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TRANSURBAN – Urban Art Archiv

Das Urban Art Archiv macht mit dem Interdisziplinären Programm TRANSURBAN Station vom 11. bis 29. August in Frankfurt und wirbt für kulturelle Vielfalt im Stadtraum. Weitere Städte sind , Antwerpen und Amsterdam.  [ “The future of art is not artistic but urban”  –   Henri Lefebvre, Writing on Cities, 1996 ]

TRANSURBAN ist ein internationales Kunstprojekt an der Schnittstelle von Urban Art und partizipativer Stadtraumforschung. Vom 11. bis 29. August ist das vom Kölner Kunstverein artrmx initiierte Projekt mit seinem Archivcontainer und einem Begleitprogramm zu Gast im Kunstverein Familie Montez. Auf dem Programm stehen Workshops, Stadtführungen, Kunstaktionen und Musik-Happenings im öffentlichen Raum. Im Zentrum des zweiwöchigen Programms steht das Urban Art Archiv, das in Form eines ausgebauten Containers im öffentlichen Raum platziert wird.
Was 2017 in sechs Städten der Metropolregionen Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet seinen Anfang nahm, geht nun auf eine überregionale Forschungsreise. Das Ziel: an weiteren Standorten urbane Kunst zu dokumentieren und zu sammeln, um die Diskurse zu Urban Art voranzutreiben. Eine digitale Übersichtskarte auf der Webseite des Archivs markiert seinen aktuellen Standort und liefert weitere Infos zu den einzelnen Werken. Das Projekt ist interaktiv: Sowohl online als auch vor Ort können Beiträge eingespeist werden.
Längst sind Street Art und Graffiti als zentrale Strömungen der Urban Art prägende Konstanten im Erscheinungsbild unserer Städte. „Insbesondere Graffitis sind in den letzten zehn Jahren zu einer der am meisten beachteten Formen öffentlicher Kunst geworden. Als ein Zweig der Street-Art sind sie nicht nur ein wichtiger Teil der Gegenwartskunst, sondern auch Bereicherung und Inspiration“, sagt Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig. In der Kunstwissenschaft, im institutionellen Kulturbetrieb sowie in der Kulturpolitik ist die Street Art trotzdem meist nur eine Randerscheinung. Dass sich diese noch relativ junge Kunstströmung schwer tut mit den Institutionen mag auch an ihrem subversiven Charakter liegen sowie an der verhaltenen Vermittlungsarbeit und den losen Strukturen innerhalb der Szene selbst. Das TRANSURBAN – Urban Art Archiv verspricht, Brücken zu schlagen und präsentiert innovative Ansätze für eine intensive Auseinandersetzung mit dem Kunstgenre sowie dem eigenen Stadtraum. Von Frankfurt aus zieht TRANSURBAN dann weiter nach Antwerpen und Amsterdam.
Um den sich ständig ändernden Bestand an Urban Art zu dokumentieren und zu katalogisieren, baut TRANSURBAN eine interaktive, räumlich-strukturierte Datenbank auf. Als Anlaufstelle und Sammelpunkt reist ein Archivcontainer durch die Projektstädte. Hier finden die Besucher Informationen sowie Literatur zum Thema. Im digitalen Archiv werden Veröffentlichungen und Institutionen, sowie umfangreiche Datensätze zu den Künstler_innen und Kunstwerken gespeichert, um Informationen zu urbaner Kunst zu sichern und systematisch zugänglich zu machen. Dabei ist das Archiv als ein Labor zu verstehen, das zur Stadterforschung einlädt und der Frage nach geht was Urban Art ist, ausmacht und welche künstlerischen Postionen Teil von ihr sind.
Die Eröffnung findet am Samstag, 11. August, um 16 Uhr im Kunstverein Familie Montez, Honsellstraße 7, statt. Es begrüßen: Dr. Heike Döll-König, Geschäftsführerin des Vereins Tourismus NRW, Dr. Jessica Beebone, Leitung Kunst im öffentlichen Raum, Kulturamt Stadt Frankfurt, Georg Barringhaus, Projektkoordination TRANSURBAN, Verein artrmx. Alle Termine und weitere Informationen finden sich im Kulturportal der Stadt Frankfurt unter https://bit.ly/2Oo85w5 und unter www.trans-urban.de. Das Urban Art Archiv ist unter http://archiv.trans-urban.de zu finden. Das Programm und die Events in Frankfurt stehen auch auf der Facebook-Seite. Hier der Trailer TRANSURBAN – Urban Art Archive von TRANSURBAN-Vimeo-Kanal.

PROGRAMM IN FRANKFURT

Opening, 11.08.2018

14 Uhr Live-Painting Archivcontainer mit Il-Jin Atem Choi, Kunstverein Familie Montez

16 Uhr Grußworte von Dr. Heike Döll-König (Geschäftsführerin des Tourismus NRW e.V.), Dr. Jessica Beebone (Leitung Kunst im öffentlichen Raum, Kulturamt Stadt Frankfurt), Georg Barringhaus (Projektkoordination TRANSURBAN, artrmx e.V.) & Einweisung ins Archiv

Urban Art Archiv, 11.-27.08

13-19 Uhr Dienstag bis Sonntag, Kunstverein Familie Montez, Honsellstraße 7

Stadtgespräch “Urban Art Today”, 16.08.2018

19 Uhr Podiumsgäste: Matthias Ulrich (Schirn Kunsthalle Frankfurt), Robert Kaltenhäuser (Museum für visuelle Dissidenz, Zugriff!), Oguz Sen (bildender Künstler), Moderation: Prof. Dr. Ilaria Hoppe (Katholische Privatuniversität Linz)

Weekend Special, 18.08.2018

14 Uhr Live-Painting von POMESONE und dublab Community Online-Radio u.a. mit Joscha Creutzfeldt, Pedo Knopp
14 Uhr bis 22 Uhr Musik & Kunst, Kaffee & Kuchen im Aussenbereich des Kunstvereins Familie Montez mit: FM Aether (MMODEMM)  –  Joscha Creutzfeldt (dublab)  –  Luzi Gehrisch  –  Lydia Schmidt (unbreakmyheart)  –  Moritz M (dublab)  –  Pedo Knopp (Trust Your Audience / LAZY. Frankfurt)  –  RE:BOOT

Stadterkundungstouren (Workshop), 19.08. & 26.08.2018

15-18 Uhr Startpunkt: Archivcontainer @KVFM, gemeinsame Feldforschung, Dokumentation, Archivpflege; Anmeldung via info@trans-urban.de

Stadtführungen Kunst im öffentlichen Raum heute, von der Skulptur zum Graffiti 22.08. & 29.08.2018

19 Uhr mit Dr. Jessica Beebone (Kulturamt Stadt Frankfurt) und Guido Zimmerman (nur 22.08.), Anmeldung via info@trans-urban.de, Fahrrad erforderlich. Teilnehmerzahl begrenzt.

Eintrag aus dem Urban Art Archiv:  Tree of Society

Titel: Tree of Society
Künstler: Guido Zimmermann
Genre: Mural
Standort: Hanauer Landstraße 147, 60314 Frankfurt am Main, Germany
Entstanden: 2014
Format: 24 x 4,5 m
Eingetragen:9. August 2018
Link: http://archiv.trans-urban.de/

Dieses Mural von Guido Zimmermann bedient sich, wie viele seiner Arbeiten, dem Anthropomorphismus, das heißt der Übertragung von menschlichen Eigenschaften auf zum Beispiel Tiere. In „Tree of Society“ zeigt Guido Zimmermann Affen, die sich im Geäst eines Baumes aufhalten. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass einige Tiere an berühmte Persönlichkeiten Frankfurts erinnern. Wir sehen einen Affen, der aussieht wie Johann Wolfgang von Goethe. Ein anderer Affe ähnelt Friedrich Stoltze, dem Frankfurter Dichter, der vor allem durch seine Gedichte in Frankfurter Mundart bekannt wurde. Auch Bernhard Grzimek, der viele Jahre Direktor des Frankfurter Zoos war, ist dargestellt als Gorilla in Safari-Outfit. Der Künstler Guido Zimmermann stellt mit dieser großen Wandarbeit einen Teil der Frankfurter Stadtgeschichte dar. Gleichzeitig hinterfragt er auf ironisch-zynische Art und Weise die allgemeine Wahrnehmung bestimmter Personen und Persönlichkeiten. Neben den genannten Affen befindet sich in der Baumkrone ein Affe im Anzug mit roter Krawatte. Während er Zähne fletschend telefoniert, fallen viele Papiere aus seiner in die Tiefe stürzenden Aktentasche. Dieser Affe steht stellvertretend für die Anzugträger der Stadt Frankfurt und kann des Weiteren als kritischer Kommentar des Künstlers zu den Dynamiken und Strukturen innerhalb einer Stadt wie Frankfurt gewertet werden. Making-of des Murals unter https://www.youtube.com/watch?v=2XYEU1YmITo oder hier:

INFOTHEK

Email:  info@artrmx.com

artrmx e.V.:  www.artrmx.com

Urban Art Archiv: http://archiv.trans-urban.de/

TRANSURBAN: http://trans-urban.de/

Facebook TRANSURBAN: https://www.facebook.com/TRANSURBAN.NRW/

KulturPortal Frankfurt: https://www.kultur-frankfurt.de/portal/de/Kunst/AktuelleAusstellungen/1277/0/91482/mod291-details1/7.aspx

Kunstverein Familie Montez: https://kvfm.de/

Facebook Familie Montez: https://www.facebook.com/montezffm/

 

FOTO CREDITS

artrmx e.V., TRANSURBAN, Urban Art Archiv

 

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