Fünf Orte in Berlin um die DDR hautnah zu erleben

Die DDR in Berlin mit allen Sinnen entdecken

In einem ruft es Nostalgie hervor, im anderen Neugier und Wissenshunger. So oder so: die DDR fasziniert viele. Ganz offensichtlich ist Berlin der Hotspot um diese Begierde zu befriedigen. Wir haben hier fünf Locations vorbereitet, die euch interessieren könnten.

1. DDR Museum 

Geschichte zum Anfassen im interaktiven Museum. Um an Informationen zu gelangen, müsst ihr aktiv werden – um an Exponate, spannende Informationen, Bilder, Filme und Medien zu gelangen. Es gilt Klappen und Türen zu öffnen, Schubladen herauszuziehen, Hebel

zu drücken und alle Sinne zu benutzen.

Preis: 7,50€ normal, 4,50€ ermäßigt. Wo: Karl-Liebknecht-Str. 1, 10178 Berlin

2. Gedenkstätte Hohenschönhausen 

Auf dem Gelände einer ehemaligen Großküche im Nordosten Berlins wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein sowjetisches Speziallager errichtet. Nach der Schließung des Lagers entstand im Keller des Gebäudes das zentrale sowjetische Untersuchungsgefängnis für Ostdeutschland. Tausende politisch Verfolgte waren an diesem Ort inhaftiert, darunter fast alle bekannten DDR-Oppositionellen. Fast 40 Jahre lang war das Untersuchungsgefängnis in Hohenschönhausen zugleich das wichtigste der STASI. Hinter seinen Mauern isolierte, vernahmen und peinigten sie mehr als 10.000 Häftlinge vor ihren Prozessen, zum Teil jahrelang.

Preis: 6€ normal, 3€ ermäßigt, 1€ Schüler. Wo: Genslerstraße 66, 13055 Berlin

3. Museumswohnung WBS 70 

Schonmal in ’ner waschechten DDR-Wohnung gestanden? Falls nicht, dann solltet ihr die Museumswohnung in Berlin-Hellersdorf besuchen. Drei Zimmer, 61 Quadratmeter, kein Balkon. Die Miete in so einer Platte betrug in den 1980er Jahren übrigens knapp einhundert DM.

Preis: Eintritt frei. Wo: Hellersdorfer Straße 179, 12627 Berlin

Nichts für zart-besaitete, aber notwendig

4. Stasi-Museum Lichtenberg 

In der Lichtenberger Normannenstraße hatte das Ministerium für Staatssicherheit der DDR seinen Sitz. Das Gelände, auf dem 1989 etwa 8000 Menschen arbeiteten, war hermetisch abgeriegelt. Zentrum des Komplexes ist „Haus 1“, in dem der Minister für Staatssicherheit Erich Mielke seine Arbeitsräume hatte. Auf zwei Etagen erläutern Ausstellungen des Vereins Antistalinistische Aktion (ASTAK) und der Stasi-Unterlagen-Behörde, wie die Geheimpolizei arbeitete und was das für ihre Opfer bedeutete. In Gebrauchsgegenständen versteckte Fotoapparate und Mikrofone zeigen, wie das MfS bei der Bespitzelung der Bevölkerung vorging.

Preis: 6€ normal, 4,50€ ermäßigt, 3€ Schüler. Wo: Ruschestraße 103, Haus 1, 10365 Berlin

5. Mauermuseum am Checkpoint Charlie

Last but not least: der Checkpoint Charlie in Berlin-Kreuzberg. Klassiker. Hier könnt ihr euch die originalen Gegenstände ansehen, die zur Flucht über, unter und durch die Berliner Mauer dienten und die Geschichten der Flüchtlinge lesen, die ihr Leben für Freiheit riskierten.

Preis: Erwachsene: 12.50€ Erwachsene, 9,50€ Studenten, 6,50€ Schüler/Kinder (7-18 Jahre) Wo: Friedrichstraße 43-45, 10969 Berlin

Ich selbst habe alle fünf Locations besucht und kann sie uneingeschränkt empfehlen. Vieles ist nichts für zart-besaitete. Falls ihr aus Zeitgründen wählen müsst: Geht ins Stasi-Museum und zum Checkpoint Charlie. Das erinnert vielleicht viele daran, das viele Menschen in Deutschland selbst einmal Flüchtlinge waren.

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