Alles begann eigentlich mit einer Wette. „Ich glaub gar nicht, dass du das schaffst“. Der Schreiber und Satiriker Mark-Stefan Tietze hört sowas gar nicht gern und dachte sich dann „das werden wir mal sehen“. Und da diese Wettdurchführung dann so ein interessantes, witziges und auch überraschendes Spektakel war, hat er gleich ein ganzes Buch darüber geschrieben: Allein unter Veganern.

Foto Credits: (1) Festival der Komik 2015 – Foto Moppel Wehnemann // (2) Plakat TITANIC-Taskforce 2013 – Foto & Gestaltung Tom Hintner // (3) Mark-Stefan Tietze

Der begeisterte Fleischesser sollte für 100 Tage vegan leben. Es ging erst mal nur um die Ernährung. Dass sich dies aber natürlich auf die gesamte Lebensweise auswirkt und man quasi nicht drum rum kommt, das komplette Vegansein auch zu leben, sollte sich erst später auf die unterschiedlichsten Weisen äußern. Wenn man etwas ausprobiert, dann eben richtig. Der Schriftsteller ist jetzt nicht gerade das Paradebeispiel für jemanden, dem es einfach fallen könnte, auf Fleisch zu verzichten oder der tierische Produkte eher selten isst. Das Gegenteil ist der Fall. Die Umstellung der gewohnten Magenzufuhr bestehend aus deftigem Sauerbraten, edlem französischen Käse und geräucherten Fischspezialitäten zu dann eben gar nichts mehr davon und … ja… was isst man denn dann eigentlich überhaupt noch? Das herauszufinden, ist erstmal gar nicht so einfach und die Feststellungen und Reflektionen seines veganen Selbstexperiments sind alle paar Seiten einige Schmunzler oder gar Lacher wert. Nach dem Motto, Tofu ist, wenn man trotzdem lacht.

In einem Interview bei Radio X berichtet uns Mark-Stefan Tietze über die Entstehung des Werks:

Für die Frankfurter und speziell die Bornheimer ist das Buch eine besondere Freude, die Ereignisse spielen sich nämlich zum Großteil in diesen Gassen ab. Aber auch in der „veganen Szene“ in Hamburg oder Berlin. Als Bernemer erkennt man so ziemlich jedes Eck im Viertel, dass der Autor beschreibt, die ganzen Kneipen und Läden und auch gewisse Eigenarten von Gastronomen oder Personen des öffentlichen Raums – also Leute, die in den Lokalitäten regelmäßig sitzen und die man öfter auf der Berger trifft. Wie zum Beispiel den Titanic-Stammtisch im Henscheid, dem der Autor als Titanic-Mitschreiber und ehemaliges Redaktionsmitglied selbstverständlich noch beiwohnt. Hier im Gegenüber von anderen Satirikern und Profis im Sich-drüber-lustig-machen wird man mit solchen Selbstexperimenten auch besonders gefordert. Die genaueren sehr amüsanten Erzählungen findet ihr im Buch, aber auch unzählige Rezeptideen, Einkaufsmöglichkeiten und Produktinformationen für die vegane Küche, die sich Tietze ja erst mal selbst erarbeiten und recherchieren musste.

Der Autor schreibt regelmäßig für die Rubrik „die wahrheit“ in der tageszeitung, verfasst Artikel, Gags und Witzgeschichten für das Satiremagazin Titanic und die Fernsehsendung Neo Magazin bzw. Neo Magazin Royale, sowie für die heute show online und Mitternachtsspitzen online.

Link zur Autorenseite bei Rowohlt: http://www.rowohlt.de/autor/mark-stefan-tietze.html

Link zur Buchseite bei Rowohlt: http://www.rowohlt.de/hardcover/mark-stefan-tietze-allein-unter-veganern.html