Busstop in Krumbach. Copyright: Bregenzerwald Tourismus, Felix Friedmann
 

Österreich jenseits von Mainstream-Tourismus: Ingo Metzler, Landwirt zum Erleben aus dem Bregenzerwald

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„Der Bregenzerwald ist ein einziger Lieblings- und Kraftplatz für mich“, schwärmt Ingo Metzler. Hier in der wunderschönen, intakten Naturlandschaft in Egg liegt sein GenussBauernhof. In vierter Generation stellt der Landwirt täglich aus bester Heumilch von Kühen und Ziegen Käse und Naturkosmetik her. Nicht ohne seine Kunden hautnah daran teilhaben zu lassen: Erwachsene entschleunigen beim Melken der Ziegen und Bestaunen des Kräutergartens. Kinder bekommen beim Streicheln der Hühner und Hasen in der Kleintierkuschelzone leuchtende Augen.

Natur hautnah

Ingo Metzler möchte den landwirtschaftlichen Kreislauf für Interessierte „be-greifbar“ machen. „Wir machen keine Show, sondern zeigen die Wirklichkeit“, erklärt der Bregenzerwälder. Auch die Architektur und Holzbaukunst, für die die Region berühmt ist, kommen dabei zum Einsatz. „Architektur lässt niemanden kalt“, weiß der Unternehmer, der bereits 1999 seine erste große Produktionsstätte durch einen Wettbewerb ausschrieb. In seinem Betriebsgebäude aus Beton und Glas werkt er in ultramoderner Umgebung.

 

Architektur als Mehrwert

Selbst die Hasenkiste im Stall ließ er vom Architekten planen. Sein neues Hochregallager für Paletten gestaltete er transparent. „Ein absoluter Wow-Effekt für Besucher, die derartige Orte aus Sicherheitsgründen nie betreten dürfen, aber nun von außen sehen können“, sagt Ingo Metzler. Architektur schafft Emotion und damit einen Mehrwert. „Wichtig im Preiskampf mit der Konkurrenz“, erklärt der Innovator. „Mit den erschwerten Produktionsbedingungen im Bregenzerwald – Hanglage, raues Klima, Handarbeit – könnten wir sonst nicht bestehen.“

Energieeffizienz als Eckpfeiler

Auch Nachhaltigkeit ist ein Thema, das Ingo Metzler und seine Kunden gleichermaßen beschäftigt. „Früher waren unsere Kunden zufrieden, dass wir natürliche Bestandteile in unsere Flaschen füllen“, sagt er, „heute wollen sie auch wissen, mit welcher Energie das passiert.“ Jüngst setzte der Landwirt daher ein Konzept um, das es bis dato noch nicht gab: Seine gesamte thermische Energie bezieht er nun von der Sonne. Eine 150 Quadratmeter große Solaranlage am Dach des neuen Lagergebäudes macht’s möglich.

 

“Architektur lässt niemanden kalt”

Ingo Metzler, Landwirt

 

Interview mit Ingo Metzler durch austria.info

austria.info: Wo liegt Ihr persönlicher Kraftort?

Ingo Metzler: Der Körbersee, ein Natursee vor wunderschöner Bergkulisse, ist für mich ein Kraftplatz sondergleichen. Hier genießt man die Vielfalt an Pflanzen, die rundherum wachsen, und die Ruhe und Abgeschiedenheit abseits des Stadtgetöses. Am Körbersee in den Lechtaler Alpen taucht man in eine besondere Atmosphäre ein – und tankt in der Stille Energie.

austria.info: Welche Plätze zeigen Sie Besuchern?

Ingo Metzler: 15 Minuten zu Fuß von uns entfernt liegt die Gedenkstätte Elias Brügel, die den Opfern der Lepra gewidmet ist. Das Rauschen eines kleinen Bächleins und das Zwitschern der Vögel ist das Einzige, was auf dieser Anhöhe im Wald an Akustik vorhanden ist. Wir wollen bei der Gedenkstätte einen Schweigeplatz einrichten: einen eingezäunten Bereich, in dem absolutes Schweigen empfohlen wird. Manche Menschen kommen mit Schweigen nicht zurecht. In jedem Fall ist es eine ganz neue Erfahrung, wenn man es probiert.

austria.info: Verraten Sie uns einen Kulinariktipp?

Ingo Metzler: Der Bregenzerwald hat viele Haubenlokale. Eines davon ist das Hotelrestaurant Krone in Au(Jaghausen 4), in dem mein jüngster Sohn eine Lehre macht. Der Betrieb legt großen Wert auf Regionalität, nennt alle Rohstoffe namentlich und bietet Gästen an, in seiner Begleitung die Lieferanten kennenzulernen. Wir beliefern das Restaurant mit unserem gesamten Käsesortiment und unserem Kitzfleisch.

austria.info: Wo treffen Sie Geschäftspartner zum Essen?

Ingo Metzler: Im Hotel Post in Bezau (Brugg 35), wo wir mit Besitzerin Susanne Kaufmann eine Partnerschaft in Sachen Spa und Kosmetik haben. Wenn man so ein großes Projekt gemeinsam durchführt, ist man oft in Jours fixes. Alleine die hochkarätige Küche und der österreichische Wein, die hier serviert werden, sind diese Zusammenarbeit wert.

austria.info: Außergewöhnliche Holzbaukunst und schöne Architektur sind allgegenwärtig im Bregenzerwald – was sind Ihre Designhighlights?

Ingo Metzler: Das Werkraumhaus in Andelsbuch (Hof 800), in dem Handwerker sich gemeinsam präsentieren, hat großes Aufsehen erregt und wurde von Peter Zumthor geplant. Auch die von sieben internationalen Architekten gestalteten sieben Wartehäuschen für Bushaltestellen in Krumbach sind eine faszinierende Geschichte.

 

Ingo Metzler

Eine trächtige Ziege war der Startschuss für ein ganzes Unternehmen. Ingo Metzlers Onkel schenkte sie ihm zum zehnten Geburtstag. Bald ersetzten die Ziegen die Schweine im Stall des elterlichen Unternehmens. Der Käse wurde an einem Lebensmittelhändler im Ort verkauft. Aber was tun mit der Molke? Ingo Metzler machte daraus Anfang der 90er-Jahre erstmals Kosmetik. Ein befreundeter Drogist half ihm, den ersten Badezusatz herzustellen. Heute stellt er 400 verschiedene Kosmetikprodukte als Eigen- und Fremdmarke her.

Seine wichtigste Partnerschaft ist jene mit Susanne Kaufmann – einer Vorarlberger Unternehmerin, die mit ihren Cremen, Lotions und Peelings bis nach New York, London und Hongkong verkauft. Ingo Metzler führt seinen Bergbauernhof als „Naturhautnah“-Bauernhof, auf dem Besucher alle Produktionsschritte miterleben können. Er ist vielfach preisgekrönt. 2012 erhielt er etwa den „Alps Award“: eine Auszeichnung für nachhaltige Betriebe in der Alpenregion.

 

 


 

 

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Quelle Headerbild: Busstop in Krumbach. Copyright: Bregenzerwald Tourismus, Felix Friedmann

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