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Lenbachhaus München

Lenbachaus München 

Das Lenbachhaus – „Heimat“ der Künste

Die Historie

Das „Lehnbachhaus“ in der bayerischen Landeshauptstadt kann bereits auf eine fast 90-jährige Geschichte zurückblicken. Im Jahre 1929 wurden in der ehemaligen Residenz des Künstlers Franz von Lehnbach ein Museum eröffnet. Das Gebäude wurde einige Jahre zuvor von seiner Witwe an die Stadt München verkauft.Im Zusammenhang damit stand auch die Schenkung des Inventars des Hauses und vieler Werke Franz von Lehnbachs.
Kauf und Schenkung machten es dann möglich, dass ein Städtisches Kunstmuseum aufgebaut und etabliert werden konnte.Dieses Vorhaben hatte schon länger „auf der Agenda“ der Stadt gestanden und konnte nun endlich realisiert werden.
Im Zuge dessen wurde der Kunstbestand-zuvor in verschiedenen Räumlichkeiten untergebracht- zusammen getragen und durch weitere Exponate ergänzt.
Auch das ehemalige Atelier sowie das Wohnhaus des Künstlers wurden ausgebaut und erweitert und so den spezifischen Bedürfnissen angepasst.
Damit stand der Eröffnung der neuen Galerie im Mai 1929 nun nichts mehr im Wege.

Die Anfänge

Das Ansinnen und Ziel des ersten Direktors,Eberhard Hanfstaengel, war es, die Malerei lokaler und regionaler Künstler mit weiteren zeitgenössischen Werken zu einer perfekten Symbiose zu vereinen und so eine Kunstsammlung von hohem Renommee und mit einer weit über die Grenzen des Landes hinausreichenden Strahlkraft zu begründen.
Allerdings wurden diese Pläne durch die „Kulturpolitik“ der Nationalsozialisten schon bald nach deren „Machtergreifung“ im Jahr 1933 vereitelt.
An die Stelle von Eberhard Hanfstaengl trat mit Franz Hoffmann ein Kunsthistoriker, den man wohl „mit Fug und Recht“ auch als überzeugten Nationalsozialisten bezeichnen kann.
Und ganz in diesem „Geiste“ lenkte er dann auch von 1934-37 die Geschicke des Hauses, was- wie man sich leicht denken kann-nicht ohne (negative) Folgen hinsichtlich der Quantität und Qualität des Bestandes blieb.
In den folgenden Jahren blieb der Posten unbesetzt;alle Entscheidungen wurden von einem aus Nationalsozialisten und Parteimitgliedern bestehenden Beirat getroffen.

Kriegsende bis heute

Nach dem dringend benötigten und schnell durchgeführten Wiederaufbau konnten bereits im Jahr 1947 wieder Ausstellungen stattfinden . Außerdem gelang es, die Sammlung durch Werke zeitgenössischer Künstler zu erweitern und aufzuwerten.
Als weiterer „Meilenstein“ darf wohl das Jahr 1957 angesehen werden,in dem sich die Galerie über eine großzügige Schenkung der Künstlerin Gabriele Münter freuen konnte. Dazu gehörten auch Werke Wassily Kandinskys, so dass die Kunstrichtung des „Blauen Reiter“ auch hier Einzug hielt. Dies hat wesentlich dazu beigetragen, dass das Museum sich von seiner größtenteils lokalen Orientierung löste , einen neuen Schwerpunkt im Bereich der „Klassischen Moderne“ fand und sich -das darf man wohl sagen-kontinuierlich zu einem „Museum von Weltrang“ entwickelte.
In den folgenden Jahren und Jahrzehnten kamen u.a. Werke von Franz Marc, August Macke und Paul Klee hinzu. Ende der 1970er-Jahre läutete der Ankauf eines berühmten Exponates von Joseph Beuys wiederum so etwas wie eine neue Ära ein.
Eine nicht schwindende Offenheit für Neues, eine gut durchdachte „Ankaufspolitik“ und weitere Umbauten und Sanierungen des Gebäudes waren der Garant dafür, dass das Lenbachhaus bis heute nichts von seiner Attraktivität eingebüßt hat.

Ausstellungen, Sammlungen, Veranstaltungen…

…und noch vieles mehr wird heute den zahlreichen Besuchern aus aller Welt geboten.
Es gibt neben dem ,was ein Museum klassischerweise zu bieten hat, auch die Möglichkeit- für Erwachsene,ebenso wie für Kinder, Familien oder ganze Schulklassen-an Workshops teilzunehmen und so einen ganz eigenen Zugang zur ganz eigenen Kunst zu entwickeln.

Was die aktuellen Ausstellungen betrifft, so ist insbesondere die im Februar begonnene Reihe „Der blaue Reiter kehrt zurück“ zu nennen. Es ist die weltweit größte Sammlung von Bildern dieses Künstlerkreises-die bayerische Landeshauptstadt ist also tatsächlich auch die „Stadt des Blauen Reiters“-und auch Werke, die bis vor kurzem verliehen waren, können nun wieder bewundert werden.

Erst vor etwa 2 Wochen, am 26. Juli 2016, wurde die Ausstellung „Favoriten III- Kunst aus München“ aus der Taufe gehoben. Werke von 12 ausgewählten Künstlern und Künstlerinnen sollen einen Eindruck von dem vermitteln, was die Münchner Kunstszene so besonders macht.

Freuen dürfen sich alle Kunstinteressierten schon heute auf die Ausstellung „Friedrich Wilhelm Murnau-eine Hommage“, die am 25. Oktober beginnen wird. Hier wird dem großen Regisseur aus der Stummfilmzeit eine angemessene Plattform geboten.

Die „Städtische Galerie am Lenbachhaus“ befindet sich in der Luisenstraße
33, ist bequem auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und ist i.d.R. dienstags von 10-20 Uhr und mittwochs bis sonntags von 10-18 Uhr geöffnet.

Die Eintrittskarten (10€/ ermäßigt: 5€) können entweder an der Museumskasse, online oder an den bekannten Vorverkaufsstellen von „München Ticket“ erworben werden.
Foto: Instagram Lenbachhaus
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