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„ZeitRaum“ | Die Ausstellung im MAK Frankfurt

Wo verlaufen die Grenzen der Einheit von Zeit, Ort und Handlung? Was haben Bilder, Objekte, Jahreszahlen und wir damit zu tun? Vom 30. Januar bis zum 11. September 2016 zeigt das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt die Ausstellung ZeitRaum, die genau solche elementaren Fragen aufgreift. Die Schau knüpft an die 2014 erschienene, 300-seitige Graphic Novel Here von Richard McGuire an, welche nicht nur die Vergänglichkeit des menschlichen Daseins offenlegt, sondern auch unser Verhältnis zu Zeit und Raum in Frage stellt.

Here bespielt in einem gewaltigen Zeitraum die immergleiche Wohnzimmerecke mit alltäglichen Szenerien aus verschiedenen Epochen und löst dabei den Rahmen der Zeit. Bruchstücke aus Vergangenheit und Zukunft entfalten Geschichten ganzer Menschenleben, zeigen den Lauf der Dinge durch das Kommen und Gehen von Generationen von Bewohnern, den Wechsel von Landschaften und Atmosphären, sowie das Vergehen des Zimmers selbst. Ausgangspunkt für das Buch war die Urversion von 1989, die damals in Form eines schwarz-weißen Comicstrips herausgebracht wurde.

Drei der McGuire’schen Einrichtungen wurden für ZeitRaum nachgebaut und sollen durch Menschen als Akteure zur Bühne werden. Verschiedene Interiors reflektieren die Lebensweisen verschiedener Perioden und werden durch historische Möbel, Objekte und Accessoires der weitreichenden Museumssammlung zum Ausdruck gebracht. Den Besuchern sind keine Grenzen gesetzt, sie spielen in den Räumlichkeiten gleichermaßen die Figur der Erzählung, als auch den Erzähler selbst.

Zusätzlich sind zwei weitere künstlerische Positionen zu sehen, die sich ebenfalls mit der Sichtbarmachung von Zeit beschäftigen. Carl Burton nähert sich dem Thema mit dem 2012 erschienenen Animationsfilm Shelter. Als Teil einer begehbaren Zeitmaschinen-Installation entwickelt der Film aus einer regnerischen Nacht auf einem unscheinbaren Dachboden eine epische Reise durch raum-zeitliche Landschaften. Einen anderen Ansatz präsentiert Leanne Shapton mit A9 paintings, einer Aquarell-Serie, die sie als eine Art Tagebuch auf der Fahrt von Berlin nach München 2015 anfertigte.

Begleitend zur Ausstellungen finden unter anderem wissenschaftliche Vorträge zum Phänomen Zeit statt, die sich beispielsweise mit Wurmlöchern oder Zeitreisen befassen. Desweiteren wird der Film Journey into and through a Reissner-Nordström black hole zu sehen sein, der das Thema aus astrophysischer Perspektive ausleuchtet.

Anschrift
Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main

Information
T +49 69 212 34037
F +49 69 212 30703

www.museumangewandtekunst.de

Öffnungszeiten
Di, Do – So 10 – 18 Uhr, Mi 10 – 20 Uhr

Eintritt
9 Euro, 4,50 Euro ermäßigt

Fotos:
www.museumangewandtekunst.de

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