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Festspielhaus Erl im Sommer. Copyright: Peter Kitzbichler
 

Österreich jenseits von Mainstream-Tourismus: Brigitte Weninger, Literaturglückskind aus Kufstein

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„Glück ist für mich das wunderbare Gefühl, wenn plötzlich alles rund wird. Wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, das Richtige tut oder nicht tut. In diesen Momenten passt einfach alles“, sagt Brigitte Weninger. Die Autorin aus Kufstein kuratiert seit 2016 mit ihrem Bruder Thomas Weninger die glück.tage im Kufsteinerland, ein Festival für Literatur, Philosophie, Natur und Genuss. Schriftstellerin Vea Kaiser, Philosoph Richard David Precht, Zukunftsforscher Matthias Horx – zwischen Wildem Kaiser und Inntal tragen sie vor, diskutieren, inspirieren. „Unser Publikum reicht von 18 bis 80, vom Lehrling bis zur Pensionistin“, sagt Weninger. Es kommt aus der nahen Umgebung und aus dem fernen Ausland ins Kufsteinerland.

 

 

Krafttanken im Kufsteinerland

An der Grenze zwischen Tirol und Bayern prallt Urbanität auf Naturidyll, schroffe Bergwelt auf liebliches Flusstal, Studentendasein auf Kulturprogramm. Vom Stadtzentrum ans nächste Seeufer sind es nur wenige Minuten. „Ich komme in meinen Beruf viel herum, aber ich habe noch wenig Vergleichbares gesehen“, sagt Weninger. Sie schätzt die Natur, die sie seit ihrer Kindheit liebt, tankt Kraft an den Thierberg-Seen, bei der Urtanne am Steinberg oder unter der Lindenallee in Moosbach.

 

Glücksmoment für Geschichten

Seit über 20 Jahren schreibt Weninger, vorwiegendKinderbücher. Die Geschichten vom Hasen Pauli und der Maus Miko gibt es in vielen Sprachen. Erschienen sind sie durch einen glücklichen Zufall: Aus Notwendigkeit heraus beginnt Weninger – Anfang der 90er-Jahre noch Kleinkindpädagogin –, Geschichten zu schreiben, und schickt sie auf Rat eines Freundes an einen Verlag. „Der hat alle Geschichten genommen. Das war ein Lottosechser. Das war mir in diesem Moment gar nicht bewusst“, sagt Weninger. Die Freude darüber erfüllt sie noch heute: „Ich habe einen eigenen Glücksindikator, ich spüre Glück körperlich. Es ist eine Art Blubbern. Man schwebt, ist heiter und einfach glücklich.“

“Ich schreibe und denke gerne dort, wo es so richtig wirbelt.”

Brigitte Weninger, Autorin

Interview mit Brigitte Weninger durch austria.info

austria.info: Verraten Sie uns Ihren Lieblingsglücksort im Kufsteinerland!

Brigitte Weninger: Meinen persönlichen Glücksort muss man sich erarbeiten. Es ist ein Kraftfelsen im hinteren Kaisertal nahe der Hans-Berger-Hütte, auf der ich auch Seminare abhalte. Er liegt direkt beim Aufstieg zum Scharlinger Boden in Richtung Mirakel-Bründl. Da habe ich den Wasserfall und den Wald an meiner Seite, den Berg als Umarmung im Rücken und die Weite vor mir. An diesem Ort stellt sich das Glück immer ein. Und wenn nicht, dann muss ich einfach ein bisschen länger bleiben.

austria.info: Sie haben mehr als 60 Bücher geschrieben. Wo schreibt es sich am besten?

Brigitte Weninger: Ich schreibe und denke gerne dort, wo es so richtig wirbelt. Etwa im Bistro Schönwetter in Bad Häring oder im Kaffeehaus „Die Bohne Tirols“ in Kufstein. Zwischen Tagarbeit und Abend gehe ich auf zwei, drei Seiten in die Weinbar Vitus und Urban. Die hat täglich offen und man weiß: Da ist immer jemand da. Ich bin aber auch gerne in urigen Gasthäusern wie dem Auracher Löchl, das von sich behauptet, es habe seit 600 Jahren jeden Tag offen. Die Küche ist toll, es gibt gute kleine Gerichte, eine wunderbare Terrasse am Inn, eine alte Stube und das kleinste Brückenrestaurant der Welt. Die Verbindung aus nicht hysterischer Topqualität, Freundlichkeit und Kompetenz mag ich hier sehr.

austria.info: Sie sind Kinderbuchautorin, bitte verraten Sie uns, was man mit Kindern im Kufsteinerland gesehen haben muss.

Brigitte Weninger: Die Festung ist ein Fixpunkt. Ebenfalls der Thiersee und der Stimmersee. Die Tischofer Höhle im Kaisertal mit ihren Bärenskeletten und ihrer Geschichte ist für Kinder einmalig. Und auf den Pendling sollte man unbedingt raufgehen – dort weitet sich für Kinder die ganze Welt.

austria.info: Sie sind hier aufgewachsen. Wo überrascht Sie Ihre Heimat immer wieder?

Brigitte Weninger: Bei der Blauen Quelle in Erl. 50 Meter neben der Bundesstraße, hinter dem Gasthaus Blaue Quelle, sprudelt die größte Trinkwasserquelle Österreichs. Es ist eine Lagune, ein Ort, an dem man sich immer wieder verwundert fragt: „Wo bin ich hier?“ Viele Festspielleute kommen hierher. Und die Fische – Forellen und Saiblinge – werden in der Lagune im Gasthaus Blaue Quelle angeboten. Die Buchweizentorte ist ebenfalls äußerst empfehlenswert.

austria.info: Stichwort: Festspiele. Wo genießen Sie Kunst und Kultur?

Brigitte Weninger: Im neuen Kultur Quartier in Kufstein, das nun einst in der Stadt verstreute Orte für Musik, Theater und Kabarett vereint, und im Festspielhaus in Erl. Beide Orte sind ganz modern, vibrieren vor Kreativität und sind in sich Potenziale. Im arte Hotel, das zum Kultur Quartier gehört, bringe ich auch gerne Künstler, die auf Besuch sind, unter.

austria.info: Wo trifft man Sie in der Stadt beim Shopping?

Brigitte Weninger: Mein absoluter Lieblingsort ist die Feinkostgenusshandlung meines Sohnes. Das übergehende Bücherwohnzimmer zieht die Menschen an und vermittelt Geborgenheit, die man heute nicht mehr so selbstverständlich findet. Und auch wenn ich kein Modepüppchen bin, gehe ich gerne in die Modeboutique von Andrea Kink. Sie hatschöne, schräge, ausgefallene, extrem tragbare Mode und ist immer für eine Überraschung gut.

Brigitte Wenninger und Ben Krischke. Copyright: Österreich Werbung, Nikolaus Sauer

Brigitte Wenninger und Ben Krischke. Copyright: Österreich Werbung, Nikolaus Sauer

Brigitte Weninger, Literaturglückskind

Brigitte Weninger startete 2016 mit ihrem Bruder Thomas die glück.tage und holt seitdem jedes Frühjahr Glücksexperten, -suchende und -finder zum Austausch ins Kufsteinerland. In Kufstein hat die Autorin 1960 das Licht der Welt erblickt, hier lebt und arbeitet sie. Als Kleinkindpädagogin beginnt sie zu schreiben, weil ihr „die guten Geschichten ausgehen“. 1995 erscheinen ihre ersten Kinderbücher, 1999 erfolgt der internationale Durchbruch. Heute sind mehr als 60 Bücher in mehr als 40 Sprachen erschienen. Zu lesen, zu schreiben, zu erzählen – das ist Weninger wichtig.

Sie gibt Seminare, hält Lesungen, gestaltet Workshops, ihr Sohn führt eine Feinkostgenussbuchhandlung. Neben den Glück.Tagen hat Weninger die erste Gipfelbibliothek der Welt und das Frauen.Berge.Projekt „Wilde Kaiserin“ mitinitiiert. Sie ist überzeugt: „Glück ist kein Bahnhof, an dem man ankommt. Es sind die besonderen Momente im Leben.“

 

 


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Quelle Headerbild: Festspielhaus Erl im Sommer. Copyright: Peter Kitzbichler

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