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FLOCKE//ART Berlin

Heute stellen wir einen noch jungen Künstler der Berliner Graffiti-Szene vor, der aber durch einen leicht provokanten und einfallsreichen Style heraussticht. Der Berliner Street Art Künstler FLOCKE//ART spezialisierte sich besonders auf Paste-Ups, eine Technik, bei der mittels Kleister oder Leim Plakate aufgeklebt werden, dessen Motive entweder per Hand gezeichnet oder digital erstellt werden. Neben Paste-Ups arbeitet Flocke ebenfalls mit Sprüh- und Acrylfarbe und schmückt seit einigen Jahren mit einer Menge Witz und Kreativität die Straßen Berlins.

Flocke hat sich die Zeit genommen ein Interview mit uns zu führen, um ihn und sein kreatives Schaffen besser kennenzulernen.

Hey Flocke, damit wir dich ein bisschen besser kennenlernen, erzähl uns doch als erstes etwas über deine Person.

Hi, mein Name ist FLOCKE//ART und ich bin Paste-up Künstler aus Berlin. Sowohl auf den Straßen als auch an der Leinwand, fühle ich mich zu Hause. Meine Technik ist eine Kombination aus Kleben, Sprühen und Malen mit Acryl.

Flocke_Art_Sprungturm

Wie kamst du dazu dich für Graffiti/Street Art zu interessieren?

Streetart ist der Inbegriff einer Großstadt. Es will gesehen werden. Streetart und Graffiti suchen sich immer die auffälligsten Plätze der Stadt. Und so hat es mich schon als kleiner Junge fasziniert wie die scheinbar unmöglichsten Stellen bemalt wurden. Früher haben wir regelmäßig die Graffiti-Magazine gekauft und versucht die coolsten Styles im Blackbook zu verarbeiten. Irgendwann sind wir natürlich auch selbst raus auf die Straße gegangen…

Wann hast du angefangen erste Bilder zu sketchen? Wann hast du das erste Mal deine Kunst mit der Dose an die Wand gebracht? Hast du auch illegale Erfahrungen gesammelt?

Wie schon gesagt, in der Schulzeit, ca 7. Klasse, sind wir nach der Schule in den Mauerpark gegangen, da war es legal.
Aus den illegalen Sachen hatte ich mich „weitesgehend“ rausgehalten.

Bist du in einer Crew aktiv?

Wir waren früher in kleiner Haufen Freunde, die das gleiche Hobby hatten. Eine richtige Crew waren wir nie.

Wie würdest du deinen charakteristischen Style bezeichnen?

Mein Malstil ist eher „dirty“ und grob. Ich gehe es eher easy an. Und es stört mit nicht wenn die Farbe ihre eigenen Wege geht. Auch habe ich oft kein konkretes Bild im Kopf, wie es am Ende aussehen soll. Wenn ich einmal im Flow bin, schaue ich was passiert. Meine künstlerisch eher weniger anspruchsvollen Arbeiten auf den Straßen, bestechen durch Witz und Provokation und sollen den Betrachter eher wach rütteln oder erheitern. Auch bilden manche öffentlichen Arbeiten erst im Zusammenspiel mit der Umgebung oder des Untergrundes ein fertiges Bild. So entsteht ein wirkliches Kunstwerk erst als Foto.

 

Was bedeutet Graffiti als Lebensinhalt für dich? Eine Lebenseinstellung?

Ich lebe den Lifestyle, versuche immer die Augen nach neuen Spots offen zu halten, versuche immer kreativ zu sein…

Kommen wir zur Szene. Welche Writer oder Crews feierst du oder lassen dich sogar inspirieren?

El bocho aus berlin, 1up sowieso…

Wie stehst du zum Trainwriting? Ist das auch ein Thema für dich?

Nein, für mich persönlich ist es eher unwichtig. Manchmal witzig, manchmal cool anzuschauen, manchmal beeindruckend. Aber meistens uninteressant. Gute Spots in den Städten flashen mich mehr.

Wie stehst du zum Malen an legalen Orten?

Ich habe vollsten Respekt vor Leuten, die an den verrücktesten Orten der Stadt ihren Stempel aufdrücken können, oder fast an jeder Ecke vertreten ist. Für mich geht es jedoch um ein schönes Bild/Werk – daher ist es mir egal ob der Ort legal oder illegal ist.

Erzähl uns doch über dein aufregendstes und spannenstes Erlebnis aus deinem Writer-Leben.

Ich bin kein illegaler Writer, daher ist das so alles eher weniger spannend. Witzig jedoch war es einmal auf einem Urban Art-Festival, bei dem sich auch Anwohner dafür bereit erklärten ihre Hauswände zur Verfügung zu stellen. In meinem Fall ein älterer Herr, der sich einen idyllischen See gewünscht hatte. Ich sagte ihm, dass ich leider nicht auf Wünsche eingehe – ich setze meinen Style um – bekommen hat er eine Oma die einen Bengalo in der Hand hielt.

Deine Heimatstadt ist Berlin. Wie sieht dort die Graffiti Szene aus? Wie empfindest du die Berliner Graffiti-Szene?

Naja geht so. Richtig viel geht da nicht!!! ;-P
Nein Nein, ich denke es ist schwer mehr zu kriegen. Die Straßen sind natürlich extrem voll und es ist genauso schwer
sich als ernstzunehmender Künstler durchzusetzen…

Hast du in der Zukunft bestimmte Städte oder Länder im Visier in denen du malen willst und in welchen Städten oder Ländern bist während deine Writer-Karriere schon gewesen?

Ich habe bislang nur bei einigen Festivals in Deutschland mitgemacht. Mein Wunsch wäre es eine Europa-Tour zu machen und dann ein Bildband mit Werken aus jeder Metropole Europas zu veröffentlichen…

Super, vielen Dank Flocke und weiterhin frohes Schaffen auf den Straßen der Stadt!

Mehr Arbeiten von Flocke gibt’s natürlich auf Facebook zu sehen. Vorbeischauen lohnt sich!

 

flocke_art_portrait

Fotos:

© FLOCKE//ART

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