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Münchner Stadtmuseum

Münchner Stadtmuseum 
Die Geschichte des Münchner Stadtmuseums

Nicht nur die Sammlungen des Münchner Stadtmuseums sind historisch, sondern auch seine Gebäude. Das Museum besteht insgesamt aus zwei Innenhöfen und vier unterschiedlichen Bauteilen. Mit seinem Baudatum im Jahr 1500 markiert das historische Zeughaus das älteste Gebäude des Museums. Offiziell wurde das Museum 1888 dank der Initiative des damaligen Stadtarchivars Ernst von Destouches ins Leben gerufen. Seinen ersten Bestand erhielt das Münchner Stadtmuseum mit der Mailinger-Sammlung, welche aus über 100.00 graphischen Blätter mit Thema „München“ bestand. Durch den Ersten Weltkrieg jedoch wurden große Teile des Museums mit Heimatgefühl zerstört.

Besondere Vorreiterposition

Jedoch konnte sich das Museum nach dem Zweiten Weltkrieg wieder erholen und sich zu einem Ausstellungshaus mitsamt vielfältiger Kulturgeschichte entwickeln. Als damals absolutes Novum in der Geschichte der deutschen Museen stellte das Münchner Stadtmuseum erstmals Fotos und Filme aus. Auch bereits bestehende städtische Sammlungen wurden im Museum aufgenommen. Das Museum entwickelte sich schnell zu einem Sammelpunkt für all jene Sammlungen, welche von anderen Museen vernachlässigt oder als nicht würdig betrachtet wurden. Plakate, Möbelstücke, Alltagsgegenstände und Mode waren nur wenige Ausstellungsschwerpunkte des Museums.

Platz für Gegenstände aus dem Alltag

Im Laufe der 1970er Jahre wurde das Museum zu einem Vorreiter bezüglich Ausstellungen. Anscheinend Wertloses erhielt im Museum eine passende Ausstellungsplattform. Bilder wurden in Form einer Galerie ausgestellt und laufend mit neuen Objekten erweitert. Mit den 1980ern allerdings brach eine Zeit der Skandale für das Münchner Museum an. Ausstellungsuntertitel wie etwa „Nationalrausch“ für eine Ausstellung zum Oktoberfest im Jahr 1985 sorgte für Unmut in der Bevölkerung. Selbst die Ausstellungskataloge wurden kritisch betrachtet, sodass Passagen zum damals aktiven Atomkraftwerk Ohu im Ausstellungskatalog „Die Isar, ein Lebenslauf“ gleichfalls keine Zustimmung fanden. Die Ausstellung zum Thema „Das Aktfoto“ im Jahr 1985 lockte zwar über 100.000 Besucher, brachte dem Museum aber auf musealer Ebene keine Zustimmung.

Neue Möglichkeiten im neuen Jahrtausend

Doch das Museum schaffte es letztendlich, sich von seinen Skandalen zu erholen und weiter zu bestehen. Da das Gebäude selbst seit Jahrzehnten in Gebrauch war, war ein Umbau notwendig geworden. Im Jahr 2000 erhielt das Museum schließlich die Umbauerlaubnis, welche die seither bestehende Dauerausstellung „Typisch München!“ mit sich zog. Nicht nur die Geschichte Münchens, sondern auch wesentliche Objekte zum Wesen der Stadt samt seiner Bewohner, werden seither im Museum präsentiert. Ebenfalls wurden die Objekte in der Galerie laufend mit unterschiedlichen Bildern ergänzt.

Zahlreiche Ausstellungen

Das Münchner Stadtmuseum bietet nicht nur eine Dauerausstellung, sondern laufend neue Sonderausstellungen. Aktuell ist eine Ausstellung zum 500-jährigen Jubiläum des Reinheitsgebotes in Bayern. „BIER.MACHT.MÜNCHEN“ zeigt über 700 Objekte mit Bezug zur Bierindustrie und Bier an sich. Der Schwerpunkt der Ausstellung bezieht sich auf die Entwicklung der Bierindustrie seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Der ausstellungstechnische Ursprung des Museums wurde jedoch auch heute nicht vergessen. Im Rahmen von künftigen Sonderausstellungen zeigt das Museum vor allem historische Fotografien. Unter dem Titel „Shoot! Shoot! Shoot! Fotografien der 60er und 70er Jahre aus der Nicola Erni Collection“ werden noch im kommenden Herbst ca. 220 Fotografien von Nicola Erni aus der eigentlichen Kollektion im Museum ausgestellt. Mit kommenden Frühjahr hingegen stehen unter dem Namen „Bilder der Überwachung“ Bilder aus dem überwachten Alltag im Mittelpunkt. Die Werke stammen hierbei von zeitgenössischen Künstlern und Künstlerinnen.

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