La Poche á Trou

Es war mal wieder eine sehr coole Radiosendung letzte Woche, wir hatten  „La Poche á Trou“ vor ihrem vorerst letzten Konzert in der Raumstation Rödelheim bei uns im Studio zu Gast! Ich dachte zunächst, ich werde auf dem Weg zum Sender dann noch zwei Musiker aufgabeln, zwei mit Gitarre. Erwartet haben mich dann doch mehr Menschen mit interessanten Instrumenten …. Wir hatte schließlich einen großen Kontrabass im Studio stehen, Drums, nur eine Gitarre aber jemandem am Akkordeon. Gemeinsam wurden dann französischen Chanson-Balladen gespielt. Wer sich die Sendung nicht anhören konnte, bekommt hier im Podcast die Gelegenheit. Die Band stellt sich und ihre Musik vor, außerdem wurde live gejammt.

La Poche á Trou bezeichnen sich selbst als Straßenmusiker. „Wenn man auf der Straße spielen kann, dann kann man überall spielen“, so die Worte. Es geht aber gar nicht so sehr um das „Können“, sondern vielmehr um das „Wollen“. Die meistens sogenannten Straßenmusiker stellen sich nicht an die überlaufensten Ecken und U-Bahn Haltestellen, um dort gut Geld sammeln zu können, sondern eben um gezielt die Alltagsroutine zu durchbrechen und etwas aufzulockern oder gar aufzuwühlen. Die Passanten sollen aus ihren Gedanken und ihrem Trott gerissen werden, sich auch mal etwas Zeit für die Musik nehmen und bei einer Verweildauer, ihre Sorgen kurz vergessen oder Sorgen Sorgen sein lassen. Die Show der Band hat viel schauspielerische Elemente, erinnert fast schon an einen Pantomimenauftritt, motiviert und regt bereits beim Zuschauen an.

Hier ein Musikvideo zu dem Stück „Vesoul“:

Und am Abend war dann das Konzert in der Raumstation. La Poche à trou stand auf der Bühne. Der Linguist runzelte die Stirn. La Poche à trou? Das war ein Fehler, eine grammatische Ambiguität! Sicherlich waren das keine echten Franzosen… Aber egal, sie spielten freche französische Chansons mit leichtem Swingeinfluss – wunderbar tänzelnde Musette! “Oui oui oui”, säuselte der kluge Mann vor sich hin und wippte zufrieden im Takt. Elliot hat Charme, singt, wie ein Bayer rülpst und spielt Akkordeon, wollte aber eigentlich immer Jazz machen. Hat halt nicht geklappt. Jens improvisiert und kocht gern. Seine melodiösen Solos bereichern, wie sein legendärer Handkäs, die Musik. Edu im Hinter- spielt sich in den Vordergrund. Bum Tschak Bang! – Er ist the Man! Kompetente Bedienung der Rhythmusmaschienung. Momo wurde in einem Antiquitätenladen gefunden. Seine Vorliebe für alte Möbel haben ihn zum Kontrabass geführt, den er liebevoll „Grand-Mère“ nennt.

INFOTHEK

Facebook: https://www.facebook.com/lapocheatrou

FR-Bericht: http://www.fr.de/frankfurt/stadtteile/frankfurt-ost/nordend-der-eisbaer-heult-zu-edith-piaf-a-1288704

 

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