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Körper tunen: 9 Trugschlüsse beim Sport

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Jede Art von Bewegung ist besser als keine. Großer Respekt gebührt den Mädels und Jungs, die mit Sport anfangen. Jeder Anfang ist knifflig, und die wichtigste Hürde ist erst einmal, dabei zu bleiben. Dieser Text richtet sich auch nicht an Leistungs- oder Profisportler. Aber wenn du WIRKLICH etwas an deinen Körper ändern möchtest, dann solltest du dir diese Sachen hier hinter die Löffel schreiben und vorher die falschen Gedanken streichen:

1) „Boah, siehst du sportlich aus. Hast sicher gute Gene!“

Falsch! Hinter einem sportlichen Körper steckt Arbeit. Für manche viel, für manche noch viel mehr, denn von gar nix kommt bekanntlich auch gar nix.

2) „Ich trainier soviel Bauchmuskeln, man sieht sie nur nicht!“

Ähja. Genau das ist ja der Trick. Und da kommen wir geich zum nächsten Punkt.

3) „Wenn ich richtig viel Sport mache, kann ich jetzt auch die 63 Stücke Torte essen.“

Sport allein reicht leider nicht, wenn du etwas ändern willst. Die Faustregel sagt, nur 20 Prozent kommen vom Training, 80 Prozent von deiner Ernährung. Für jede ungesunde Kalorie musst du arbeiten. Also lass es lieber gleich, oder hast du die Zeit? Nein. Abs are made in the kitchen, und das bedeutet, Ernährungsumstellung auf Dauer. Ist eh gesünder.

4) „Laufen, einfach laufen, hechel, nur laufen…“

Nichts gegen joggen. Sinn macht joggen als Add-On, wenn du zusätzlich was an deiner Kondition tun willst oder im Winter das Immunsystem stärken oder im Regen rennen oder den Mond begrüßen – alles super! Aber allein viel laufen stärkt und formt den Körper eben nicht. Es kann auf Dauer sogar schaden. Die Gelenke, klar, dann passiert das, was du oben auf dem Foto siehst, und das kann am Ende chronisch werden. Und auch wenn ich so einige Schönwetterjogger im Sommer sehe, hab ich vom Hingucken Schmerzen: Schultern hängen, krummer Rücken, keine Spannung, Fehlhaltung vorprogrammiert, Rückenprobleme winken schon. Ich hab das Gefühl, manche „Jogger“ benutzen ihr vieles Laufen einfach als Ausrede, damit sie sagen können, sie seien sportlich. Aber tut mir leid, um stark und sportlich zu sein, musst du aus deiner Komfortzone raus und in irgendeiner Form deine Kraft anzapfen. Und die AUSDAUER kannst du sogar zur gleichen Zeit trainieren. Mach mal ab 50 Burpees auf Zeit, dann weißt du, was ich meine. Ist halt ekelhafter als gemütliches Laufen. 🙂

5) „Wenn ich ganz viel innere und äußere Schenkel auf den creepy Frauenarztstuhl-Geräten im Fitnessstudio trainiere, baue ich Cellulite aka Reiterhosen ab. Yeah!“

Hast du schon mal eine Frau gesehen, die so richtig fette Abduktoren und Adduktoren hatte? Das sind die Muskeln, die deine Beine öffnen und schließen. Willst du das? Nicht unbedingt. Das versuchst du aber gerade zu trainieren. Und nein, damit verlierst du kein Fett, das funktioniert so gar nicht, also hör auf damit.

6) „Krafttraining macht Frauen männlich.“

Meine Güte, du sollst nicht Bodybuilder werden. Du musst ja auch nicht sehnig werden. Du hast einfach die Chance, deine Form aufzupolstern und damit zu straffen. Außerdem geht es hier nicht darum, einen perfekten Körper zu haben (um Gottes Willen, was heißt das eigentlich??), sondern darum, dass du dich in deiner Haut wohl fühlst, wie ein kleiner Hundewelpen in einer Schlammpfütze. Und stark und gesund bist. Strong ist the new sexy, glaub mir.

7) „Viel hilft viel“

Zum einen braucht der Körper Ruhephasen. Außerdem bist du irgendwann während eines langen Trainings sowieso so im Eimer, dass du nicht mehr an deine körperlichen Grenzen gehen kannst. Der Trick ist, kurze Trainingseinheiten, relativ wenige Wiederholungen durchzuziehen. Und zwar so mit Schmackes, dass du kurz vorm &$%& bist. Wenn du das richtig machst, kannst du noch 24 bis 36 Stunden danach Kalorien verbrennen. Das sagen zumindest die Trainer, die hochintensives Training propagieren. Findest du auch im Netz. Einfach mal HIIT (High Intensity Interval Training) oder Tabata Protokoll googeln.

8) „Viel vom Selben hilft viel.“

Jein. Viel von derselben Sache bringt ab einem bestimmten Grad nicht mehr so viel Fortschritt in Sachen Fitness wie am Anfang. Um beim Joggen zu bleiben, du kannst jahrzehntelang 7665 Stunden am Stück joggen, und es tut sich kaum was. Es ist wie im richtigen Leben: Routine killt den Fortschritt. Der Trick ist, den Körper jeden Tag zu überraschen und mit neuen Bewegungsabläufen zu fordern. Zwischendurch von mir aus auch mal Bäume klettern oder Gräben buddeln oder so. Hab Spaß mit der Abwechslung! Und das, worin du am schlechtesten bist, musst du natürlich besonders trainieren. Täglicher Muskelkater an verschiedenen (und seltsamen) Stellen garantiert.

9) „Ich fang gleich morgen an.“

Das Problem mit morgen ist: Es ist morgen. Und morgen ist halt nie jetzt. Blöd. Nochmal anders: Beim Sport geht es nicht darum, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, sondern es geht darum, Sport zu machen und fit zu sein und zu bleiben. Ab heute und für immer. Es gehört verdammt noch mal zu deinem Tagesplan. Niemand kann dich aufhalten. Also los, los, loooooos!

Bildquelle: Icke.

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