John Wentz | Auf der Suche nach dem Menschlichen

John Wentz’s geisterhaften Portraits spielen mit Textur und Abstraktion. Ein Prozess zwischen rigider Formalie und ehrlichem Ausdruck, der die Eigenart der menschlichen Figur zum zentralem Thema macht. Der in San Francisco ansässige Maler begann sich in jungen Jahren durch Comic-Helden wie Batman oder Spiderman für die Kunst zu begeistern. Nachdem er zahlreiche Plakatwände mit Airbrush bearbeitete, entschied er sich letztlich in Richtung Fine Art zu steuern und mit Ölfarben zu arbeiten. Heute Full Time Maler in seinem Studio in Alameda, hatte er bereits mehrere Ausstellungen, Publikationen und gewann einige Awards. Sein Prinzip: Reduzierung und Vereinfachung auf die Kerngrundlagen Komposition, Farbe und Farbauftrag.

Seine Abbildungen erscheinen trüb, schattenhaft, irgendwie weit weg, undefinierbar und kühn, wie ein vergangener Traum, der als bruchhafte, verzogene Erinnerung wieder im Gedächtnis landet. Es geht ihm um das Geheimnis darüber, was uns zum Menschen macht, was unser Wesen richtet. “I’m fascinated about our obsession with ourselves. Why is all great art of the human form? I know the easy answer is because it’s us and we can relate to us. But I feel like there is something deeper there.” So sind seine Arbeiten nur ein Stück weit entlarvend, schwanken zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren und geben uns gerade genug Information, uns auf die Figur zu beziehen, während genug verborgen bleibt, um uns zu der Suche nach den essenziellen menschlichen Elementen einzuladen.

Eine seiner Serien, „Passages“, zeigt Gruppierungen anonymer Figuren, die sich durch eine kaum vorhandene Umgebung bewegen und wie Licht in Varianten von grün, blau und gelb reflektieren. Eine Erforschung von Dimension, Abstraktion, Farbe und Zeit, reduziert auf gezielte Merkmale, die den Betrachter locken und weiter forschen lassen sollen. Der dynamische Druck und Zug einer individuellen Menge wird im Gemälde zum Konzentrationspunkt der einzelnen Figuren, kalligraphische Linien, Texturen und Farbwechsel werden durch schattige Formen begrenzt, wie der Abdruck einer Erinnerung im Lauf der Zeit.

Mehr Arbeiten von John Wentz auf seiner Website, Facebook und Instagram.

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Fotos:
www.yaylamag.com
www.hifructose.com

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