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Herbstlicher Weitblick über den Millstätter See: Kärnten Werbung, Franz Gerdl
 

Österreich jenseits von Mainstream-Tourismus: Thomas Helml vom Millstätter See

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Drei Discokugeln baumeln am Durchgang von der Bar zum Esszimmer. Eine Party war es auch, die den Erfolg der Villa Verdin begründete. Ein Freund Thomas Helmls wollte die Taufe seines Neffen hier feiern, als dieser mit der Renovierung des alten Gemäuers am Millstätter See längst nicht fertig war. Kinderbettwäsche wurde notdürftig aufgezogen, jemand hatte ein Klavier angeschleppt, das Dach war endlich dicht, im großen Topf dampften die Tagliatelle. Genug, um die Lebensfreude zu vermitteln, die das Sinnbild der Villa Verdin wurde. Das Perfekte im Unperfekten bescherte der Villa den ersten ausverkauften Sommer. Gäste brauchen genau drei Minuten, um sich zu Hause zu fühlen.

Dolce Vita am See

„Schon allein deswegen, weil wir keine Rezeption haben und jeder zuerst zu mir in die Küche muss“, lacht der Hausherr. Bei seinem Freund Salvatore am Lido hatte er gesehen, wie man Menschen mit unprätentiösen Gerichten glücklich macht. In der Villa Verdin grillt er Zucchiniblüten aus dem eigenen Gemüsegarten und serviert Barsch und Reinanke aus dem glasklaren Millstätter See. Dazwischen kümmert er sich um die Musik oder spielt mit den Gästen Backgammon. Früher hatten die Alliierten in dem Haus mit Spitztürmchen und bunten Ziegeln ihr Offizierscasino. Heute entspannen hier Großstädter in Hängematten und üben das Loslassen.

 

 

Zen üben in der Schönwetter-Zone

„Wenn du hier wegfährst, kennst du mindestens drei Vogelarten mehr“, weiß Thomas Helml.
Der ehemalige Reedereiagentur-Besitzer verliebte sich vor 16 Jahren in Millstatt. Damals schleppte sein Lebensgefährte Gianni ihn auf die Millstätter Alm, von der man an sonnigen Tagen bis nach Venedig und zum Großglockner sieht. „Und bei uns ist es immer sonnig“, schwärmt der Globetrotter. „Die Lage zwischen Tauern, Karawanken und Dolomiten hält die klassischen Adriatiefs fern.“ Stetiges Licht und Wärme lassen sogar Kiwis wachsen. Auf der Terrasse der Villa Verdin gedeihen sie an der Pergola über den Köpfen der Gäste. Bis in den Dezember hinein essen Besucher im Freien bei manchmal bis zu 20 Grad. Auf alten 50er-Jahre-Sesseln oder anderem zusammengewürfelten Mobiliar. Ein langsam gewachsenes Vintage-Sammelsurium. Mit eindeutigem Ziel: Gemütlichkeit.

Ein bunter Besucherhaufen

„Bei uns soll sich der Modedesigner aus Mailand ebenso wohlfühlen wie der einfache Arbeiter aus der Vorstadt“, betont Thomas Helml. Eben jene bunte Mischung spiegle nämlich auch seinen Bekanntenkreis wider. Ankommen, ausruhen, und das möglichst ohne Plan. Damit am Ende steht: „Jetzt habe ich zwar nicht wahnsinnig viel gemacht, bin aber unendlich erholt.“

 

“Ein einfacher Ort mit authentischer Küche, an dem sich Einheimische und Urlauber einfinden.”

Thomas Helml, Hoteldirektor

 

Interview mit Thomas Helml durch austria.info

austria.info: Verraten Sie uns einen Geheimtipp zum Relaxen und Abtauchen!

Thomas Helml: Der Gößgraben im Maltatal mit seinem Wasserfall und dem Speichersee. Da kommt das Schmelzwasser den Berg herunter, man badet völlig fernab jeglicher Zivilisation in einem breiten, seichten Bach mit türkisfarbenem, frischem Wasser. Ein tolles Natur-Spa-Erlebnis und quasi die österreichische Antwort auf die thailändische Koh-Phi-Phi-Lagune.

austria.info: Wo trifft man auf das unverfälschte Kärnten?

Thomas Helml: In der Millstätter Hütte auf der Millstätter Alm, wo Pächterin Edith mit ihren Ziegen und Eseln lebt und ihre Zutaten selbst anbaut. Ein einfacher Ort mit authentischer Küche, an dem sich Einheimische und Urlauber einfinden. Ich mag die Gemüsesuppe und man isst dort den besten Kaiserschmarrn aller Zeiten.

austria.info: Welche kulinarische Neueröffnung belebt die Region?

Thomas Helml: Das Café La Fleur im Nachbarort Seeboden (Hauptstraße 52). Ein herausragendes Frühstückslokal, das bis 17 Uhr Frühstück in allen Varianten serviert: englisch, französisch, amerikanisch, vegetarisch. War von Anfang an gut besucht und könnte auch in einem hippen Stadtbezirk in Wien liegen.

austria.info: Was tun bei Regen?

Thomas Helml: Das Pankratium (Hintere Gasse 60) in Gmünd ist wie eine Wissenschaftssendung, die in einem Museum verpackt ist. Ein Haus des Staunens. Hier wird Physik lustig erklärt.

austria.info: Wo genießt man einen Sundowner mit Blick auf den See?

Thomas Helml: Im Strandbuffet Millstatt, das seit den 50er-Jahren unverändert ist. Inhaberin Franzi führt eine unglaubliche Auswahl an Gummi-Naschereien und Zuckerln. Die Kinder lieben es! Für Erwachsene gibt’s guten Espresso und Prosecco. Für einen Sundowner ist dieser Spitz in den Millstätter See der Einser-Platz.

austria.info: Wo bekommt man eine handfeste Jause und einen guten Schnaps?

Thomas Helml: In der Buschenschenke Höfler (Waldweg 6). Das renovierte Bauernhaus aus dem 16. Jahrhundert ist immer offen, wenn die Fahne vor der Tür hängt. Es kommt nur Hausgemachtes auf den Tisch. Das gilt natürlich auch für die Schnäpse. Schaut man von hier auf den Millstätter See, ähnelt die Landschaft einem Fjord.

 

Villa Verdin. Copyright: Österreich Werbung, Eva Mayrhuber

Villa Verdin. Copyright: Österreich Werbung, Eva Mayrhuber

Thomas Helml

„Villa Kunterbunt“, sagen Besucher. „Ein Haufen Verrückter“, sagt Thomas Helml. In Millstatt am See schuf der ehemalige Reedereiagentur-Besitzer ein unkonventionelles Hotel mit Vintage-Charme. Ein familiäres Refugium in Traumlage. Einen gemütlichen Rückzugsort für Freunde aus aller Welt. „Vom Mailänder Modedesigner bis zum einfachen Arbeiter sollen sich bei mir alle wohlfühlen“, sagt der Globetrotter. 17 Zimmer gestaltete er farbenfroh mit persönlichen Erinnerungsstücken und alten Möbeln. Ein Kontrastprogramm zum hektischen Businessleben, das er davor führte.

Bis er seinen Gianni kennenlernte, die Firma verkaufte und vier Jahre lang die Welt bereiste. Sein damaliger Lebensgefährte (ein gebürtiger Kärntner) brachte ihn erstmals nach Millstatt. Der Rest ist Geschichte: Gemeinsam übernahm man das Hubertusschlössl und machte aus der ehemaligen Übernachtungsstation für Bustouristen die Villa Verdin. Seither boomt der Laden auch ohne Werbung. Thomas und Gianni sind angekommen. Und mit ihnen unzählige Gäste.

 

 


 

 

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Quelle Headerbild: Herbstlicher Weitblick über den Millstätter See: Kärnten Werbung, Franz Gerdl

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