert sowie intensiv über die Sozialen Medien geworben. Auch organisatorisch und infrastrukturell haben die Veranstalter viel bewegt, etwa mit der Einrichtung eines Shuttle-Busses, um die Anreise auch ohne eigenes Auto zu ermöglichen, oder der Bereitstellung von nachhaltigen Komposttoiletten. Aber diese Anstrengungen werden bewusst in Kauf genommen, denn „Auf Anfang!“ soll schließlich etwas bewegen. So soll der Dialog zwischen Stadt und Land gefördert, eine reflektierte Sicht auf die Herausforderungen unserer Zeit geboten sowie und ein klares Zeichen gegen Rassismus, Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und sonstige diskriminierende Weltanschauungen gesetzt werden. 

Die Festival-Premiere im Juli 2017 startete mit einem Paukenschlag. Dreizehn Bands und DJs aus dem In- und Ausland, zeitkritische Plakatkunst sowie Aktionen zur politischen und kulturellen Bildung sorgten für ein hochkarätiges Programm inmitten wunderschöner Natur. Die Gäste reisten dafür nicht nur aus der näheren Umgebung an, sondern auch aus den umliegenden Großstädten wie Mainz, Frankfurt, Mannheim, Saarbrücken, Darmstadt und sogar aus Regionen weit darüber hinaus. Rund 1200 Besucher aller Altersstufen waren Teil des zweitägigen Pionierprojekts und hauchten „Auf Anfang!“ Leben ein. Für die einen war es die inhaltliche Qualität, die idyllische Einbettung oder die liebevolle Dekoration, für die anderen die fruchtbaren Interaktionen oder der Pioniercharakter – was sie vereinte, waren Begeisterung, Verblüffung und Faszination hinsichtlich des ganzheitlichen Festivalrahmens.

Wir haben uns mit den beiden Vorstandsvorsitzenden Norman Schäfer und Tobias Mittag von der Initiative FM über dieses grandiose Festival in zwei Interviews unterhalten.

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PROGRAMM

Nicht an das Festivalwochenende gekoppelt ist ein literarisches Werk von Sophie Baumberg. Sie war im Vorfeld als „Artist in Residence“ mehrere Tage im Festivaldorf und verarbeitete ihre Erlebnisse. Der Text wird nach dem Festival veröffentlicht.

KUNST, KULTUR UND MUSIK ACTS

SPARKLING (Köln): Sparkling liefern ein hochverdichtetes Konzentrat von Postpunk- und Indie-Attitude. Unglaublich präzise und konzentriert reduzieren sie die Strukturen zeitgenössischer Rockmusik auf das wesentliche und paaren das mit unbändiger Leidenschaft, Hingabe, Wut und Energie. Ihre Songs sind überaus konkret, weil direkt physisch erfahrbar. Mit exakt abgezirkelter Wucht probt das Powertrio die Ekstase, die sich von der Bühne sofort aufs Publikum überträgt. Der „Musikexpress“ bezeichnete Sparkling als „Next Big Ding“!

RYVAGE (Luxemburg): Ryvage erkundet die Gratwanderung zwischen Harmonie und Chaos und lädt seine Hörer mit erzählerischen Tracks zu einer Reise auf synthetischen Klangwänden und stark verarbeiteten Vocals ein. Seine von Synthesizern dominierten Produktionen sowie deren Visualisierungen sind eine Reflektion einer persönlichen Obsession, welche 80er Sci-Fi-Filmsoundtracks, industrielle Electronica, elektronische Popmusik, immersive Installationskunst und Widerhalle französischer Literatur umfassen.

GEWALT (Berlin): Gewalt verdichten mit radikalstem Ausdruck die Unmöglichkeit und Unumgänglichkeit der menschlichen Existenz. Die Fassade sind Beats von der Maschine, klirrende Gitarren, das Getöse, der Schalldruck und die Abwesenheit von Licht. Das riecht nach Industrial oder Noise. Allerdings scheinen sich Gewalt eher für Künstler wie Daft Punk, Einstürzende Neubauten, Klaus Kinski oder Pharell Williams zu interessieren als für vermeintliche Artgenossen wie Big Black oder Ministry.

KALA BRISELLA (Berlin): War das Trio aus der Hauptstadt mit dem 2017 veröffentlichten Debüt noch deutlich näher an einem raueren, post-punkigen Schrammelrock, entzücken Kala Brisella auf ihrem neuen Album durch die Bandbreite der Stimmungen. Sind es hier Gefühle, die einen streicheln, fährt es einem beim nächsten Titel durch Mark und Bein. Dazu clevere, lyrische Texte, die auch mal den Geist der Band „Ja, Panik“ atmen und nicht nur monothematisch um die gewohnt hippe Post-Teenage-Angst zirkulieren. Es geht um mehr!

LAUTER BÄUMEN (Köln): „Alles könnte noch beschissener werden. Im Wissen darum hat sich die Kölner Band Lauter Bäumen ganz dem Realismus verschrieben. Zu kantigen Gitarren singt sie über Hunde mit Holzbeinen und Unterhosen mit Elefantenmotiv. Ihr Debütalbum ist ein grandioses Plädoyer für die Wahrhaftigkeit.“ schrieb das Musikmagazin SPEX. Lauter Bäumen machen einen rauen in den 90ern verwurzelten Indierock, in dem sich Abgründe auftuen, aber auch eine ganze Portion Poesie und Hoffnung steckt.

KLEISTER (Berlin / Mannheim): Heinrich war Kleist, doch sie sind Heinrich von Kleister und Lukas von Beathoven, die sich hier aus dem Sumpf des deutschen HipHop ausgraben. Die herrlichen Beats schwanken zwischen meisterlichem Jazzpiano und derbem Synthi-Trash mit live geloopter Beatbox. Die stark metaphorischen, kraftvollen Texte lassen an die Tradition deutscher Dichter und Schriftsteller denken, wobei der rotzfreche Vortrag mit heiserer Stimme die teilweise kafkaesken Metaphern smooth wie ein Babypo klingen lässt.

DOWN WITH THE GYPSIES: Down with the Gypsies lassen mit ihrem transzendentalen Sound die Zeit stillstehen. Die warme durchdringende Stimme von Sängerin Gaba Wierzbickas sowie die Bezüge zu Psychedelic, Folk, Blues, Krautrock und Weltmusik entrücken in einen traumhaften Kosmos, der an einen Film-Soundtrack erinnert. Die Hörer dürfen sich auf einen abenteuerlichen Ritt durch fremde Welten und das innerste Selbst gefasst machen.

BLACK PROJECT (Mannheim): Black Project improvisieren im Kollektiv, komponieren in großen Bögen und kreieren Bilder im Kopf des Zuhörers. Farben spielen eine tragende Rolle, die in hellen und tief dunklen Tönen strahlen. Eine Prise Blues, eine gehörige Portion rockender Klangästhetik, eine Menge hochenergetischer Dreck a la Hendrix und ein unermesslicher Spielraum a la Miles Davis’ „Bitches Brew“ bilden diese musikalische Mixtur, die man wohl am ehesten als ein Space-Jazz-Psychedelic Rock-Amalgam bezeichnen kann.

CONTROLLERS (Idar-Oberstein): Als Lokalmatadoren können die Controllers aus Idar-Oberstein gelten. Sie nehmen die Besucher mit in die New-Wave-Schuppen gegen Ende der 1970er und 1980er Jahre. Ein gutes Gespür für Songstrukturen und Melodien zeichnet sie aus und ihre Songs haben spannende Bezüge zu The Cure, The Cars oder den frühen R.E.M.

MUT ZUR WUT (Plakatkunstfestival): Zum zweiten Mal ist “Auf Anfang!” Ausstellungsort des internationalen Plakatkunstfestivals „Mut zur Wut“ und damit zusammen mit Mannheim und Heidelberg Schauplatz des tiefsinnigen visuellen Widerstandes. Ästhetisch, kritisch und aussagekräftig setzen sich die Kunstwerke mit globalen Missständen auseinander. Die Plakate wurden aus über 3.000 Einreichungen von über 1500 Teilnehmern aus 66 Ländern von einer internationalen Jury ausgesucht. Das kleine Dorf Auen reiht sich somit in die Liste der bisherigen Wanderausstellungsorte wie Mannheim, Berlin oder London ein.

DIE SEGEL (Performance): Das Künstler-Kollektiv „Die Segel“ aus Frankfurt a.M. und Offenbach nimmt sich in einer eigens für “Auf Anfang!” kreierten multimedialen Performance dem Kultursommer-Thema “heimat/en” an.

DIE OFFENE GESELLSCHAFT (Ausstellung und Debatte): Die Initiative „Die Offene Gesellschaft“ begibt sich unter dem Motto „Die offene Gesellschaft in Bewegung“ auf eine ungewöhnliche Reise quer durch die Republik. In zehn Städten und auf fünf Festivals geht es im Rahmen von Ausstellungen, Debatten, Workshops oder Kunstaktionen um die Frage „Welches Land wollen wir sein?“.

TOBIAS BURDUKAT / “DORF DER JUGEND“ (Talk): Tobias Burdukat ist als Sozialarbeiter im Bereich offene Kinder- und Jugendarbeit in Grimma aktiv und arbeitet dort im „Dorf der Jugend“, dessen Konzept er erarbeitet hat. Das Vorzeigeprojekt mit bundesweiter Strahlkraft, versucht junge Leute zu Eigenständigkeit und Selbstständigkeit zu bringen und kämpft engagiert gegen Rechtsextremismus in Sachsen. Ganz grundlegend für seine Arbeit mit Jugendlichen ist ein humanistisches Weltbild, in dem Werte wie Selbstbestimmtheit und die Notwendigkeit eines solidarischen Miteinanders fest verankert sind. Bei “Auf Anfang!” spricht er über die stark verwurzelte rechtsextreme Szene in Sachsen, die Chancen und Herausforderungen des Projektes “Dorf der Jugend” sowie – in Anlehnung an das Thema des Kultursommer Rheinland-Pfalz – über den Begriff “Heimat”.

FILM “JORDANIEN. LAND DER GEFLÜCHTETEN” / OLIVIA SAMNICK & PHILIPP LIPPERT (Talk und Infostand) – Das Wort „Flüchtlingskrise“ hing ihnen zu den Ohren raus und es war Zeit für frischen Wind. Guter Journalismus ist ein Communityprojekt, dachten Olivia (24) und Philipp (22) und machten Crowdfunding für einen Non-Profit Dokumentarfilm: Jordanien. Land der Geflüchteten. Im März 2019 begleiteten sie Geflüchtete in Jordanien, die ihren neuen Communities helfen – dort, wo jeder Dritte zuvor seine Heimat verlassen musste. Von Amman bis zum größten syrischen Flüchtlingslager sammelten sie 5 persönliche Geschichten. Bei “Auf Anfang!” berichten die beiden von Ihren Erfahrungen.

BUCH “WOHIN MIT EUROPA?” – DANIEL EICHENBERG, ROMAN WINNICKI, NICCOLO PARAGINI (Talk und Infostand): Neun junge Autoren aus sieben verschiedenen Ländern diskutieren eine Zielsuche für Europa. Im Buch „Wohin mit Europa?“ wird die Frage aufgeworfen, wie Europa einem vergrößertem Lebensradius der Menschen gerecht werden kann. Und wie sich durch jenen vergrößerten Lebensradius der kulturelle und ethische Anspruch der Menschen verändert. Die jungen Schriftsteller nutzen dabei ihre internationale Unbeschwertheit und führen das neuerlebbare Potenzial vor Augen, das heutige Europa weiterzuentwickeln. In unserem Talk stellen Daniel Eichenberg, Roman Winnicki und Niccolo Paragini vor dem Hintergrund des Buches Europa als Lebensgefühl vor und gehen im Hinblick auf den Kultursommer Rheinland-Pfalz auf europäische Heimat/en ein.

SOPHIE BAUMBERG / LITERATUR: Die junge Autorin Sophie Baumberg (Frankfurt am Main) setzte sich als „Artist in Residence“ im Vorfeld des Festivals literarisch mit dem Thema “heimat/en” auseinander. Sie verarbeitet ihre Erlebnisse und die Stimmung im Hinblick auf „Auf Anfang!“ in einem literarischen Reisebericht. Sophie Baumberg war 2017 Preisträgerin des Bundeswettbewerbe Berliner Festspiele und Stipendiatin der Stiftung Niedersachsen beim Literatur Labor Wolfenbüttel. Sie ist dreimalige Preisträgerin des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen. 2019 gewann sie den Wortmeldungen-Förderpreis der Crespo Foundation.

TICKETVORVERKAUF

Im Vorverkauf sind die Eintrittskarten online über die zentrale Website www.initiative-fm.de  sowie in den Filialen des Wochenspiegels in Bad Kreuznach, Idar-Oberstein und Simmern  erhältlich. Die Festivaltickets gelten für beide Tage und kosten 33,00 € zzgl. 1,00 € Gebühr, an der Tageskasse beträgt der Preis dafür 40,00 €. Tagestickets sind für 16,00 € (26.7.) bzw. 20,00 € (27.7.) zzgl. 1,00 € Gebühr erhältlich. Kinder bis einschließlich 14 Jahren haben freien Eintritt. Jugendliche von 15 bis einschließlich 18 Jahren können „Teenage-Tix“ für das gesamte Wochenende für 20,00 € zzgl. 1,00 € Gebühr erwerben. Mit dem 5-Freunde-Ticket bieten die Veranstalter eine günstige Möglichkeit, das Festivalwochenende in der Gruppe zu erleben. So belaufen sich die Kosten pro Person auf nur 30,00 € zzgl. 1,00 € Gebühr.

CAMPING

Alle Festivalgäste sind herzlich dazu eingeladen, den Zeltplatz zu nutzen. Die Camping-Tickets sind ebenfalls über den Ticketshop erhältlich und kosten 10,00 € zzgl. 1,00 Gebühr. Darin eingeschlossen sind 5,00 € Müllpfand. Dieser wird bei Rückgabe eines gefüllten Müllbeutels zurückerstattet. Der Zeltplatz ist vom 25. Juli ab 15 Uhr bis zum 29. Juli um 10 Uhr nutzbar. Auch Wohnmobilstellplätze sind vorhanden. Diese müssen per Mail an initiativefm@gmail.com angemeldet werden.

SHUTTLE-BUS und ÖPNV

Um auch die Anreise ohne Auto attraktiv zu gestalten, ruft die IFM einen Shuttle-Bus ins Leben, der an beiden Festivaltagen in bestimmten Zeiträumen zwischen dem Bahnhof in Bad Sobernheim, dem Gemeindesaal in Meddersheim, dem Bahnhof und dem Marktplatz in Monzingen sowie dem Festivalgelände in Auen verkehrt. Fahrgäste dürfen für 7,00 € zzgl.  1,00 € Gebühr im VVK beliebig oft den Shuttle-Service nutzen. „Wir freuen uns, den Besuchern unseres kleinen Festivals einen Shuttle-Bus anbieten zu können. Zusammen mit Scherer-Reisen aus Gemünden schließen wir so eine Lücke im öffentlichen Nahverkehr. Auf diese Weise können die Gäste problemlos ohne eigenes Auto anreisen, und das gilt sogar für Zugreisende aus Mainz, Frankfurt, Saarbrücken oder darüber hinaus.“, betont Norman Schäfer vom Vorstand der IFM. Am Festival-Freitag zirkuliert der Shuttle-Bus von 14 bis 19 Uhr sowie von 01 bis 04 Uhr, am Samstag von 11 bis 18 Uhr sowie von 01-04 Uhr und am Sonntag zur Rückreise von 11 bis 14 Uhr. Zeltgäste können mit dem öffentlichen Personennahverkehr vom Bahnhof in Bad Sobernheim bereits am Donnerstag, den 25. Juli um 12:09 Uhr sowie um 17:50 Uhr anreisen.

JUGENDSCHUTZ

Die gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz gelten auf dem gesamten Festivalgelände und Campingplatz. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren dürfen das Festival nur in Begleitung eines Sorgeberechtigten besuchen. 16- und 17-Jährige ohne Sorgeberechtigten oder Erziehungsbeauftragten müssen das Festival um 24.00 Uhr verlassen. Am Eingang werden Alters- und Ausweiskontrollen stattfinden. Der Einlass von Jugendlichen unter 18 Jahren ist nur nach Hinterlegung des “Partypasses” möglich. Dieser kann unter https://initiative-fm.de/#Festivalinfos-FAQ heruntergeladen werden.

VERANSTALTER: INITIATIVE FÜR FREIZEIT UND MUSIKKULTUR e.V.

Die Initiative für Freizeit und Musikkultur e.V. (IFM) ist ein gemeinnütziger Verein, der für ein differenziertes Freizeit- und Kulturangebot in der ländlichen Nahe-Hunsrück-Region eintritt. Mit anspruchsvollen Musik- und Kunstaktionen schafft die IFM temporäre Aktionsräume, die als offene Plattformen des sozialen Austauschs dienen. Die IFM sieht Potenziale, fernab von etablierten Örtlichkeiten, neuartige gesellschaftliche Zusammensetzungen zu erreichen und fruchtbare Interaktionen zu ermöglichen, die sich gegen homophobe, rassistische, xenophobe, sexistische und weitere diskriminierende Weltanschauungen richten. Der Verein wurde Ende 2016 gegründet und beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Mittlerweile engagieren sich über 40 Mitglieder für die Verwirklichung der Vereinsziele. Bemerkenswert sind deren Wohnorte, unter denen sich nicht nur Orte aus dem Nahe-Raum, wie Bad Sobernheim, Meddersheim oder Simmertal finden, sondern auch Mannheim, Mainz, Saarbrücken, Frankfurt, Darmstadt oder Maastricht. „Die Zusammensetzung unseres Vereins zeigt die Verbundenheit der Mitglieder mit der Region, selbst wenn diese schon lange nicht mehr dort wohnen, sowie das Bestreben, hier auf gemeinnütziger Basis einen neuen kulturellen Leuchtturm zu schaffen“, so Norman Schäfer. Den Vorstandsvorsitz hat Norman Schäfer inne. Nach seinem kulturwissenschaftlichen Studium in Saarbrücken ist er im Marketing der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen tätig. Dennoch ist er nach wie vor stark mit dem Nahe-Raum und seinem Heimatort Auen verbunden. Das Amt des zweiten Vorsitzenden wird von Tobias Mittag ausgeübt, der im Marketing desselben Museums arbeitet Als ausgebildeter Grafik-Designer zeichnet er zudem für die visuelle Kommunikation des Vereins und des Festivals verantwortlich.

WIESO VERANSTALTET DIE IFM DAS FESTIVAL?

Das Leitmotiv der Initiative für Freizeit und Musikkultur e.V. ist es, die Hunsrück-/Nahe-Region nachhaltig um ein reizvolles Kulturangebot zu bereichern und ein Zeichen für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft zu setzen. Allgemein stoßen ländliche Regionen auf große Herausforderungen. Politik und Zivilgesellschaft müssen sich aktiv für reizvolle Rahmenbedingungen einsetzen, damit strukturschwache Regionen attraktiv bleiben. Mit Auf Anfang! bringt die IFM Ort und Umland mit Zeitgeist, Kreativität, Offenheit sowie zivilgesellschaftlichem Engagement in Verbindung und schafft einen spannenden Aktionsraum mit urbaner Kultur im ländlichen Raum. Der geschlossene Ortsrahmen und die besondere Kultur- und Naturlandschaft bieten dafür einen idealen Rahmen.

FÖRDERER UND SUPPORT

Das Projekt wird gefördert durch die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und steht unter der Schirmherrschaft von Rolf Kehl (Verbandsgemeinde Bad Sobernheim) sowie Andreas Seidenzahl und Torsten Baus (Ortsgemeinde Auen).

STIMMEN ZUM FESTIVAL

„Das Konzept des Festivals ist vielversprechend und hat mich überzeugt. Ich freue mich auf dieses für unsere Region neue Format und bin mir sicher, dass es unsere Kulturlandschaft beleben wird.“ – Rolf Kehl – Verbandsgemeindebürgermeister Bad Sobernheim

„Als stark im Naheland verwurzeltes Unternehmen setzen wir uns hier schon seit langem aktiv für das gesellschaftliche Miteinander ein. Ich schätze den Pioniergeist der IFM und ihre professionellen Festivals, die stets voller Überraschungen stecken und unsere Region um einen kulturellen Leuchtturm bereichern.“ – Bruno Schneider – Geschäftsführer Schneider Bau Holding GmbH & Co. KG

„Wir freuen uns wieder bei ‚Auf Anfang!‘ dabei zu sein und ganz grundsätzlich die Arbeit der IFM unterstützen und mitverfolgen zu dürfen – das ist gelebte Offene Gesellschaft: spannende Diskussionen, gelebtes Miteinander und gute Laune!“ – Mascha Roth – Projektleiterin „Die Offene Gesellschaft in Bewegung“

„Das ‚Auf Anfang!‘-Festival 2017 war für unsere kleine Ortsgemeinde Auen eine große Bühne. Wie viele andere Besucher aus dem Umfeld war ich begeistert von der Qualität des Programms und dem kreativen Engagement der Veranstalter. Das bringt den ländlichen Raum voran!“ – Andreas Seidenzahl – Ortsbürgermeister Auen

„Ein tolles Projekt junger Leute, das mit seinem ganzheitlichen und auf Netzwerken fußenden Ansatz sehr gut zur ideellen Förderung des Regionalgedankens passt.“ – Dr. Rainer Lauf – Vorsitzender der Regionalmarke SooNahe (Partner der IFM)

„Mit der IFM möchten wir neue kulturelle Impulse in die Nahe-Region bringen, den gesellschaftlichen Austausch fördern sowie uns für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft einsetzen. Beflügelt werden wir hierbei durch die Früchte unserer Netzwerkarbeit und die Mithilfe von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern.“ – Norman Schäfer – Vorsitzender IFM e.V.

„In den letzten Monaten haben wir viele Veranstaltungen, Aktionen, Debatten und Diskussionen in Deutschland miterlebt, und es ist vor diesem Hintergrund umso beeindruckender, was in Auen passiert ist. […] Der Dreschplatz in Auen war an diesem Wochenende definitiv ein Ort der offenen Gesellschaft!“ – Yannis Haug-Jurgan – Campaigner „Die Offene Gesellschaft“ bei Auf Anfang! 2017

INFOTHEK

Initiative für Freizeit und Musikkultur e.V.

Tickets: https://aufanfang2019.tickettoaster.de/produkte

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Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCf6AfDJI4f1h8RSl2xdDztQ

Youtube Festival Playlist: https://www.youtube.com/playlist?list=PLX0RPKHWqJGxwP-IIf5v70_zGFVp_oO0Z

Spotify Festival Playlist: https://spoti.fi/2BsQHSX

Email: norman_schaefer@web.de  

Telefon: 0160-8217310

Foto Credits: Initiative FM, Norman Schäfer, artmetropol.tv, Enrico Bosten, Markus Below

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