Kulturmix: „Design MVW“ kreuzt Asiatisch mit Europäisch

Wie es aussieht, wenn traditionelle asiatische Ästhetik mit europäischer fusioniert, demonstriert das Shanghaier Studio Design MVW. Diese interessante Kollaboration zwischen dem chinesischen Designer Xu Ming und der französischen Architektin Virginie Moriette nutzt unterschiedliche kulturelle Hintergründe, um abstrakte Lösungen für Architektur, Interior-Projekte und Möbeldesign zu gewinnen. Dabei stellt jedes Projekt ein Resultat aus täglicher Analyse dar, die sich darauf konzentriert, unsere Lebensweise zu verbessern.

So werden hier zwei Ideologien gekreuzt: Während ein solides Objekt im Westen für sein Material und seine Form geschätzt wird, ist im Osten hingegen das Konzept der Leere wieder sinnvoll und kann auf taoistische Philosophie zurückgeführt werden, in der der Geist frei von Gedanken unterschwellig und ruhig treiben kann. Design MVW balanciert Funktion und Ästhetik durch klare Linien, lebendige Formen und elegante Proportionen. Vorstellungen von Raum, Form und Funktion finden hier einen simplen, skulpturalen und architektonischen Nenner, der zeitlose Ausstrahlung mit modernem Stil mischt. Einen zentralen Aspekt bildet dabei die Natur als Former für Ausdruck – Sie überschreitet die Verschiedenheit von Kulturen und agiert als subtiler, Brücke schlagender Unterton.

Nach diversen, ausgezeichneten Erfolgen stellt Design MVW nun die neue Kollektion XiangSheng vor, die derzeit in der Galerie BSL Paris präsentiert wird. Komprimiert aus Tischen und Regalen, fokusiert sich die Sammlung auf den Umgang mit Bronze. Ohne dem groben Legierungsstoff seine wilde Maskulinität zu nehmen, hat das Duo ihn in künstlerische, skulpturale Objekte eingearbeitet und ihm eine schöne Sprachfertigkeit eingehaucht. Fein oxidierte Oberflächen schmeicheln dem Mix aus klar geschnittenen Enden, üppigen Bögen und abnormalen Silhouetten.

Ein spielerischer, kontrastierender Umgang mit dem schimmerndem Farbton äußert sich einerseits in der Kombination mit sehr dunklem Material und andererseits mit Oberflächen in angeschlagenem Aquamarin. Beim Betrachten der Objekte lässt sich schnell feststellen, dass rigide Geometrie nicht zu den Absichten der Designer zählt. Sowohl die großen Stücke, als auch die kleinen Beistelltische erscheinen aus verschiedenen Winkeln stets unterschiedlich. Durch all diese Perspektiven offenbart sich XiangSheng als dynamische Kollektion, die ihren Ursprung beim Stolpern über metallischen Abfall während eines Fabrikbesuchs fand.

 

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Fotos:
www.galeriebsl.com

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