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Helfen will gelernt sein

Helfen zu helfen. Aber wie richtig helfen? Es geht in diesem Beitrag um Entwicklungshilfe und dies ist eine Thematik, die in Bezug auf bestehende Vorgehensweisen kontrovers diskutiert wird. Ich hatte in den letzten Tagen hitzige Diskussionen über gute und schlechte Projekte und ihre Konsequenzen. Es genügt eben nicht einfach Schulen mit unseren gewohnten Strukturen in Südamerika, Asien oder Afrika hinzustellen und dem dortigen Ablauf unsere Ausbildungsstrategien quasi aufzuzwingen. Die Kulturen sind zu verschieden und schlichte Einführungen unserer Regeln bringen oft mehr schlechte Nebenwirkungen mit sich als gewollt. Es lassen sich dazu genügend Beispiele finden, aber es gibt eben auch Gegenbeweise.

Ich den Gesprächen über verschiedene genau solcher Projekte habe ich den Verein, den ich euch auch hier in dem Blog vorstellen möchte, immens verteidigt. Es gibt sicherlich viele Programme, die letztlich nur auf profitorientierte Ausbeutung ausgelegt sind, viele Herangehensweisen sind auch einfach schlecht konzipiert, und es ist auch klar, dass keine Hilfe oft besser ist als schlechte Hilfe. Dies heißt aber nicht, dass zu helfen per se schlecht sein muss. Es sollte eben durchdacht und passend sein.

Dazu muss man auch die Menschen und das Land genauer erfahren, versuchen zu verstehen und um dadurch überhaupt lernen zu können, wie der jeweiligen anderen Gesellschaft am besten geholfen werden kann. Auch wiederum kontrovers diskutiert wird, in welchen Bereichen denn dies nun getan werden dürfe. Aber ich schätze, wenn es um die medizinische Versorgung und um die Rettung von Menschenleben geht, sollte dies außer Frage stehen. Eine dieser Organisationen, sozusagen eine NGO, die sich solchen Aufgaben auf eine neue und innovative Weise angenommen hat ist HITA e.V.

HITA e.V., kurz für “Healthcare IT for Africa e.V.”, ist vor allem in Ghana tätig und versucht hier die Nutzung von neuster Gerätschaft der Informationstechnologie für Unterstützungsprogramme im medizinischen Bereich aufzubauen und zu fördern. Gerade in einem Land, das kaum über Infrastruktur überhaupt verfügt, könnten die neuesten funkbasierten Technologien zu einer enormen Erleichterung und Verbesserung der medizinischen Versorgung beitragen. Es geht hier vor allem um Informationsaustausch, Ausbildung und Wissensförderung. Mit der Bereitstellung des entsprechenden Equipments können sich auch Krankenschwestern im tiefsten Dschungel per Netz Rat vom Arzt in einem Krankhaus aus der nächsten Stadt oder auch von der anderen Welt einholen.

Auch werden verschiedene kulturverknüpfende Weiterbildungsprojekte gefördert, so kommen im Mai 2014 einige Hebammen aus Ghana an die Universitätsklinik Charité in Berlin, um dort zu hospitieren, und einige kommen auch zu Besuch hier nach Frankfurt. Im Gegenzug werden Hebammen aus Deutschland nach Ghana gehen, um dort zu lernen und sich auszutauschen. Hierzu wird Ende April eine Radiosendung bei Radio X laufen, mit zweien der Hebammen, die in Deutschland zu Gast sind und Christopher Beyere, Leitender Mitarbeiter des Ministry of Health in Accra, Ghana. Da schreiben wir nochmal was.

Dies ist nur eine kleine Auswahl an Beispielen der Tätigkeiten. Schaut euch die Seite mal an, ist ne gute Sache. Die Kuratoren des Bundeswettbewerbs „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler haben den HITA e.V. als ausgezeichnete Idee 2010 prämiert. Es sind auch Möglichkeiten für Praktika und Hospitationen im Ausland im Gespräch, auch hierzu werden wir euch auf dem Laufenden handeln und möglicherweise auch Stellen vermitteln können. Da es sich um einen quasi ehrenamtlichen Verein handelt, ist der HITA e.V. für die Projektarbeiten durchgehend auf Spendengelder und ehrenamtlichen Einsatz angewiesen. Informationen, wie ihr unterstützen könnt, findet ihr auch auf der Internetseite. Ein Like auf Facebook zeigt ebenfalls Support.

 

HITA_Logo1

 

Link HITA e.V.: http://www.hita-ev.org/

Link Facebook-Seite: https://www.facebook.com/pages/HITA-eV-Healthcare-Information-Technologies-for-Africa-eV/448468271870135?fref=ts

Fotos: HITA e.V.

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