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Ghana Report No.25: WLAN Implementierung an der University of Ho

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Der Verein HITA e.V. konnte am 26. Februar einen Container mit hochwertigen medizinischen Hilfsgütern, zwei kompletten Computerlabs und einem WLAN System nach Ghana verschiffen. Unsere HITA Techniker sind am 17. Mai in Accra gelandet und werden das erste Campus WLAN Afrikas an der Universität von Ho installieren. Außerdem werden fünf Healthcare Center im Großraum Ho mit den medizinischen Geräten und Hilfsgütern ausgestattet. Hier ist der Bericht zum Ghana Aufenthalt unseres Teams von den ersten Tagen:

Wir, Shaun, Leonhard und Karsten – die ersten drei der fünf HITA-Mitstreiter, die bei dieser Arbeitsreise nach Ghana am Start sind – machten uns am 17. Mai auf den Weg nach Accra, diesmal über Brüssel. Beim Verlassen des Flugzeugs am Zielort strömt uns die schwüle Subtropenluft entgegen – Ghana im Mai ist stets eine schweißtreibende Angelegenheit. Der Fahrer unseres Gastgebers UHAS, der University of Health and Allied Sciences in Ho, wartet schon seit einer Stunde. Die Verspätung bedeutet, dass wir einen Teil der Strecke von Accra nach Ho im Dunkeln zurücklegen müssen – das hatten wir eigentlich vermeiden wollen, weil die Straßen des Landes nach Einbruch der Dunkelheit verdammt gefährlich sein können. Die Zahl der Verkehrstoten im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist in Ghana fast fünfmal so hoch wie in Deutschland, obwohl der durchschnittliche Ghanaer viel weniger Kilometer zurückgelegt. Aber Michael, unserer Fahrer, kennt die Strecke wie seine Westentasche und bringt uns sicher in die Hauptstadt der Volta-Region.

Hier in Ho ist unser Quartier das Chances Hotel, welches Selfmademan Emanuel Chance vor mehr als 20 Jahren mit eigenen Händen erbaut hat. Seit letztem Jahr zählt Chance zu HITAs wichtigsten Kooperationspartnern im Land. Er verfügt nicht nur über umfangreichen Kontakte in der Volta Region sondern hat auch ein starkes, persönliches Interesse an einer Verbesserung der Gesundheitsversorgung in seiner Heimatregion. Damit ist er genau der Mann, den HITA benötigt, um auf lokaler und regionaler Ebene erfolgreich Innovationsprozesse anzustoßen.

Köchin Katumi und ihr Team warten schon mit Essen auf uns; wohl weil die HITA-Vertreter beim letzten Besuch so sehr von den Kochbananen geschwärmt haben, bekommen wir frittierte Bananen mit einer unbeschreiblichen, heftig scharfen Beilage serviert, dazu Club-Bier – genau das Richtige, um eine langen Reisetag abzuschließen. Wir schlafen bestens, nicht zuletzt weil Chance und in seinen brandneuen Bungalows einquartiert hat.

TAG 2: Am frühen Morgen wecken uns die beiden Pfauen, die sich auf dem Gelände des Hotels häuslich eingerichtet haben, sowie ein Prediger von der nahgelegenen Geschäftsstraße, dessen mikrofonverzerrte Stimme schon um vier Uhr früh die Nachbarschaft beschallt. Nach dem Frühstück treffen wir Emanuel Chance und diskutieren mit ihm den Tagesablauf. Als erstes steht eine Besichtigung des Lagers auf dem Programm, in dem Chance den Inhalt unseres Containers deponiert hat. Dieser hat eine wahre Odyssee hinter sich, und wir befürchten, dass das ein oder andere auf dem Weg „verloren gegangen“ ist. Eine schnelle Prüfung aber zeigt: Alles ist noch vorhanden! Das bedeutet: wir können wie geplant mit der Einrichtung des Campus WLANs beginnen, und auch die Verteilung der gespendeten Krankenhauseinrichtungen und -geräte kann in der kommenden Woche erfolgen.

Chance zeigt uns noch sein derzeitiges Bauprojekt: Er erweitert die Hotelkapzitäten um zwei mehrstöckige Bauten, die 60 weitere Gäste werden aufnehmen können. Im Anschluss fährt er uns ins Zentrum der Stadt Ho, damit wir uns SIM-Karten für unsere Smartphones beschaffen können. Diese benötigen wir zur Prüfung der online-Verbindung, wenn das Campus-WLAN erst einmal eingerichtet ist. Vodafone und MTN sind die Provider, die die Region mit Mobiltelefonie versorgen – MTN verfügt sogar schon über ein breitbandiges LTE-Netzwerk, obwohl die Datenübertragung in der Praxis doch noch sehr zu wünschen übrig lässt. Vodafone jedoch ist weiter verbreitet. Alijah, der Chef der hiesigen Niederlassung, ist ein guter Bekannter von Chance und sichert uns seine Unterstützung zu – das könnte uns noch sehr gelegen kommen, wenn es Probleme mit der Mobilfunkversorgung gibt, wie es leider sehr häufig der Fall ist in Ghana.

Am Abend dann gibt es ein erstes Treffen mit der Mannschaft von der School of Nursing and Midwifery (SONAM) an der UHAS-Universität – dem in dieser Phase wichtigsten HITA-Partner in Ghana. Professor Prudence, Head of Department Robert und die zwei IT-Tutoren Samuel und Bosco wollen uns willkommen heißen und mit uns die Planung für die kommenden Tage besprechen. Die Vorarbeiten in den Gebäuden des Pflegeschule sind offensichtlich wie geplant abgeschlossen, auch wenn der übliche Mangel an Budget und Material mal wieder Schwierigkeiten bereitet hat – es fehlen noch ausreichende Tische und Stühle für das neue Computer-Lab. Wir aber können die geplanten Arbeiten trotzdem durchführen, so dass die volle Anzahl an Computerarbeitsplätzen zur Verfügung stehen wird, sobald die Universität die fehlenden Möbel auftreiben kann. Wir diskutieren außerdem, wie die Schule optimalerweise vorgehen sollte, um mLearning im täglichen Lehrbetrieb zu verankern, ohne dass das Arbeitspensum der Lehrkräfte in der Einführungsphase über Gebühr erhöht wird und ohne Schüler*innnen zu benachteiligen, denen das nötige Kleingeld für die Anschaffung eines Smartphones fehlt.


WIR SUCHEN WEITERHIN NACH NEUEN MITGLIEDERN UND SIND AUF EUREN SUPPORT UND FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG ANGEWIESEN, UM UNSERE PROJEKTE UMSETZEN ZU KÖNNEN.


 

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