Spießigkeit adé: Das Hemd im Trend

Die Modeindustrie ruft uns zu: „Free your inner Bürokauffrau!“

Weiße Hemden waren für mich immer der Inbegriff der Spießigkeit, die Verkörperung der schlechtangezogenen verbeamteten Vorstadtmutti, die in ihrem Opel unter der Buchse um die Ecke quietscht. Die aktuelle Mode hat mich eines besseren belehrt und zeigt, dass weiße Hemden und Hemdblusen nichts mehr mit Klassentreffen, zahnspangengestraften Strebermädchen, Büro-Tanten und Einfallslosigkeit zu tun haben.

Plötzlich sind wir alle ganz verliebt in die weißen cleanen Hemden, die dem Unisex-Trend einen neuen Hut aufsetzen. Von Asos über Maison Martin Margiela bis Zara und Zac Posen strahlen uns die neuen Must-Have Teile aus den aktuellen Kollektionen entgegen. Finden könnt ihr sie in allerhand Variationen von Oversize bis tailliert.

Spätestens seit dem Buch „How to be Parisian“ von Sophie Mas und Audrey Diwan wissen wir, dass ein Hemd unbedingt in den Schrank einer modernen Frau gehört und uns eine gehörige Portion Pariser Lässigkeit verleiht. Beim Styling sollte man sich unbedingt clean halten, zu viele Rüschen und Schischi sind tabu, um uns nicht doch optisch in die Rolle von Annemarie zu versetzen, die in der Schule immer in der ersten Reihe saß und energisch mit dem Finger schnipste, um die Aufmerksamkeit des Klassenlehrers zu erhaschen.

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Lederhosen und -Jacken machen euch mit weißem Oversize Hemd zum (Möchtegern-) Rockstar und geben einen coolen und edlen Ton an. Auch schlichte Skinny Jeans und Heels machen sich bombastisch in der Kombi mit unserem neuen Lieblingsteil. Wie ich finde passt roter Lippenstift hervorragend in das Ensemble, hier habe ich naturellement den Klassiker Rouge Allure von Chanel gewählt. Besonders lässig wirkt’s mit zartem Schmuck und Undone-Bun. Das Hemd ist übrigens geklaut vom lieben Freund.

Happy Hemding allerseits!

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