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Tom Hoenig – Fotodesign & Visual Arts

[Article in English @ Vagabundler: Tom Hoenig – Photodesign & Visual Arts]

Ein Eichhörnchen vor die Kamera zu bekommen ist nicht unbedingt schwer. In vielen Stadtparks tummeln sich die kleinen Tierchen und mit etwas Geduld und behutsamer Annäherung bekommt man schöne Fotos in verschiedenen Posen hin. Beim Futtersammeln, Fressen oder Baumhochklettern.  Aber sicherlich nicht beim Schieben eines mit Nüssen gefüllten Mini-Einkaufwagens. Da ist Kreativität und eine besondere Vorgehensweise gefragt. Zum Fotograf Tom Hoenig hatten die kleinen Nager wenig Berührungsängste und liefen in seiner Wohnung täglich ein und aus. Irgendwann kam ihm eine Idee zu einem kleinen Fotoshooting mit einem der Eichhörnchen, der Frau Schleich, bei dem die wunderschön skurrile Aufnahme entstanden ist. Weiter unten im Artikel findet ihr auch ein Video zur Entstehungsgeschichte.

Tom Hoenig fotografiert aber nicht nur Eichhörnchen. Er hat auch eine besondere Vorliebe für Sardinendosen, die Kunst- und Kulturszene, Offenbach und das OFC Stadion. Zumindest solange dieses noch stand. Zu seinem Sortiment gehören Objektfotografien, von Obst über Gemüse zu Butterbroten, manchmal fotografiert er auch Handschuhe oder Menschen in den USA. Mit der Künstlerin Tanja Luther führt er das Atelier für Fotokunst in der Luisenstraße 63 in Offenbach. In den letzten Jahren sind zahlreiche individuelle wie gemeinsame Projektarbeiten, Ausstellungen, Kunstevents und Produktionen der beiden entstanden. Der neueste Streich ist das Offenbacher Kneipenquartett im Rahmen des Projekts „Heimat – eine asymmetrische Betrachtung“. In vielen abendlichen Stadtspaziergängen haben die beiden Künstler die urigen Kneipen in Offenbach besucht, mit den Menschen gesprochen und fotografiert. Entstanden ist dabei ein bunter Bilderbogen aus Fragmenten und Portraits. In einer Mischung verschiedener fotografischer Sichtweisen zeigen Tanja und Tom Momentaufnahmen aus der Gegenwart an einem Ort im rasanten Wandel.

Einigen ist Tom Hoenig vielleicht auch bekannt durch die markanten grafischen Fotoarbeiten von Dosen-Botschaften die auf selbstangefertigte Holzrahmen gedruckt sind. Das Projekt der „Wichtigen Dinge“ läuft bereits seit über zwölf Jahren, umfasst mehr als 50 Motive und wird ständig erweitert. Die viereckigen Motivträger mit einschlägigen Begriffen kommen zunehmend zur Geltung, wenn man mehrere davon zusammen aufhängt. Tom arbeitet mit Vorliebe seriell und in einer Abfolge von Verarbeitungsprozessen. Das fertige Werk geht über das reine Foto hinaus, im Grunde ist er nicht nur Fotograf, sondern auch Fotodesigner. Dabei entstehen wunderschöne Collagen und komplett neue Bilder.

In einem Interview erzählt uns Tom von seiner Arbeit und wie sich seine künstlerische Tätigkeit über die Jahre verändert hat. Er berichtet von seinem Sardinen-Dosen-Fable und wie es zu dem Eichhörnchen-Foto kam. Im Folgenden sind einige Teile des Interviews außerdem verschriftlicht.

Hallo Tom, erzähl mir mal ein bisschen über dich und dein künstlerisches Schaffen.

Wie ja der Name schon sagt, also nicht mein Name, aber die Berufsbezeichnung, beschäftige ich mich seit meiner Jugend mit Fotografie. Ich hab die natürlich noch komplett analog erfahren. Hab das dann auch später über die Ausbildung und das Studium der Visuellen Kommunikation an der FH Dortmund zu einem Beruf weiter entwickelt. Da bin ich auch genau in die Phase geraten, das war Anfang der 90er Jahre, als die ersten Macs auf die Schreibtische kamen. Zuerst in einem Computerraum, zu dem man nie einen Zutritt hatte. Später hat sich dann jeder so ein kleines Ding, LC2 oder so hießen die, nach Hause gestellt. Ein Wahnsinn, wenn man heute noch daran denkt, was die für eine Leistungsfähigkeit hatten. Und ja, ich bin dann im Grunde genommen auch über die ganze Zeit der Fotografie in diesem Wechsel vom Lokalanalogen, also völlig Analogen, dann im heute fast völlig Digitalen gelandet. Was natürlich für mich Mitten in meinem Berufsleben auch eine Herausforderung war. Das hat dann eben zu Konsequenzen oder neuen Ausrichtungen innerhalb meines Berufs geführt. Das hat sich so entwickelt, so dass ich mich heute wieder viel mehr mit Kunst beschäftige, als mit der reinen digitalen Fotografie. Auch wenn da heute natürlich sehr viel am Computer entsteht.

Daher passt die Bezeichnung Fotodesign eigentlich besser als nur Fotograf. Du hast mittlerweile ja viele Eigenkreationen angefertigt, beispielsweise die Arbeiten mit den Konservendosen. Wie hast du das gemacht? Hast du vorher die Wörter drauf geschrieben und fotografiert oder alles am Computer gemacht?

Ich hab meine Aufgabe seit der Studienzeit nicht nur in der reinen Fotografie gesehen, sondern eigentlich auch in der Vermittlung von Botschaften. Das heißt, auch in der Kombination mit Texten oder eventuell auch mit Objekten oder in der Zusammenarbeit mit anderen Leuten, die eventuell auch was vertonen oder was auch immer. Das war ja damals auch viel schwieriger zu Zeiten der VHS Recorder, da irgendwas zu basteln. Und um dann auf die späteren Projekte zu kommen, unter anderem auch die Dosen, arbeite ich vor allen Dingen in jedem Bereich, der sich dann über die verschiedenen Phasen dann mal ergeben hat, eigentlich eher seriell. Das heißt nicht so sehr an einem einzelnen Bild, sondern immer irgendwie in einer Bilderserie. Die lässt dann auch Raum für viele verschiedene Betrachter, die für sich das Richtige raus finden können. Und die Dosen, die sind unter anderem dadurch entstanden, dass ich eben selbst Sardinendosen aus aller Welt sammle. Und zwar nur die, die direkt auf dem Metall bedruckt sind. Also keine 0815 Dosen in irgendwelchen Verpackungen, sondern hochwertige.

Sind die Sardinendosen dann noch zu oder offen?

Also beides. Ich hab viele davon auch gegessen. Weil ich die auch eigentlich ganz gerne esse. Aber die überwiegende Anzahl ist noch zu. Da hab ich mehrere hundert Stück zuhause. Mit anderen Worten: Da ist schon eine Affinität zur Dose als solche vorher da gewesen. Und irgendwann kam dann die Idee, das war in einer Zeit, in der ich mich beruflich sehr viel mit Photoshop beschäftigen musste, weil ich dann Lehrtätigkeiten übernommen hatte, wo Photoshop auch ganz wichtig war als Ausbildungsinhalt. Und in der Zeit kam dann eben die Idee, diese Dose mit irgendeiner Botschaft zu vermitteln. Weil Bilder gibt es heute so viele, dass man sie wirklich nicht mehr zählen kann. Das wichtige bei jedem einzelnen Bild ist, dass es in irgendeiner Form eine Botschaft vermittelt und dann vielleicht bei dem Betrachter irgendetwas auslöst. Möglichst was Positives, aber das muss nicht sein. Und von der Technik her ist es so, dass diese ganzen Dosen als Serie aufgebaut sind. Da gibt es an Motiven über 50 Stücke. Die sind rein technisch digital fotografiert, also die gibt es physisch. Die hab ich irgendwo in verschiedenen Läden gesammelt, also die Formen, die fotografiert sind. Und dann alles, was danach kommt, das ist am Computer entstanden. Also die Dose wird dann freigestellt, in Hintergründe verpackt, mit Schatten versehen und dann kommt eben auch noch die Beschriftung drauf am Computer.

Da kann man schon sagen, die Dose, das ist so eines deiner Markenzeichen. Daran kann man dich erkennen. Ah ja, die Dose, das ist Tom Hoenig.

Ja, das will ich hoffen. Also es ist zumindest so, dass das Dosenprojekt jetzt seit fast schon zehn Jahren läuft. Auch immer mal wieder mit neuen Motiven.  Es ist schon so, dass ich heute ganz gezielt darauf angesprochen werde, beziehungsweise Menschen mich dann kennen lernen und auf einmal die Verbindung dann entsteht. Ach ja, das ist der mit den Dosen. Also da will ich schon hoffen, dass das ein Markenzeichen geworden ist.

Du hast dann noch skurrile Tierfotografien. Also Eichhörnchen mit Einkaufswägen mit Nüssen drin, das ist auch dazwischen. Dann auch noch Stadionfotos, also du meintest dem OFC Museum hast du auch etwas gespendet, dort hängt ein Werk von dir.

Ich muss noch sagen, dass die Tierbilder nicht alle von mir sind. Ich habe an meinen Ständen auch immer wieder Bilder von meiner guten Freundin der Tanja Luther mit im Angebot. Beziehungsweise wir haben auch diese ganze Konzeption von Bildern auf Holz zusammen entwickelt und auch vermarktet über viele Jahre hinweg und viele von den Tierbildern sind von ihr. Das ist ihre Artwork. Aber das Eichhörnchen, das war purer Zufall, weil wir mal in einer Wohnung gewohnt haben, wo Eichhörnchen bei uns ein und aus gegangen sind. Ja, und dann irgendwann dachte ich, jetzt müsst ihr für eure Nüsse auch mal eine Gegenleistung erbringen und dann haben wir da so einen kleinen Aufbau gemacht mit diesem ganz witzigen Bild, was dadurch entstanden ist. Und die Kickers-Geschichte, das ist auch nur ein kleiner Ausriss gewesen in der Phase, als das Stadion am Bieberer Berg, mit dem ich mehr oder weniger seit meiner Kindheit groß geworden bin, dann abgerissen werden sollte. Also das wollte ich nochmal dokumentieren in dem Zustand, wie wir es eben als Offenbacher über Jahrzehnte gehabt haben und geliebt haben, bevor es weg war.

Nochmal kurz zu dem Eichhörnchen, das ist ja interessant, wie war das genau? Ihr habt da einen Aufbau hingestellt und das ging dann dort rein, oder wie viel Photoshop ist da dabei?

Also das Video, das kannst du ja im Internet jederzeit abrufen. Da gibt es ein Video dazu bei Vimeo. Wenn du in der Stadt wohnst und du hast in deinem Umfeld irgendwo noch einen größeren alten Baumstand, dann werden die Eichhörnchen immer auch den Kontakt zu den Menschen suchen, die dann irgendwo so ein bisschen freundlich auf den Balkonen sitzen und die eine Freude daran haben, ein bisschen Nüsschen hinzulegen. Und irgendwann, je nach Charakter der Hörnchen, die sind sehr unterschiedliche, je nachdem werden die nicht direkt zutraulich, aber zumindest so mutig und vertrauen dir, dass sie dann auch eine gewisse Nähe suchen. Und bei uns war das dann auch während den Sommermonaten und den warmen Jahreszeiten im Allgemeinen so, dass dann die Balkontür offen stand und die konnten dann rein und raus, wie sie wollten und hatten dann halt verschiedene Futterplätze, an denen sie sich bedienen konnten. Manchmal muss man auch die Tür zu machen, weil die kein Ende fanden mit Nüssesammeln. Und eines davon, das haben wir dann die Frau Schleich genannt, weil  es nachweislich ein Weibchen war. Mittlerweile lebt die nicht mehr. Aber die war so forsch, dass sie immer morgens auch auf meinen Schreibtisch gekommen ist und dann mehr oder weniger nach Nüssen gefragt hat. Und ich hab dann die Idee daraus entwickelt, weil ich auch aus irgendwelchen Gründen gerade einen kleinen Einkaufswagen in der passenden Größe zuhause stehen hatte, den als permanente Futterquelle auf meinem Schreibtisch mit Nüssen zu füllen. Und das war dann etabliert und das fand jeden Morgen statt. Dann hab ich das mal auf einen Fotoaufbau verlagert und dann haben wir das noch zwei Tage so ausprobiert. Und dann kam es eben zum Shooting. Das ist ein 1:1 Foto.

Ein ganz aktuelles Projekt, das du frisch fertig gestellt hast, also auch zusammen mit Tanja Luther, das ist euer neuster Streich: Das Offenbacher Kneipenquartett.

Genau. Mit Tanja Luther war ich auch 15 Jahre lang leiert und verheiratet, so gesehen haben wir da viele Streiche zusammen entwickelt. Aber eben halt auch die gesamte Phase der Fotokunst, wie sie heute existiert und auch einige Sachen noch drum herum, die wir heute nicht mehr weiter verfolgen, also da sind schon eine Anzahl an gemeinsamen Werken entstanden. Das letzte war jetzt im Rahmen des Projektes „Heimat“, was wir für eine Ausstellung im t-raum entwickelt haben. Das ist ein kleines Theater in Offenbach in der Wilhelmstraße. Und das beschäftigt sich mit der Wiedererkennung an einem Ort des rasanten Wandels. Als solchen sehen wir Offenbach nämlich momentan an. Mit sehr viel neuer Architektur, mit vielen Menschen, die hier neu hinzu ziehen, mit vielem, was auch dadurch leider verschwindet. Wir wollten dadurch Orte der Wiedererkennung zeigen. Das waren dann eben auch klassische Eckkneipen und ihre Besitzer in all ihrer Vielfalt. Und im Rahmen dieses Ausstellungsprojektes hat es sich eben auch noch ergeben, dass wir die schon lange gehegte Projektidee, ein Quartett zu machen, dann aufgegriffen haben und eben das Offenbacher Kneipenquartett produziert haben. Mit etlichen Kneipentouren im Sommer und dann natürlich noch ein bisschen redaktioneller Arbeit dazu. Aber es liegt jetzt auf dem Tisch und man kann es spielen.

Das kann man dann ja auch gleich am besten in einer der Kneipe spielen.

Wir haben schon einige Resonanz bekommen. Ein Quartett hat ja klassischerweise 32 Karten. Also sind dort auch 32 Kneipen vorgestellt. Also da haben wir einiges an Resonanz bekommen, dass es Menschen gab, die nun alle 32 Kneipen abklappern und auch kennen lernen wollten. Das war natürlich auch zumindest einer der Hintergründe, diese oft sehr gemütlichen Plätzen, die aber oft mit ihrer Existenz wirklich zu kämpfen haben, weil ihnen da auch der Nachwuchs, die Kundschaft ausgeht, die so ein bisschen zu unterstützen. Es muss jetzt nicht alles immer Shisha Bar und Hipster Club sein.  Wenn man dann spielt, dann kann man Quartett ja auf zwei Arten spielen. Als klassisches Quartett, da musst du dann skatmäßig alle Rubriken anlegen, also alle Karten von A1 bis A4 haben, von B1 bis B4. Oder du kannst es Zocken. Und beim Zocken ist es wichtig, dass du die Spielregeln vorher festlegst, das steht auch in der Beschreibung. Das heißt, du kannst jetzt zum Beispiel bei Biersorten auf die niedrigste Anzahl oder auf die höchste zocken. Das muss man eben vorher dann festlegen, was gilt und was möglich ist und was nicht. Und dann muss man auch noch wissen, also jetzt zum Beispiel Thekenlänge 10 Meter, ist das jetzt ein guter oder schlechter Wert oder nur ein mittelmäßiger und ob man damit Chancen hat, zu gewinnen. Also 10 Meter ist schon ein ganz guter Wert.

Hast du ein eigenes Atelier, wo man sich deine Werke anschauen kann?

Im Moment hab ich ein Wohnatelier, wo man mich auch besuchen kommen kann und da ist auch immer eine kleine Ausstellung zu sehen. Das hat allerdings keine Öffnungszeiten, sondern ist immer auf Vereinbarung dann geöffnet. Da ich aber nach meinem Studium über zwanzig Jahre in der Werbe- und Modefotografie gearbeitet habe, auch in der redaktionellen Fotografie, in der Zeit hatte ich immer Fotostudios. Ich bin dann davon etwas abgegangen, weil man zum Einen heute durch die komplette Digitalisierung diese Fotostudios im klassischen Sinne damals mit Labor und allem möglichen Licht noch da drin in der Form kaum noch braucht. Es wird heute ganz anders Licht gemacht. Es wird heute ganz anders dann letzten Endes produziert. Und du brauchst halt viel Infrastruktur wie die Dunkelkammer und das alles, das brauchst du eigentlich gar nicht mehr. So dass man für Studioproduktionen einfach woanders hingeht. Das hat auch ein bisschen damit zu tun, das muss man da auch anfügen, dass jetzt gerade im Rhein-Main-Gebiet die Immobiliensituation sich komplett verändert hat. Früher konnte man sich in Offenbach in jedem zweiten Hinterhof eine leere Halle mieten, das gibt es heute gar nicht mehr. Beziehungsweise zu vollkommen indiskutablen Mieten. Aber bei mir ist vor allen Dingen die Notwendigkeit nicht mehr da, weil ich in dieser Werbe- und Modefotografie kaum noch arbeite. Das mach ich durchaus auch noch, aber kaum noch im Vergleich zu früher und heute mach ich dann viel mehr eigene Projekte und Kunst. Da ich auch Fotodesign und Grafikdesign unterrichte.

Wo unterrichtest du?

Also im Moment im Fernunterricht über Tutorials und Workshops für die Fernakademie Klett oder den Klett Verlag und die haben mehrere Fernakademien, wo sie solche Kurse anbieten. Aber ich hab das auch an der Fachhochschule in Dortmund schon unterrichtet, dann auch hier an der Berufsschule in Frankfurt und hier in Offenbach vor allen Dingen bei Projektwochen.

Was kommt in der Zukunft, stehen neue Projekte an?

Neue Projekte stehen immer an, vor allem im Kopf. Wie beim Kneipenquartett war es genau so, dass es dann irgendwo einer Initialzündung bedarf, dass du dann aber auch in dem Moment losgehst und es dann einfach anpackst, einfach machst. Dann ergibt sich beim Tun etwas. Wir arbeiten ja auch jeder für sich und viel zusammen. Dann hat es hier in Offenbach auch gerade einen sehr spannenden regionalen Aspekt oft dabei, wenn man neue Sachen entwickelt. Da würd ich jetzt gar nicht so in eine bestimmte Richtung tendieren, weil sich das eben durch Begegnungen ergibt oder die morgen irgendwo anders entstehen und es tun sich immer wieder Sachen auf, bei denen es vor allem wichtig ist, sie in diesem Moment nicht nur lange zu besprechen, sondern dann auch konkret umzusetzen. Wir versuchen hier in Offenbach gerade den Hauptbahnhof in irgendeiner Form zum Kulturzentrum umzubauen, da bin ich auch mit involviert und kann mir da auch vorstellen zukünftig nochmal ganz andere Dinge zu entwickeln. Ich koche auch für mein Leben gerne und da solle es so ein Art Pop Up Restaurant entstehen, und da vielleicht etwas mit einzusteigen, also sowas könnte ich mir auch vorstellen.

Da ist schon ein starker Lokalpatriotismus bei dir vorhanden, also auch für die Offenbacher Kunst, da etwas zu tun und aufzubauen wie den Kulturraum, aber auch die Stadt darzustellen und zu zeigen und auch Orte, wie das Stadion, dass es nun nicht mehr gibt.

Also Lokalpatriotismus in jedem Fall. Ich bin in Offenbach geboren, hab aber allerdings die geringere Zeit meines Lebens hier in Offenbach gewohnt. Ich bin jetzt 52. Aber während meines Studiums war ich in Dortmund, dann später lange Zeit in Frankfurt, dann in Paris, in Hamburg und bin dann wieder nach Offenbach zurück gekommen. Also es ist jetzt nicht so, dass Offenbach für mich der Nabel der Welt ist. Es ist aber auf jeden Fall bedingt durch seine Größe, die überschaubare Zahl von Kulturschaffenden, die sich hier auch überwiegend persönlich kennen, ein Ort wo man unheimlich viel entwickeln kann und zwar auf sehr sehr kleinen Wegen. Nicht nur in Form von Kilometern, sondern in Form von menschlichen Kontakten. Also ich hab das mal in einem anderen Zusammenhang beschrieben. Im Vergleich zu Hamburg, du kannst in Offenbach unseren Oberbürgermeister Felix Schwenke auf seinem Handy anrufen und dich dann irgendwo am Samstag kurz auf dem Wochenmarkt mit ihm treffen. Sowas ist in Hamburg oder so praktisch nicht möglich gewesen. Da sind einfach die Szenen viel zu groß, als dass du da einen Gesamtüberblick darüber gewinnen kannst. Das macht einfach Spaß hier. Und dann bin ich als Mensch so vielseitig interessiert, dass ich auch sage, Mensch, das ist einfach eine gute Sache, da machst du mit, sehr häufig und gerade auch, wenn es keine Kohle dafür gibt.

Das sind ja auch meistens die Sachen, die oft besser werden, weil die Leute es aus Passion machen und da entstehen auch ganz andere Dinge, wie wenn es nur um das Geld geht.

Nur so kann das funktionieren. Catch it with your hear. Das ist eine ganz wichtige Lebenseinstellung, mit der du auf jeden Fall viel leichter dein Ziel erreichst, welches auch immer es sein soll.

INFOTHEK

Adresse: Atelier für Fotokunst, Luisenstraße 63, 63067 Offenbach

Webseite : https://tomhoenig.de/

E-Mail: info@tomhoenig.de

Telefon: +49 (0)69 7880 6725   /    Mobil  +49 (0)171 548 3746

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Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V.  (BFF): https://bff.de/profil/tom-hoenig/

Gettyimages: https://www.gettyimages.de/fotos/tom-hoenig?mediatype=photography&phrase=tom%20hoenig&sort=mostpopular

Plainpicture: https://www.plainpicture.com/en/search?credit=plainpicture%2FWestend61%2FTom+Hoenig

Kunst für Alle: https://www.kunst-fuer-alle.de/deutsch/kunst/bilder/kuenstler/Tom+H%F6nig+%28F1+Online%29/12166/1/index.htm


Gemeinschaftsprojekte mit Tanja Luther

Webseite: https://lutherhoenig.de

Webseite: https://tanjaluther.de/


Video-Links:

Atelierbesichtigung (bei 1:20): https://www.1730live.de/stadtbesichtigung-offenbach/

Eichhörnchen-Video: https://vimeo.com/80100916

Kneipenquartett: https://www.facebook.com/dasistOffenbach/videos/das-offenbacher-kneipen-quartett-2018/293114744815481/

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