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Raumgefühl ohne TV – Beamer vs. Fernseher – Understatement oder Protz

Im Gegensatz zu TVs sind Beamer, obwohl sie durch die größeren Bilddiagonalen fast Kinoerlebnisse erzeugen, kaum wahrzunehmen. Sie stören die räumliche Ästhetik nur sehr wenig oder mit etwas Geschick (siehe Tipps & Tricks) gar nicht.

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Worauf kommt es an, wenn der Wohnraum, ohne ein Fernsehgerät, neu gestaltet wird?

Einen Raum anders zu denken, ohne den gewohnten Platz eines TVs, ist ziemlich fremd, aber der kompromisslose Weg, um neues Wohlfühlen zu schaffen. Streicht man das Fernsehbild aus seinem Kopf, entstehen neue Raumgefühle. Farben, Möbel, Lampen, Teppiche, Accessoires, Anordnungen, Bilder, Skulpturen – alles steht neu zur Disposition ohne den „Zentralbereich“ um den altgewohnten Fernseher.
Das Wohn-Zentrum kann zum warmen, glühenden Pohl werden, farbige KO-Schläge können einfach vermieden werden. Möbel und Teppiche können aus Böden, Bilder oder deren Rahmen aus Wänden „herauswachsen“, Accessoires und Skulpturen können auch über Ecken Kontakt aufnehmen und damit neue Raumgefühle erzeugen.

Wohnbereich mit TV
Wohnbereich mit neuen Farben ohne TV

Nachdem der Raum neu gestaltet wurde, wird das Fernsehbild flexibel integriert. Dabei sind ein paar Dinge zu beachten.

Ohne hochwertige Leinwand, taugt der beste Beamer nichts.

  • Für eine optimale Bildqualität (Farbdarstellung und Kontrast) sollte eine Leinwand genutzt werden, die das Licht sehr gleichmäßig reflektiert. Wird diese häufig aus- und eingerollt bietet eine elektrische deutlich größeren Komfort.
  • Leinwände, sowie umliegende weiße bzw. helle Wände sollten bei Bedarf indirekt beleuchtet werden können, da ansonsten Reflexionen die Qualität beeinträchtigen. Alternativ sind dimmbarer Lichtquellen ebenso gut.
  • Als optimaler Augenabstand zur Leinwand gilt die doppelte Bildbreite, das 1,5-fache ist die Untergrenze.

Der Standort des Beamers sollte im Alltag nicht stören.

  • Das Gerät sollte mittels einer Deckenhalterung „unsichtbar“ befestigt werden, die Kabel sollten idealerwiese hinter der Decke verschwinden.
  • Projektoren die auf Tischen oder in Regalen aufgestellt werden, müssen über genügend Luftzufuhr verfügen, vibrationsfrei stehen und gegen Umreißen z.B. durch Ziehen an Kabeln geschützt sein.

Tipps & Tricks:

  • Ein „Beamerfahrstuhl“ lässt das Gerät in einer abgehängten Decke verschwinden.
  • Die Leinwandhalterung kann in einem Deckenausschnitt (Voute) angebracht werden und somit ebenfalls Unsichtbar sein.
  • Boxen können unter der Verwendung von Kinoleinwänden auch komplett verschwinden, wobei dies die Flexibilität des Wohnraums einschränkt.

Parameter für einen optimalen Beamer:

  • Scharfe und kontrastreiche Bilder vor allem bei schnellen Passagen mit vielen Details (z.B. Kameraschwenk im Fußballstadion) sind essentiell.
  • Mind. 2.000 ANSI-Lumen sind für sehr helle Räume nötig. Um Blendeffekte zu vermeiden sollte man nicht mehr als die nötigen Helligkeiten einsetzen.
  • Der Beamer sollte nahezu geräuschlos sein, um auch leise Sequenzen genießen zu können.
  • Hohe Auflösungen sorgen für beste Bildqualität, selbst bei großen Leinwänden.

In unserem Fall haben wir uns für den EH-TW9400 von Epson entschieden, da das Preis/Leistungsverhältnis bzgl. Bildqualität und Flexibilität vielversprechend war.

Testbericht:

Das Ausbacken ist völlig problemlos. Da neben dem Gerät nur das Stromkabel, die Fernbedienung inkl. Batterien und eine Kurzanleitung (ausführliche Bedienungsanleitung auf CD) beiliegen, gibt’s keine Verwirrungen oder Ängste vor einem „Beamer-Studium“.
Die Montage inkl. der Deckenhaltung (wir haben uns für die ELPMB30 entschieden) war in 1h erledigt. Die verwendete Niedrigprofildeckenhalterung (wird in Schwarz und Weiß angeboten) lässt den Projektor mit minimalem Abstand „an der Decke kleben“. Beim Anbringen (zu zweit geht es viel einfacher), sollte man darauf achten die Kabel vor dem Einklinken des Beamers in den Auslassecken durchzuführen, da ansonsten zu wenig Platz zum Einrasten bleibt. Die mitgelieferten Schrauben sind nicht besonders hochwertig, deshalb ist Fingerspitzengefühl beim Festziehen gefragt.

Das Anbringen der Leinwand war einfach. Die elektrische Projektionsleinwand von SAM, welche in mehreren mattierten Lagen hergestellt wird, kann an der Wand oder der Decke montiert werden.

Nachdem die Leinwand ausgerollt war, flimmerte das erste Bild in toller Brillanz, jedoch auf dem Kopf. In 5 Minuten sind die Grundeinstellungen erledigt, so dass die genaue Positionierung des Bildes angegangen werden kann. Dazu muss man per Hand den Projektor in der Deckenhalterung positionieren. Ohne eine helfende Person ist das sehr mühsam. Das Justierungsbild, welches durch die Funktion „Pattern“ erzeugt wird, ist sehr hilfreich, macht die Feineinstellung (Schärfe, Zoom, Bildposition inkl. Trapez (Keystone) sehr einfach.
Der Projektor ist natürlich im Netzwerk (auch per W-LAN) zu betreiben, 3D-fähig (3D-Brille ist nicht im Lieferumfang) und mit ausreichend Funktionen zur Feinabstimmung ausgestattet. Die Bedienung ist zum größten Teil selbsterklärend und sehr einfach.

Kurzinfo – Epson EH-TW9400 mit 4K UltraHD und HDR (Heimkinoedition):

  • Weiß- und Farbhelligkeit: 2.600 Lumen 
  • Kontrastverhältnis: 1.200.000:1 
  • Auflösung: 3840×2160 4K UHD
  • 3LCD-Technik
  • Motorisierte Optik 
  • Lens-Shift-Bereich Vertikal ±96,3% und horizontal ±47,1%
  • Abmessungen (BH/T): 52 x 19.2 x 45
  • Lüftergeräusch 20dB (vergleichbar mit dem Ticken einer Armbanduhr)
  • Lampenlebensdauer lt. Hersteller: 5.000 Stunden im Economy-Modus

Fazit:

Einen Raum zu gestalten, ohne auf ein Fernsehgerät zu achten, war für uns eine tolle Herausforderung, die unserer Kreativität große Freiheit ließ. Die neue Ästhetik überzeugt uns vollkommen. Die neue Technik (Leinwand und Beamer) lässt keine Wünsche offen.

Weitere Beamer im Test:

Testbericht mobiler Projektor Epson EB-1795F

Testbericht Espon Laser projektor EB-710UI

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