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Das Traumschläger Kollektiv

Gemeinsam ist man stärker, kreativer und vor allem wird´s dadurch auch lustiger. Seit mittlerweile fünf Jahren schreibt sich das Traumschläger Kollektiv aus Frankfurt ein derartiges Motto auf die Fahnen. Mitmachen kann jeder, der einen Sinn für oder Freude an Kunst besitzt und dies mit anderen teilen möchte. Ob im sprachlichen Austausch oder in praktischen Umsetzungen und Projekten. Viele tolle Events sind seit der Gründung bereits entstanden, von Konzerten über Theaterstücke zu Performanceabenden oder Ausstellungen. Am Samstag, 11. August fand die wohl bisher größte Unternehmung des Kollektivs statt und es war ein voller Erfolg: Das erste Traumschläger Straßenfest!

Im Jahr 2013 haben die zwei Gründer Stephan Reuß und Yunus Kalahari Seppuku bei einer Nacht- und Nebelaktion eine erste Webseite auf die Beine gestellt, kurz darauf wurden auch Nägel mit Köpfen gemacht und der Verein gegründet. Es sollte eine Kreativ-Plattform gebildet werden, mit niedrigschwelligem Zugang für jeden. Ein lockerer Zusammenschluss Kunstschaffender aus allen Bereichen. Alle zwei Wochen finden die Meet&Art Treffen in wechselnden Lokalitäten statt, vorzugsweise in bequemen Bars und urigen Kneipen. Man kann sich bei einem Kaltgetränk austauschen, Ideen werden vorgestellt, diskutiert und kritisiert oder auch immer wieder in reale Erschaffungen umgesetzt. Dabei finden sich die Macher untereinander und aus den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern, der Fotograf die Malerin, der Schauspieler den Musiker. Es entstehen genreübergreifende Events, gemeinsame Bild- und Fotoausstellungen, Bands und Performer als bereicherndes Zusatzprogramm zu Vernissagen oder künstlerische Wanddekorierungen bei Konzerten. Das Feld der Verknüpfungsmöglichkeiten ist weit, am Stammtisch entstehen sie und wieder und wieder setzt man diese auch um. Das Kollektiv bietet für diese Vernetzung den entsprechenden Rahmen.

Beim Straßenfest in der Hardenbergstraße im Frankfurter Gutleut Viertel waren (fast) alle Kollektivlinge dabei, aber auch viele befreundete Gruppen und Künstler. Auf der Bühne spielten die Bands Shadowpainter und Speerträger, Hazard Dawn hatten sogar ihre Weltpremiere. Satirenperformance und Kurzgeschichten gab´s von Joachim Durang und Martin Konrad, außerdem ein gemütliches Kino mit hochkarätigem Kurzfilmprogramm von Lazydays Film, Michael Druener, Aziz Onuk, Cristina Binetti und Liberation Movies. Eine kleine Kunstmeile wurde eingerichtet mit Ständen von Frau Fenster Art & Design, ART Archiv, Jay Gnomenfrau, Niklas Fiedler, Knödellustration und Lichtblau Siebdruck. Das Kellertheater hat Freikarten bei der Crazy Tombola verlost und Radio X war natürlich auch vor Ort.

Für Speis und Trank sorgte das Kollektiv, dazu gab es einiges an gastronomischer Abwechslung mit schwarzem Wein von POST VINUM, dem mobilen Pizzawagen von ZappiZappi, Spezialitäten vom Roycetaurant, leckere Drinks von TikiTikis Cocktailwagen oder Café und Gebäck beim Schwarz Coffee Shop  und den Kitchenbuffeter. Als besonderen Programmpunkt bot das vor Ort ansässige Bestattungsunternehmen Kistner & Scheidler Bestattungen eine Führung durch das Unternehmen an. Das erscheint für ein Straßenfest vielleicht sonderbar, aber der Kunst- und Kulturverein freute sich über diese Bereicherung des Angebots aus der Nachbarschaft. Der Sepulkral-Kultur ist in Kassel sogar ein ganzes Museum gewidmet. Das Straßenfest wurde unterstützt vom Amt für Multikulturelle Angelegenheiten und vom Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft. Auch das Wetter war an dem Tag regenfrei und sonnig, alles hatte gepasst. Und auf die Frage: „Nächstes Jahr nochmal?“ kam von jedem Kollektivling sogleich ein eindeutiges und grinsendes „Aber sicher!“

Der Vereinsgründer Stephan Reuss, der Maler Peter Blohmann und die Künstlerin Frau Fenster waren im Studio bei Radio X zu Gast und haben vom Fest berichtet. Hier findet ihr den Mitschnitt zum Interview:

Mittlerweile verfügt der Verein über die neue, wirklich schön gestaltete und übersichtliche Webseite https://www.traumschlaeger.com, auf der man sich über alle Aktionen und die einzelnen Kollektiv-Mitglieder informieren kann. Zurzeit hat der Traumschläger Kollektiv e.V. 17 aktive und Förder-Mitglieder.

Seit 2016 fertigen die Traumschläger einen wunderschönen Jahreskalender an, besser gesagt: lassen diesen mit Werken bedrucken. Hierzu findet jeweils im Herbst eine Ausschreibung statt, es können auch Nicht-Traumschläger ihre Fotografiearbeiten einsenden. Abgestimmt wird dann über Facebook von der Internetnutzerwelt. Die 13 besten Fotografien kommen rein, eins zusätzlich für die Titelseite. Einige der Bilder im Artikel sind vom diesjährigen Kalender, weitere Infos dazu gibt es hier: Kalender-Projekt.

Wer gehört zum Traumschläger Kollektiv? Eine Zusammenstellung der Akteure:

 

Royce W Fauntleroy II:  Der Gründer des Traumschläger Kollektivs!  Gebürtiger Frankfurter. Tausendsassa. Springt seit Ende der 90er in der Frankfurter Musikszene herum und hat als Gitarrist und Schlagzeuger in diversen Bands gespielt und gesungen. Außerdem legt er gerne mal als DJ auf, dreht manchmal Musikvideos, ersinnt Plots für (bisher) nie realisierte Filme, schreibt Kurzgeschichten und auch schonmal ein Theaterstück. Und wenn er gerade nichts davon macht, huscht er nachts mit der Kamera durch die Straßen Frankfurts, auf der Suche nach einem Motiv. Musik: FrustraDead, BurnOutDJCrew, jaha  –  Theater: Traumschläger Theater  –  Fotografie: Royce W Fauntleroy II  –  Film: Royce W Fauntleroy II

 

 

 

Kalahari Seppuku: Mitgründer des Traumschläger Kollektivs! Irritationsbeauftragter aus Berufung. Schreiber, Texter, Theatertrainer, Choreograph und Regisseur oder Schamane. Mehr über ihn im Audio-Interview. Theater: Vom Eigensinn der Weisen  –  Dichtung: Kalahari Seppuku  –  Musik: jaha.

 

 

 

 

Frau Fenster: Frau Fenster nimmt durch ihre Hochsensibilität und Synästhesie ihre Umwelt auf einzigartige Art und Weise wahr und gibt ihre hochindividuellen Eindrücke auf verschiedenen Kanälen wieder. Doch ihre Kunst bedeutet auch Auseinandersetzung mit dem Gesellschaftsbild und dem traumatisierten Ich, eine emotionale Plattform sowie beobachtende und wertfreie Dokumentation, und vor allem einen Spiegel des Betrachters. Anstelle von „Kunst kommt von Können“ ist ihr künstlerisches Werkzeug nicht die genutzte Technik, sondern das vermittelte Gefühl. Ihre Ausdrucksformen sind Bildende Kunst, Foto und Dichtung. Im Netz findet man Frau Fenster auf ihrer eigenen Homepage, bei Facebook und bei Twitter, außerdem in einem Audio-Interview. Artikel auf Englisch zu Frau Fenster bei Vagabundler.

 

 

 

Schall und Rauch: Sie kam mehr über „mach doch auch mal!“ zum Kollektiv und macht seitdem hauptsächlich die lästigen Sachen. Ab und zu schlägt aber auch mal eine Inspiration zu und diese sich dann in Fotos, Bildern, und Gedichten nieder. Prosa-Texte entstehen meistens aus Wut über irgendein Thema, die landen dann abseits in einem Blog – und werden vielleicht auch irgendwann auf der Webseite offenbart. Eine Zeit lang, und eventuell irgendwann wieder, war da auch mal was mit Gitarren. Immer unter dem Motto: „Ist das Gunst, oder kann ich weg?“  Tobt sich aus mit: Foto, Bildende Kunst, Dichtung und Musik.

 

 

 

Peter Blohmann: 2014 hat sich ihm das Traumschläger Kollektiv in einer sternenklaren Nacht in Form eines brennenden Busches offenbart, als er nach seiner langen beschwerlichen Wanderung durch die sich nördlich erstreckenden Wetterauen schließlich in den Niederungen des Mains sein Lager aufgeschlagen hatte… So, oder so ähnlich muss es wohl gewesen sein damals. Ok, es war kein brennender Busch, sondern einfach ein Haufen sehr sympathischer Zeitgenossen, die sich regelmäßig treffen, um sich über Kunst, Kultur, etc. auszutauschen. Und gebrannt haben sie auch nicht, höchstens metaphorisch… für die Sache. Malerei, Zeichnung und Graffiti sind die primären Ausdrucksformen welcher sich der, ursprünglich aus Gießen stammende, Kunstpädagoge bei seiner künstlerischen Betätigung bedient. Eindrücke:  Bildende Kunst. Im Netz: peterblohmann.traumschlaeger.com, bei FensterProfile und im Audio-Interview.

 

 

Aziz Onuk: Bildende Kunst, Dichtung, Film, Fotografie. Im Netz: nemomen.org, bei FensterProfile und im Audio-Interview.

 

 

 

 

 

Speerträger: Ein Multitalent mit viel zu wenig Zeit. Welche Richtung überwiegt, ist schwer zu sagen, die Komposition oder doch die Dichtung? Musikmachen und Lieder schreiben, Lieder wollen Texte, Texte werden Lieder. Unerkannt dazu noch geschickt mit Pinsel und anderen Malutensilien – wenn man ihn lässt. Der erwähnte Zeitmangel macht’s unmöglich, seltenes Schaffen und noch seltenere Auftritte, wir hoffen auf mehr und wünschen ihm mehr Zeit! Auf der Webseite mit Dichtung und Musik vertreten, die Facebook-Seite bezieht sich allerdings nur auf Musik.

 

 

 

Yohazid: Musiker in allen Gassen, vom Singer-Songwriter über Rap/HipHop und Punkbands bis zu avantgardistischen Metalprojekten. Meistens fordern aber Text und Message ein, hörbar zu werden und Mann+Gitarre sind die puristische Folge. Von „klassischem Singer-Songwriting“-Sujet aber weit entfernt bzw. weit darüber hinaus. Von der Musik bis zum Plattencover alles selbstgemacht. Im Netz mit dem eigenen Blog auf yohazid.com, bei Facebook aktiv und bei den Traumschlägern dabei.

 

 

 

Michael Druener / Klappe die Erste Film: Seit 2012 ist Michael Druener als Filmemacher aktiv und macht von Musikvideo über Promovideo, Konzertvideo, Kurzfilm bis hin zu Kurzdoku oder auch Kunstfilm ausschließlich solche Projekte, die Spaß bringen, oder einen informativen Charakter haben. Im Netz ist Michael auf neuer Homepage unter eigenem Namen zu finden, sowie bei Facebook sowohl unter Michael Druener als auch Klappe die Erste Film.

 

 

 

Lazydays Film: Kleine feine Filme auf No-Budget-Ebene von Matze, Film-Video-Künstler und Fotomacher. Sein Projekt „Unter der Stadt“ lief im April 2018 auch auf dem „Lichter“ Filmfestival in Frankfurt. Im Netz: lazydaysfilm.de

 

 

 

 

DJensEy: Er macht Musik seit er denken kann.  Angefangen in Weilburg mit der Rock-Band DOM, mit Jazz-Formationen und unzähligen Coverbands, folgten europaweite Auftritte mit La poche à trou. DJensEy liebt Symbiosen mit anderen Kunstformen (Bild / Theater / Performance / Tanz) und unterstützt die Events der Traumschläger mit musikalischen Beiträgen. Von PostRock bis zu elektro- Minimal-House-Rock-Crossover-Funk whatever. Im Netz: bei Facebook und im Audio-Interview. Artikel zu DJensEy auf Englisch bei Vagabundler.

 

 

 

Xenosapien: Musik. Als er sich bei einem tragischen Säure-Unfall die Bass-Saiten verletzte, suchte Martin Zuflucht in der Welt der Oszillatoren und der Synthese, um den Heilungsprozess erträglicher zu gestalten. Daraus entwickelte sich eine Sucht, die er tragischerweise auch dann nicht mehr los wurde, als er endlich wieder seine geliebten fünf Saiten malträtieren konnte… Und so verwandelt sich Martin hin und wieder – besonders an Neumondnächten- in sein Alter Ego „Xenosapien“ und produziert neumodischen, basslastigen Quatsch. Der hin und wieder ganz unterhaltsam sein kann. Musik bei  Soundcloud und vertreten bei Facebook

 

 

 

jaha: Musik. Singer/Songwriter-Projekt bestehend aus Kalahari und Royce. „Jemand anderes hat abgesagt“ – Ziel ist „Punk mit Akustikgitarre und lustigen bis sinnlosen Texten, Improvisation und bewusste Aushebelung der political correctness.“

 

 

 

 

Julia Kellerbrandt: Julia Kellerbrandt lebt und arbeitet seit 2007 als freischaffende Künstlerin in Frankfurt am Main. Ihr Medium ist ein Mix aus Fotografie, Malerei und digital Art. Mehr von ihr gibt’s auf ihrer Homepage kellerbrandt.de, bei flickr, twitter und Facebook.

 

 

 

 

Lather: Dichtung. Depressiver Alkoholiker ohne Freunde und Freude stellt seine Werke aus der Jugend zur Schau. (Kontakt stellt auf Anfrage das Kollektiv her).

 

 

Charly OTR: Musik. DJ und Produzent seit 1999. Stets im Underground verblieben, wissen seine Freunde und Fans doch für was der Name steht: Schubiges Gefrickel ohne Pinkelpause. Musik bei Soundcloud

 

 

 

Und hier ein Kurzvideo von der „Weltpremiere“ der Band Hazard Dawn auf dem Straßenfest:

Statement vom Traumschläger Kollektiv:  „Wir verstehen uns als hierarchiefreies Netzwerk, jeder ist sein eigener Chef und niemand wird zu irgendetwas gezwungen. Niemand von uns wird irgendein Projekt ‚überwachen‘ oder ‚kontrollieren‘, es geht nur darum, sich zu vernetzen und so seine Möglichkeiten zu potenzieren.“

 

INFOTHEK

Email:  kollektiv@traumschlaeger.com

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