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Transito – Elvira Notari
Kino der Passage

Alle Fans alter italienischer Leinwandkunst und Stummfilmliebhaber können sich dieses Wochenende freuen. Seit heute hat das viertägige Festival „TRANSITO. ELVIRA NOTARI – KINO DER PASSAGE“ im Pupille Kino in der Frankfurter Goethe Uni eröffnet. Noch bis zum 17. Dezember findet das Filmfestival mit Live-Musik, Vorträgen, Diskussionen und internationalen Gästen im Studierendenhaus am Campus Bockenheim statt. Die Veranstaltung wird von der Kinothek Asta Nielsen e.V.in einer Zusammenarbeit mit ZDF/ARTE, dem Pupille – Kino in der Uni und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Uni organisiert, Kuratorinnen sind Karola Gramann und Heide Schlüpmann.

Die Zuschauer begeben sich auf eine Zeitreise in das Neapel der 1910er und 1920er Jahre. Die erste italienische Regisseurin, Elvira Notari (1875–1946), inszeniert mit ihrer eigenen Produktionsfirma in lebensnahen Stummfilmen realistisch das Leben des Subproletariats – insbesondere der Frauen – in einem Milieu, in dem sich Leidenschaft, Eifersucht und männliche Gewalt verbinden. Die Besucher erwarten einzigartige Kinoerlebnisse mit seltenen Kopien und Projektionen der Originalfassungen, Live-Musik in Uraufführungen, unter anderem mit der Sängerin Lucilla Galeazzi mit einer von ZDF und ARTE in Auftrag gegebenen Komposition von Michael Riessler, außerdem Dolores Melodia sowie die Stummfilmmusikerin Maud Nelissen. Filmfans erhalten Einblicke in die süditalienische Film- und Musikkultur im frühen 20. Jahrhundert. Die Filmarchäologische Arbeit ist hochaktuell und führt Migration im roten Faden der Programmauswahl, das Festival ist zudem eine Würdigung weiblicher Filmarbeit.

Das Festival bietet jedoch auch Gelegenheit, miteinander über Filme und über Filmerfahrungen zu sprechen. Dazu sind auch Film- und Musikwissenschaftler eingeladen, ihre Sichtweise auf einzelne Film und ihre Überlegungen im Rahmen des Gesamtthemas vorzutragen, um dann mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen. Unter anderem werden aus Neapel anreisen: Simona Frasca, Musikerin und Musikwissenschaftlerin, die zu den Musikpassagen zwischen Neapel und Übersee geforscht hat, Gina Annunziata, die in ihren Arbeiten unter anderem den Verbindungen des italienischen Südens mit dem Maghreb nachgeht und die Filmwissenschaftlerin Anna Masecchia. Aus Padua kommt eine Doyenne der Filmgeschichtsschreibung und Mitbegründerin der internationalen Organisation „Women and the Silent Film“, Giuliana Muscio.

Den Eröffnungsvortrag wird Monica Dall´Asta halten, die 2008 den ersten Sammelband über Filmmacherinnen im italienischen Stummfilm herausgab: Non Sole Dive. Pioniere del cinema italiano. Katherine Mitchell aus Glasgow berichtet über das literarische Umfeld Elvira Notaris. Aus den USA reist die audiovisuelle Kuratorin und Historikerin Kim Tomadjoglou an, die unter anderem Filme von Elvira Notari und Alice Guy erhalten und restauriert hat. Zu Filmgesprächen kommt die Regisseurin Ruth Beckermann, die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig, die Kuratorin Marie-Hélène Gutberlet, Paolo Speranza, neapolitanischer Kurator einer Ausstellung zu Notari, und die Filmwissenschaftlerinnen Sonia Campanini und Ute Holl.

Das vollständige Programm findet ihr hier: http://www.kinothek-asta-nielsen.de/media/ElviraNotariProg.pdf

 

INFOTHEK

  Adresse: Kinothek Asta Nielsen e.V, Stiftstraße 1, 60313 Frankfurt
   Telefon +49 69 920 396 34
Webseite: www.kinothek-asta-nielsen.de
  Email: gramann@kinothek-asta-nielsen.de
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FOTO CREDITS

  ©Cineteca di Bologna / ©Cineteca Nazionale Rom / Kinothek Asta Nielsen

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