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Die Kunsthalle PORTIKUS | Auf der Insel im Main

Wie ein modernes Hexenhaus ragt der tiefrote Turmbau des PORTIKUS aus den Ufern des Frankfurter Mains heraus. Seit 1987 Bestandteil der Städelschule – staatlichen Hochschule für Bildende Künste – ist die Kunsthalle PORTIKUS eine Ausstellungsinstitution für zeitgenössische Kunst und widmet sich demnach dem Ausstellen, Publizieren und der Diskussion von Werken junger und aufstrebender, sowie etablierter Künstler aus der ganzen Welt. Die Förderung der Kunst von heute als Investition in die Intelligenz der Gesellschaft von morgen: Hier findet nicht nur ein intensiver Austausch zwischen Studierenden und geladenen Künstlern statt, die Städelschüler stellen auch selbst aus.

Entstehung und Geschichte

Als Kasper König 1987 Direktor der Städelschule wurde, forderte er als Antrittsbedingung über eine unabhängige Ausstellungshalle verfügen zu können. So wurde an den Überresten der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Alten Stadtbibliothek eine sehr einfache, aber zweckmäßige Ausstellungshalle in Containerbauweise errichtet, deren Name Portikus an das einzig erhaltene Fragment der Bibliothek andockt, dem klassizistischen Eingangsportal. 2003 beschloss dann die Stadt die frühere Bibliothek zu rekonstruieren, um darin das Literaturhaus Frankfurt unterzubringen, welches 2005 dort einzog. Während der Bauphase der neuen Unterkunft für die Kunstinstitution bezog der PORTIKUS vorübergehend das Erdgeschoss des Leinwandhauses Frankfurt, bis er 2006 schließlich in den von Christoph Mäckel gestalteten Neubau auf der kleinen Maininsel siedelte.

Der bewusst reduzierte, schmale Ziegelbau mit extrem steilen Satteldach westlich der Alten Brücke und mit einem Steg zu dieser verbunden, markiert die „neue alte Mitte“ der Stadt im Baustil der Spätgotik. In ihm befindet sich ein einziger, hoher Ausstellungsraum mit einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern und einer umlaufenden Galerie. Verwaltungs-und andere Nutzungsräume beherbergt das Untergeschoss. Das spitze Dach wird durch eine nach Norden hin verglaste Front mit einer Lichtinstallation von Olafur Eliasson akzentuiert. Auf der historischen Insel mit Blick auf die Frankfurter Skyline bildet das Haus einen Mix aus moderner Urbanität und idyllischer Natur.

Ausstellungen und Vermittlung

Die international bekannte Ausstellungshalle, die sich derzeit unter Leitung von Philippe Pirotte befindet, bietet seit der Gründung 1987 in der Regel bis zu sechs raumspezifische Produktionen jährlich. Wechselnde Ausstellungen international bekannter und auch unbekannterer Künstler werden erweitert durch Publikationen und das Journal, das in Gestalt verschiedener Beiträge wie Essays, Interviews, Erzählungen oder Foto- und Videobarbeiten einen genaueren Blick auf die Künstlerinteressen vermittelt und Themen reflektiert, die unsere Gesellschaft, Politik und Kultur betreffen.

Eine Übersicht der bisherigen Ausstellungen von damals bis heute ist hier einsehbar, unter den Künstlern sind beispielsweise auch Gerhard Richter, Sigmar Polke und Wolfgang Tilmans.

Der PORTIKUS kann außerdem auch für private Veranstaltungen gemietet werden.

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Anschrift

PORTIKUS
Alte Brücke 2/ Maininsel
60594 Frankfurt am Main

Information

T +49 69 962 4454
F +49 69 962 4454 24

www.portikus.de
www.facebook.com/portikus

Öffnungszeiten

Mo geschlossen
Di-So 11-18 Uhr
Mi 11-20 Uhr

Eintritt

Frei

Fotos:
www.fsb.de
www.kultur-frankfurt.de

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