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Im Kopf einer Sterbenden

Was bringt einen Menschen wohl so weit, sich das Leben zu nehmen? Fragen kann man die Person schlecht im Nachhinein. Es gibt interessante Romane und eine Handvoll guter Filme, die sich dieser Thematik angenommen haben und für den Zuschauer das Geschehnis aufarbeiten und darstellen. Aber eine gewisse Distanz bleibt durch die Art des Mediums doch immer gewahr. Die Theaterbühne bietet hier viel tiefgreifendere Methoden. Das neue Stück DESIRE:DEATH:DREAMING von Regisseur Bernhard Mikeska befasst sich mit solch einem Selbstmord und will den Besuchern dieses Eintauchen in die Vorstellung auf besondere Weise näher bringen.

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Am 11. Dezember fand die Premiere im Frankfurt LAB statt und die Theatergruppe hat für die Gäste eine ganz spezielle Spielweise entwickelt, um die größtmögliche Anteilnahme zu erzielen. Die Schauspieler tragen alle Mikrophone und die Zuschauer Kopfhörer, man hört jedes Wort direkt im Ohr, auch das Atmen oder Schlucken und ist dadurch in einer unglaublich intimen Nähe zu den Schauspielern, aber gleichzeitig auch wieder am Sitzplatz. Die Bühne ist hier auch nicht die typische Empore oder abgetrennte Ebene, sondern in der Vorführhalle des LABs begegnen die Protagonisten den Gästen auf Augenhöhe und stehen quasi direkt vor Einem.

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Desiree nimmt sich das Leben und man erfährt die letzten Momente ihres Daseins und von den Geschehnissen, die zu ihrem Tod geführt haben. Der Zuschauer erhält hier eine bunte Reizüberflutung an sehr emotional gespielten Szenen, die zum Teil auch parallel ablaufen, versteckt im Eck oder auch direkt vor der eigenen Nase. Dies macht das Stück unglaublich dynamisch und auch spannend, man hat eben wirklich das Gefühl im Kopf der Hauptakteurin zu sein.

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Die Darstellergruppe besteht aus Studenten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Es spielen Johanna Franke, Anica Happich, Alexej Lochmann, Anabel Möbius, Barış Tangobay, Lili Ulrich und Matthias Vogel. Regisseur Bernhard Mikeska hat mit diesem Stück ein weiteres Werk geschaffen, das an seine Diven-Trilogie anknüpft. Hier konzipierte er für die große Bühne bereits Portraits über Rosemarie Nitribitt oder Marilyn Monroe.

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Nach der Generalprobe haben wir den Regisseur Bernhad Mikeska und die beiden Schauspieler Johanna Franke (Desiree) und Matthias Vogel (Freder) interviewt.

Das Stück läuft noch am 17., 18. Und 20 Dezember um 19:30. Karten könnt ihr euch telefonisch hier reservieren: 069 154 007 202 oder per Email: Daniela.Kabs@hfmdk-frankfurt.de.

Webseite Bernhard Mikeska: http://www.bernhardmikeska.de/

Webseite Frankfurt LAB: http://www.frankfurt-lab.de/aktuelles.html

Event bei Facebook: https://www.facebook.com/events/1402502300040494/?fref=ts

Fotos: Heinz Holzmann / Hansjörg Rindsberg / Günther Michels

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