Ars Electronics Center Copyright: Österreich Werbung / Eva Mayrhuber
 

Österreich jenseits von Mainstream-Tourismus: Andreas Bauer, Vorwärts-Denker aus Linz

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Andreas Bauer spinnt. Er spinnt Ideen. Er spinnt Netzwerke. Steht in konstantem Austausch mit den großen Playern wie der NASA und dem MIT. Und das Ganze von Linz aus. Gemeinsam mit seinem Kollegen Christoph Kremer leitet er in der Donau-Stadt das Ars Electronica Center. Österreichs größte Spielwiese der Zukunft, das permanente Gesicht der Ars Electronica.

Virtual Reality trifft Technik 2.0. an der Donau

„Das ist ein 3-D-Druck aus Holz. Wenn man Wasser draufgießt, verformt er sich. Je nachdem, wie man es im Material vorher einprogrammiert hat“, erzählt Andreas Bauer in einem der Ausstellungsräume. Seine Augen leuchten. Man sieht ihm an, wie sehr er das Museum achtet, die Wissenssphäre mit Suchtpotenzial.
Schon als Student faszinierte ihn dieser Mikrokosmos. Damals führte er als Infotrainer durchs Haus. Heute leitet er es. Das schiefe Glasgebäude an der Donau, das Thinktank, Forschungszone und Versuchslabor in einem ist. Für Hightech-Geeks und -Laien gleichzeitig. „Alles kann man angreifen, bei uns im Haus ist nichts hinter Glas gesichert. Die Besucher arbeiten hier auch mal mit einem 15.000-Euro-Mikroskop, da vertrauen wir ihnen“, meint er und spiegelt damit den Spirit im gesamten Science-Tempel wider.

Linz – Ort der Veränderung

Das Nach-vorne-Blicken zeichnet auch die Menschen aus. „Oberösterreich ist eines der Zentren der österreichischen Industrie und auch die Landeshauptstadt Linz war immer schon eine Industriestadt, Wandel ist für die Menschen hier selbstverständlich. Die Linzer haben einen Vorteil, weil sie offener sind, weil einfach in den letzten Jahren so viel Veränderung stattgefunden hat.“ Titel wie Europäische Kulturhauptstadt und UNESCO City of Media Arts prägen die Menschen. Die Stadt ist auch durch das Festival Ars Electronica internationaler als noch vor ein paar Jahren, hier findet jedes Jahr eine offene Begegnung internationaler ExpertInnen aus Kunst und Wissenschaft mit einem breiten interessierten Publikum statt. Da kommt es schon mal vor, dass ein Wissenschaftler aus Korea sein Brot beim Biolandwirt am Bauernmarkt kauft – in Linz mittlerweile völlig normal.

Weitblick made in Austria

Wenn Bauer durch die grellgelben Gangways des neuen Gebäudes spaziert, grüßt er seine Mitarbeiter freundlich, man ist per Du. Die Atmosphäre im AEC, wie er das Ars Electronica Center nennt, ist modern. So stellt man sich auch das Leben hinter den Türen bei Google und Co. vor.
Bauers Arbeitscredo: „Nichts ist schlechter, als träge zu sein und sich auf irgendwelchen Lorbeeren auszuruhen. Hier geht es darum, Experimente und immer wieder Neues zu wagen.“ Konkret bedeutet das dann zum Beispiel einen Anruf ins All. „Heute muss noch alles vorbereitet werden, am Montag gibt es eine Liveschaltung zu einem der Astronauten auf der ISS“, sagt er ganz beiläufig, als wäre es das Normalste der Welt.

 

 

“Auf der einen Donauseite ist die Altstadt von Linz, auf der anderen Seite ein Tempel der Zukunft.”

Andreas Bauer, Leiter des Ars Electronica Centers

 

 

Interview mit Andreas Bauer durch austria.info

austria.info: Linz etabliert sich immer mehr als kreativer Siedepunkt Österreichs. Was tut sich gerade Neues, das man gesehen haben muss?
Andreas Bauer: Spannend ist, dass die Kunstuniversität neue „alte“ Räumlichkeiten direkt am Hauptplatz bezieht (Hauptplatz 6). Das wird ein sehr interessanter Raum. Der Lift, der über das Gebäude hinausschießt und neue Perspektiven ermöglicht, erlaubt, Dinge auch aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

austria.info: Wo trifft sich die Creative Community, etwa um kreative Ideen zu besprechen?
Andreas Bauer: Das gesamte Areal der Tabakfabrik (Peter-Behrens-Platz 15) ist gerade ein großes Thema. Weil da viele Leute ihre Arbeitsstätten haben und die Möglichkeit, vernetzt zu arbeiten. Im Ars Electronica Center (Ars-Electronica-Straße 1) trifft sich ein weiterer Teil. Im Sommer auf den Stufen des Main Deck. Hier ist die freie Szene zu Hause.

Außerdem im Areal rund um das OK im OÖ Kulturquartier (OK-Platz 1). Dort ist es auch architektonisch lässig, mit dem Industriebau und der Barockkapelle in der Mitte. Daneben kann man Boccia spielen – eine sehr stimmungsvolle Geschichte.

Das ganze Jahr über ist auch die Terrasse im Südflügel des Schlosses (Schlossbrasserie, Schlossberg 1a) ein Treffpunkt. Dieser Trakt ist 2009 neu dazugekommen. Von dort hat man eine andere Perspektive, einen anderen Blick auf die Stadt.

austria.info: Wo gönnen Sie sich nach einem intensiven Arbeitstag einen Drink?
Andreas Bauer: Im Exxtrablatt (Spittelwiese 6). Das Lokal besitzt eine Atmosphäre, in der sich sehr viel Menschen einfach wohlfühlen. Im Sommer ist es draußen am Platz besonders nett zum Sitzen. Ein bisschen abseits des Trubels auf der Landstraße.

austria.info: Welches Hotel empfehlen Sie Freunden, die auf Besuch kommen?
Andreas Bauer: Das Hotel Wolfinger (Hauptplatz 19), weil es einen ganz eigenen Charme hat. Mit dem Frühstücksraum mit Blick auf den Platz, den Stuckdecken und den alten Räumlichkeiten. Es ist ein kleines Juwel in der Stadt.

 

Andreas Bauer, Ars Electronica Center. Copyright: Österreich Werbung / Niklaus Sauer

Andreas Bauer, Vorwärts-Denker

Das Ars Electronica Center nennt er sein Zuhause. Schon früh verdient sich Andreas Bauer hier als Infotrainer etwas Taschengeld neben dem Studium. Er ist stolz, dass es so etwas in der eigenen Heimatstadt gibt.
In Luftenberg bei Linz geboren und aufgewachsen, beginnt Bauer im Jahr 2000 Betriebswirtschaft zu studieren. Er ist neugierig, besucht auch Jus-Vorlesungen und verbringt in Summe eineinhalb Jahre seiner Studienzeit in Schweden. Nach dem Abschluss leitet er drei Jahre lang den Golfclub Luftenberg, bevor er und seine heutige Frau die Sachen packen, um auf Weltreise zu gehen.

2008 kommen die beiden zurück. Linz ist Kulturhauptstadt und für Bauer ergibt sich die Option, ins Ars Electronica Center zurückzukehren. Zuerst war er Assistent des kaufmännischen Geschäftsführers, seit 2011 leitet er an der Seite von Christoph Kremer das Museum.

 

 

 

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Quelle Headerbild: Ars Electronics Center Copyright: Österreich Werbung / Eva Mayrhuber

 

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