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Dirk Baumanns – Kreatives Multitalent

[Article in English @ Vagabundler: Artist Dirk Baumanns ]

Manche verbinden ihn mit seinen Bildern, andere waren bereits auf Veranstaltungen von ihm, ohne es zu wissen und wiederum andere haben ihn bereits vor sich gesehen, aber würden ihn ohne die ganze Farbe im Gesicht nicht mehr wieder erkennen. Wer ist Dirk Baumanns, was macht er, wieso und warum? Wir stellen euch diesen mannigfaltig kreativen Multi-Künstler in einem Interview mit gleich drei Podcasts vor.

Als Maler organisierte Dirk Baumanns bereits unzählige Einzel- und Gruppenausstellungen, er führt Performanceakte in Eigenregie oder mit der Gruppe „Die Segel“ auf und hat Eventreihen wie „Pixelkitchen“ ins Leben gerufen. Bei den Stadtindianern entstehen mit Partnerin Madelaine Munition die skurrilsten Outfits samt Körperbemalung, im Kunstverein Familie Montez ist er Mitglied und an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach hatte er mit Abschluss Bildende Kunst studiert. Mit Herzblut setzt er sich für den Umweltschutz ein und verband neulich seinen künstlerischen Ausdruck mit aktuellen Bewegungen in dem Gemälde „Mona Greta“.

Über die Jahre entwickelte sich durch die gemeinsamen Projekte, Veranstaltungen und Auftritte ein internationales Netzwerk mit verschiedensten Akteuren aus der Kunst- und Kulturszene, die wiederum bei neuen Ideen mitwirkten. Gerade bei den Pixelkitchen-Events wurde den Gästen ein Sammelsurium an Vorführungen aus den unterschiedlichsten Genres geboten, für jeden etwas. DJs legten auf, Bands standen auf der Bühne, es wurde vorgelesen und am Klavier gespielt, an den Wänden hingen Werke von Künstlern oder es prangerten frisch gesprayte Graffitis. Natürlich durfte die Performance nicht fehlen, meist schräg, interessant und amüsant. Und sogar für ein exquisites Feinschmeckermenü wurde gesorgt, dies musste aber vorher reserviert werden. Eine nächste Pixelkitchen soll es voraussichtlich an Silvester wieder geben. 

Der neuste Streich von Dirk Baumanns Team ist das „Grand Hotel International“, das am 17. Oktober erstmals seine Pforten im Internationalen Theater in Frankfurt geöffnet hat. Ein Theatererlebnis der performativen und ungewöhnlichen Art  unterstützt von den Theatermachern Müjdat Albak und Cüneyt Sezer. Mehr über das Grand Hotel International könnt ihr im Podcast erfahren. Dirk Baumanns, Schlagzeuger Miguel Felber von der Band The Garciass, die an dem Abend auftrat und Müjdat Albak vom Güneş Theater und dem Internationalen Theater waren hierzu bei Radio X zu Gast.

Bei einer weiteren Sendung hatten wir Dirk und Galerist Wolfgang Raith von der KAOST Galerie zur Ausstellung „Sturm der Liebe“ zu Besuch. Mitmoderator dabei war Francesco Solazzo von La Frisa und Iko Sounds.

Die zwei Radiosendungen haben dennoch nicht annähernd ausgereicht, um dieses Ausmaß an Projekten, Erschaffungen und kreativem Machen von Dirk Baumanns ausreichend zu fassen. Wir nahmen also nochmals in Ruhe ein weiteres Interview auf, bei dem es um Entstehungen und Hintergründe geht. Diesen Podcast findet ihr hier, im Folgenden ist das Interview außerdem verschriftlicht.

Wie bist du zur Kunst gekommen und würdest du dich als Künstler bezeichnen?

Ich denke schon. Aber ja, was ist ein Künstler? Die Frage ist immer schwierig. Ich hab so gesehen mit dem Zeichnen angefangen. Ich hab Comics gezeichnet und Geschichten erfunden. Das kann ich relativ genau auf das Alter von zehn Jahren zurückführen. Da hat es mit diesen Comicgeschichten angefangen. Vielleicht hab ich vorher auch schon gezeichnet, aber mit zehn Jahren wurde das dann sehr intensiv.

Wie war deine Schulzeit? Bist du in der Schule angeeckt?

Auf jeden Fall. Ich hab eine ziemlich schwierige Schulzeit gehabt und musste zweimal wiederholen. Es gab einen Schulwechsel und ich hatte eigentlich schlechte Noten. In der Schule wird man in gewisse Strukturen gepresst und da hab ich sozusagen nicht so gut funktioniert. Gerade dieses Auswendiglernen und vielleicht auch diese Autorität, das war nicht meins.

Du hast dann eben mehr und mehr dein Ding gemacht und das in Objekten, Bildern oder Performances zum Ausdruck gebracht.

Genau das ist das Wort, was mir auch gerade im Kopf rumgeschwirrt ist: Sich auszudrücken. In bildhafter Form, das kann aber auch auf vielen Wegen passieren. Wenn ich nochmal auf die Anfangsfrage zurück gehe, wie das alles angefangen hat. Weil bei mir ja nicht nur das Zeichnen da ist, also die Malerei, sondern es sind verschiedene Medien. Und was dann eben sehr viel geworden ist, das ist ja die Performancekunst. Hier habe ich mir auch schon oft generell überlegt: Wie kam ich eigentlich zur Kunst? Darüber habe ich bereits sehr viel nachgedacht, gerade in Bezug auch auf die Performance. Ich hab eigentlich schon als Kind sowas gemacht und war damals so ein bisschen eine Rampensau. Zum Beispiel bei Feiern hab ich mich immer in die Mitte gestellt und vor den ganzen Erwachsenen Geschichten erzählt und Witze gemacht. Bispielsweise beim sechzigsten Geburtstag von meinem Opa, als sogar an die hundert Personen da waren.

Es hat dir also schon früh gefallen, andere Personen zu unterhalten. Du wolltest die ja nicht nerven, sondern denen eine Show bieten.

In dem Fall wollte ich sie irgendwie zum Lachen bringen und begeistern. Ich wollte vielleicht einfach ein gutes Gefühl transportieren. Das war glaub ich das Grundlegende. Ich wollte Freude teilen und hatte dann auch das Gefühl, dass das passt, was ich da mache.

Das ist dann aber eigentlich keine Rampensau. Eine Rampensau, die will nur Fame für sich haben. Aber bei dir, da steckt ja noch viel mehr dahinter.

Deswegen hab ich bei dem Begriff Rampensau auch etwas gezögert. Das hab ich jetzt so gesagt, weil man ja auch einen gewissen Mut aufbringen muss, vor Leute zu treten und auch dem Lampenfieber zu begegnen. Also Lampenfieber ist tatsächlich noch etwas, was auch jetzt noch eine Rolle spielt. Es ist nicht so, dass ich da immer ganz angstfrei bin. Das wäre auch komisch, sowas kann man nicht ganz wegwischen.

Du hast ja zig tolle Projekte und ich hab hier eine ganze Liste mit kreativen Sachen. Wir gehen die jetzt mal einzeln durch. Also es gibt ja Pixelkitchen und die Stadtindianer, aber chronologisch waren zuerst Die Segel, also die Performance Gruppe.

Ja, das ist auch im Grunde die Wurzel, aus der die vielen anderen Sachen danach erwachsen sind. Die Segel sind eigentlich aus einem Zusammenschluss von Freunden entstanden. Wir waren alle Kunststudenten in einer Malereiklasse und waren teilweise aber auch mit ganz verschiedenen Medien unterwegs. Wir haben alle irgendwo bildhaft gearbeitet, aber auch musikalisch oder vielleicht ein bisschen mehr in eine grafische Richtung oder mit Computergrafik. Aber wir hatten alle den Bezug zur Malerei und zur Kunst und wir haben uns dann durch diese Malereiklasse gefunden, kamen aber richtig dann eben über die Freundschaft zusammen.

Du wolltest lieber in Kooperation mit anderen was erschaffen.

Es gib ja die Möglichkeit, dass man sich als Künstler hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt, sich in sich selbst zurückzieht und sich von allem anderen abhält. Und dann kann natürlich auch eine Form von Kunst entstehen. Aber das fehlte uns glaub ich allen. Auf jeden Fall kann ich für mich da sprechen, dass es mir fehlte, mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten und auch zusammen zu sein und auch einen Austausch zu haben. Also ich hatte selbst auch irgendwo immer Angst, aber ich hatte einfach auch keine Lust auf dieses Ding mit ‚immer nur mit mir selbst alleine zu sein‘, was ja sicher auch eine Option ist. Aber ich dachte bei mir, ich möchte das für mich nicht. Ich möchte lieber mit Menschen gemeinsam etwas gestalten und auch erreichen. Aber natürlich mag ich es auch immer noch auch mal für mich alleine zu sein und nur meinen eigenen Kopf zu benutzen.

Performance mit den Segeln macht ihr jetzt mittlerweile seit fast zehn Jahren.

Ja, seit 2010. Wenn du jetzt zehn Jahre sagst, das hört sich auch irgendwie krass an. Es ist der Hammer, dass wir über diesen langen Zeitraum durchgehend Auftritte hatten. Also in jedem Jahr haben wir Performances gemacht, wir haben Kurzfilme gemacht, Installationen, wir sind gemeinsam nach Frankreich. Also was ich jetzt rückblickend als einige der schönsten Momente empfinde, da sind wir nach Frankreich gereist und haben dort in sehr schwierigen Umständen gelebt. Also der Erik und ich haben in einem ganz kleinen Minizimmer geschlafen, es war auch ziemlich kalt im November. Bei Südfrankreich denkt man eigentlich, es ist wärmer, aber durch die Feuchtigkeit war es ziemlich kalt. Daniel, Tamara und Max waren auch in einer ganz kleinen Wohnung, wo man noch nicht mal aufrecht gehen konnte und praktisch fast wie auf allen Vieren laufen musste.

Allein schon das Wohnen dort war wie eine kleine Performance.

Ja, genau. Also das war schon echt eine unglaubliche Zeit. Also toll, wie wir das geschafft haben, uns gemeinsam zu organisieren und dort hin zu fahren, mit den Umständen umzugehen und da dann im Endeffekt noch eine richtig coole Sachen abzuliefern. Das gehört natürlich auch alles dazu. Wir sind zwar Freunde, aber man könnte es auch fast schon wie eine kleine Familie bezeichnen. Da gibt es natürlich auch nicht nur Positives und Gutes, es gibt eben auch Schwierigkeiten und Probleme. Jeder für sich und auch gemeinsam. Wir hatten es auch dort und wie so oft oder bei eigentlich jeder künstlerischen Arbeit, dass wir auch mal aneinander geraten und es Auseinandersetzungen gibt. Und in Frankreich ist das dann auch kurz ein bisschen explodiert. Das ist dann aber eigentlich auch ein Zeichen für die Energie, die da frei gesetzt wird. Das Tolle ist dann eben, dass wir am Ende immer wieder zusammen kommen. Aber das war dann eben total befreiend nach dem ganzen Stress, der Arbeit, den Diskussionen und den Konflikten. Aber es wird trotz alledem was geschaffen, es entsteht etwas, worüber wir dann selber am Ende auch stolz sind. Also eigentlich mit dem Ende ist es dann auch befreiend und raus.

Also die Segel waren am Anfang. Kann man sagen, dass das deine erste größere Kooperation mit anderen Künstlern war? Und dann kam Pixelkitchen.

Ja, also wir haben Die Segel ja gemeinsam gegründet. Aber das war das erste Projekt, wo ich Mitgestalter war und das mitbegründet habe. Pixelkitchen ist  tatsächlich dann eigentlich dadurch entstanden, dass ich mit den Segeln eine Performance auf dem Tevesgelände für ein Festival des Güneş Theaters gemacht habe. Dann wurde ich nach der Performance gefragt. Also das ist jetzt auch nur eine Vermutung, genau weiß ich es nicht wie der Müjdat Albak darauf gekommen ist. Aber ich glaube einfach, die Performance hat ihn absolut weggeflashed. Er hat glaub ich auch gemerkt, wie wir in der Gruppe gearbeitet haben und dass ich dann auch diese Gruppenaktivitäten dort mache. Und ja, man kann wie ich schon gesagt habe, sich als Künstler auch zurückziehen oder sagen hier oder dort stell ich jetzt nicht aus, weil das ist jetzt unter der Würde oder unter dem kunstmarktaffinen System, aber man weiß auch manchmal gar nicht, was sind eigentlich noch so die Möglichkeiten. Man kriegt das dann praktisch erst so direkt mit. Ich hab das dort mit dem Festival eigentlich erst richtig eröffnet bekommen und konnte dann weitere Verbindungen mit anderen Künstlern schließen oder mit Freunden von Künstlern, aber nicht nur aus der bildenden Kunst, sondern auch aus der Musik, der Literatur und vielem mehr. Das Ganze hat dann quasi erst ein Fass aufgemacht. Das kann man so sagen. Ich glaube, dass es auch wichtig ist, dass man in diesem Machen bleibt. Natürlich wird da nicht immer alles direkt gleich gut. Also ich gerate auch oft in Situationen, wo ich Leuten Tipps oder Ratschläge geben soll. Also auf die Frage: Soll man Kunst machen oder nicht? Da hadere ich manchmal, weil tatsächlich ist es ein sehr sehr steiniger Weg. Es ist aber auch ein sehr fruchtbarer Weg und man bekommt sehr viel zurück.

Das Konzept von Pixelkitchen war dann ja nochmals eine Weiterentwicklung. Da hattet ihr eure Performance, aber ihr habt dann noch andere Gruppen und Künstler aus verschiedenen Genres eingeladen und eine Art Supereventreihe gestartet. Es gab Essen, Musik, Bilder, Literatur, Performance, also es war einfach für jeden etwas dabei.

Ja, man hatte eigentlich die Möglichkeit, quasi zu jeden Zeitpunkt des Abends einzusteigen und dennoch praktisch alles mitzunehmen. Also der Müjdat Albak hat da eine sehr schöne Beschreibung gefunden. Wir haben alles in einem Topf gekocht, also die Pixel. Wie in einer Pixelkitchen. Was das Gesamtbild ausmacht sind ja die einzelnen Pixel und jeder Pixel spielt dann mit den anderen zusammen. Das ist auch das, wo ich immer versucht habe mit zu schwimmen. Auf dieser Welle, die dann praktisch losgelöst wird, sobald der Event dann angefangen hat. Also Tsunami wäre jetzt zu negativ, aber eben wie so eine atmosphärische Welle, die losgetreten wurde durch die Künstler, aber auch durch die Besucher.

Dort habt ihr mit den Segeln dann auch Performances aufgeführt?

Ja, genau. Ich finde auch unseren Namen von der Symbolhaftigkeit sehr schön. Also mit dem Wind im Segel und wir verstehen uns genauso als Mannschaft, die auf eine gemeinsame Reise aufbricht vielleicht auch mit unbekanntem Ausgang. Das ist nicht nur das weiß des Segels.

Ihr wechselt immer mal wieder das Boot, aber das Segel nehmt ihr mit.

Genau. Also tatsächlich ist das auch so. Wir unterstützen uns gegenseitig und supporten uns und die einzelnen Leute der Segel, haben auch ihre jeweils eigenen Projekte. Bei Pixelkitchen haben die Personen auch einzeln mitgewirkt. Der Erik hat zum Beispiel die Visuals gemacht, das war auch immer super und toll, wie dies den Abend atmosphärisch mitgestaltet hat. Daniel gab Musik-Auftritte und hat sich mittlerweile auch superkrass im Technobereich entwickelt.

 Wann kamen dann die Ausstellungen? Du hattest ja auch einige Events im Kunstverein Familie Montez.

Montez war eigentlich sogar noch vor den Segeln. Dort hatte ich schon davor Ausstellungen oder hab Performances gemacht. Das war 2007 und die Segel starteten 2010. Also jeder von den Segeln hat ja vor den Segeln natürlich auch seine eigenen Sachen schon gemacht. Auch Ausstellungen oder Performances, wie bei mir jetzt.

Wo hast du bisher schon ausgestellt oder Auftritte gehabt.

Also Montez hatten wir schon genannt. Dann das Güneş Theater, den Eulengassen e.V., im Blauen Haus. Ich hab in der Galerie in der Fahrgasse mal ausgestellt, die gibt es aber leider schon nicht mehr.  Am Beispiel Blaues Haus, das ist auch wieder ein komplexes Thema, weil dort sind auch ganz viele verschiedene Sachen passiert. Dort hab ich ausgestellt, aber auch Performances gemacht. Man trifft vor allem auf tolle Leute und Menschen mit großem Herz. Was ich jetzt auch mittlerweile weiß, das könnte man sich aber auch denken. Aber in der Kunstwelt und der Kunstszene oder generell im Kulturbereich, da gibt es einfach super viele Menschen, die wirklich nicht nur schlau denken, sondern auch ein großes Herz und viel Empathie haben, wie kaum an anderen Orten in unserer Gesellschaft.

Dann später kamen die Stadtindianer, das hat ja wiederum viel mehr mit Verkleiden, Anmalen und Entblößen zu tun. Ganz nackt performt, hast du das auch schon?

Das hab ich auch schon mal gemacht. Ich hab mich praktisch schon schrittweiße dem Ganzen angenähert. Also es war ja dann auch so mit der Performance, dass ich am Anfang voll im Zeichnen und in der Malerei war und ich hab früher sogar mal aufgelegt und mich mit der Musik versucht. Aber dann kam mit der Performance alles zusammen und ich konnte es noch über zwei weitere Sinne sozusagen erweitern. Also das erreicht ja praktisch alle Sinne, das fand ich total spannend und toll. Das ging dann auch immer weiter, weil ich eben auch immer schon Grenzen überschreiten wollte. Das ist einfach auch mein Naturell. Also Grenzen überschreiten, Grenzen ausloten. Wobei die Grenze dann auch recht dünn sein kann. Also bei einer Veranstaltung im Dreikönigskeller, da war dann auch mal nur eine dünne Plexiglasscheibe zwischen mir und den Besuchern. Dort hab ich auch mal eine Performance gemacht. Ich geh auch an Orte, wo man erst mal nicht vermutet, dass man dort Kunst macht. Teilweise bin ich dann auch an Orten, die ich cool finde, da sprech ich die Leute natürlich auch mal an bezüglich einer möglichen Vorführung. Passiert aber auch umgekehrt. Also das ist mal so und mal so.

Und bei den Stadtindianern verkleidet ihr euch und performt dann auch?

Also die Stadtindianer ist das neuste Projekt, das ich zusammen mit meiner Freundin mache. Ihr Künstlername ist Madeleine Munition. Sie macht auch selbst Kunst. Sie schreibt und hat auch schon Poetry Slams gemacht und ist sehr aktiv im Café Kurzschluss oder beim Klapperfeld und bei feministischen Gruppen. Das ist auch wieder so ein Thema, wo es dann auch um Mut geht. Also ob so ein Kunstprojekt in der Beziehung funktionieren kann oder nicht. Man hat dann auch etwas Bedenken, wenn man sich da auch wie bei den Segeln streitet, ob das dann quasi noch gut geht. Es war jetzt auch nicht so, dass wir beide das forciert hatten, dass das Projekt entsteht. Das kam eigentlich sehr natürlich. Ich hab jetzt ein Atelier in Fechenheim, meine Freundin ist auch gerade als Sozialarbeiterin in Fechenheim tätig. Sie hat mich dann praktisch immer nach der Arbeit im Atelier besucht. Ich bin jetzt nicht so, dass ich nur Kunst mache. Ich hab da auch noch Jobs, die ich teilweise mache, aber wenn die Zeit es zulässt, dann versuch ich schon so viel wie möglich im Atelier zu sein. Dann haben wir uns also dort getroffen und das ist dann einfach so entstanden. Also wir haben uns ein paar Sachen herausgesucht, ich hab mit Farben rumgemacht. Also man muss dazu sagen, ich hab ein richtig richtig vollgestopftes Atelier mit haufenweise Zeugs. Ich bin da auch ein bisschen messihaft, so ein Chaostyp. Also ich hab viele Künstlerfreunde, die dann total überrascht sind, wenn sie das sehen. Ich hab eine Freundin aus Frankreich, die ist mal ins Atelier rein und hat dann gleich gemeint: „Mon Dieu! Incredible!“

Aber das ist doch eigentlich ein Kompliment. So soll es doch in einem Künstleratelier aussehen.

Ja, also ich fand es herrlich. Sie ist da rumgesprungen, hat Fotos gemacht und hat sich über den überquellenden Aschenbecher total gefreut und über diesen ganzen Wust an Dingen. Sie ist auch eine Performancekünstlerin, aber strukturierter und auch ein bisschen planvoller. Aber sie macht auch ganz tolle Sachen, eine ganz großartige Künstlerin. Aber jeder Künstler ist anders, jeder Mensch ist anders und das ist auch vollkommen ok so. Ich bin dann aber auch ok mit mir. Das ist dann mein System. Man sagt ja immer auch die Ordnung im Chaos und so. Man kann in meinem Atelier dann auch kaum laufen, da sind überall so Berge, die sich dann auftun. Das sieht auf wie so ein riesen Müllhaufen. Und dann war das auch so, dass ich damals, als die Elenora da war, die hab ich für ein Festival eingeladen, das ich kuratiert habe. Wir haben dann noch Material für sie in meinem Atelier gesucht nachdem sie ihre Fotosession gemacht hatte. Es ging dann darum, was wir brauchen. Ok, einen Tacker. Ich bin dann in den Müllhaufen reingegangen und hab direkt den Tacker raus gezogen. „Hier Bitteschön!“. Also ich hab dann tatsächlich so ein Erinnerungsvermögen, da war sie dann auch wirklich ganz baff, dass ich aus dem ganzen Haufen das komplette Zeug rausgezogen hab, was sie gebraucht hatte. Es ist tatsächlich aber dann auch mal schwierig, wenn ich praktisch doch aufräume. Das mach ich ab und zu dann doch mal, damit ich für andere Dinge auch habe. Es nervt mich dann auch tatsächlich irgendwann, durch diesen Raum so herum staksen zu müssen.

Ich stelle mir dein Atelier wie so ein Abenteuerland vor.

Ja, ist es auch. Und diesen Abenteuerspielplatz haben wir dann für die Stadtindianer genutzt. Für uns ist das der tollste Spielort. Das ist wie ein Kostümverleih oder ein Karnevalsshop, das ist alles in einem. 

Also ihr habt dann angefangen euch komische Sachen anzuziehen, euch anzumalen und dann seid ihr raus auf die Straße?

Tatsächlich waren wir jetzt noch nicht draußen, hatten auch noch keinen Auftritt. Wir haben bisher hauptsächlich im Atelier Fotografien von den Bemalungen oder Verkleidungen gemacht und mit Found Objekts menschliche Installationen produziert. Aber wir haben tatsächlich schon einige Anfragen erhalten und wir haben ein krasses Feedback bekommen, zum Teil nicht nur positiv, aber schon doch ein sehr gutes Feedback. Und dazu gehört auch, dass Leute uns schon angefragt haben für Performances im öffentlichen Raum. Da ist auch viel mit eingeflossen, also auch das Emotionale zwischen uns beiden als Partnern. Eben was uns im Einzelnen umhertreibt, aber auch das, was uns verbindet oder worüber wir uns beide Gedanken machen. Auf den Fotos ist zum Beispiel die Farbe Lila stark vertreten, das ist auch die Farbe des Feminismus und etwas, was vom Background von Madeleine Munition kommt. Dann auch die Konstellation, wie wir beide auftreten und verkleidet sind, das hat dann auch mit diesem Thema zu tun. Es hat aber auch die Themen Multikultur und Kulturalität, aber auch Umweltschutz, was aus meinem Betätigungsbereich kommt, wobei das auch Dinge sind, die meine Freundin auch beschäftigen und natürlich auch gerade uns alle beschäftigen. Wir beschäftigen uns generell mit allem, was wichtig ist.

DIE KÜNSTLER ZU IHREM NEUSTEN STREICH: GRAND HOTEL INTERNATIONAL

Wir sind ein etwas in die Jahre gekommenes, verlassenes altes Gebäude der Belle Epoque, dass sich von Zeit zu Zeit mit buntfrivolen Schattengestalten des Frankfurter Nachtlebens bevölkert. Eingebaut und teils umgewandelt durch neue Strukturen, steht immer noch eisern der alte Concierge am Empfang, bei dem man sich den Eintritt durch merkwürdiges Aussehen erbittet. Dann darf man endlich den alten Saloon mit Bar und Kronleuchter, der unter einem pyramidialen Glasdach schwebt betreten. Hier verweilen unsere Gäste gerne, bis manche dem lockenden Ruf der Stars des Untergrunds und zuweilen bekannten umtriebigen Künstler folgen. Hierfür öffnen sich die Pforten zum großen Saal, in dem die Gäste auch ihre Zimmer beziehen und mit ihren Getränken auf Betten Platz nehmen können. Während aus dem Dunkel die begehrten Laute aufsteigen und ein Gewirr aus magischen Irrlichtern erscheint, öffnen sich die riesenhaften Vorhänge, die den Saal umsäumen und internationale Künstler beginnen auf einer großen Bühne ihr Unwesen zu betreiben. Die Internationalität unserer Gäste verspricht ein angenehm multilaterales Ambiente.

INFOTHEK

Dirk Baumanns

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