Schwangerschaft & Sport: Das dritte Trimester: Treppensteigen, Schlafprobleme & Bananengeburt

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Wie bleibt Frau gesund und munter während der Schwangerschaft und nach der Geburt? In einer fünfteiligen Serie begleiten wir unsere Autorin Ellen-Jane Austin bei ihrem Weg zur fitten Mama. In Teil 3 geht es um fiese Treppen, kurze Nächte und merkwürdige Träume. Eine Kooperation von Novitas BKK und Achim Achilles.

Endspurt. Bald ist mein Baby da. Bald bin ich Mutter. Zum Glück – ich kann nicht mehr.

Ich dachte immer, das Anstrengende an einer Schwangerschaft, sei das Leben mit riesigem Babybauch. Breaking News: Ist es nicht. Zumindest nicht nur.

Ich bin hochschwanger, meine Kugel ist recht überschaubar. Eine Freundin meinte neulich, ich sähe aus, als sei ich erst im sechsten Monat. Aber ich fühle mich wie ein gestrandetes Walross. Ich war auch zuvor kein gazellenhaftes Wesen, doch recht flink und wendig. Jetzt bin ich so flink und wendig wie ein Sandsack am Straßenrand im Regen.

Statt auf dem Rad, fahre ich mit der Bahn zur Arbeit. Kaum im zweiten Stock angekommen, lasse ich mich völlig entkräftet auf den Bürostuhl fallen. Mitleidige Blicke meiner Kollegen krönen meine Demütigung. Ich lächle tapfer.

Zum Glück wissen sie nicht, dass ich jedes Mal fast in Tränen ausbreche, wenn ich zuhause am ersten Treppenabsatz der vier Altbau-Etagen stehe. Ich fühle mich wie ein erschöpfter Reinhold Messner am Fuße des Mount Everest. Nur untrainiert, unheroisch und bartlos.

„Hauptsache lebendig oben ankommen“

Ein Hoch auf den Kindsvater. Wann immer er dabei ist, schiebt er mich, mit festem Griff am Hintern, wie eine Schubdampflok, Stufe um Stufe, höher und höher. Bin ich froh, dass uns noch kein Nachbar dabei erwischt hat. Wobei – total egal. Hauptsache lebendig oben ankommen.

Ich dachte immer, die Hand des Liebsten auf dem Bauch der werdenden Mutter sei eine der schönsten Gesten der Schwangerschaft. Jetzt weiß ich: Es ist die Hand am Hintern. Ich denke an die Worte der Cantienica-Trainerin: „Ihr müsst ‚Wir‘ sein, für die Geburt“. Himmel, wenn ich schon an Berliner Altbauten verzweifle, wie soll ich jemals ein Kind zur Welt bringen?

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Aber ich will mich gar nicht beschweren. Endlich sehe ich wirklich schwanger aus. Nicht, als hätte ich letzte Nacht das Kühlhaus einer Konditorei geplündert.

„Verdammt, ich kann nicht schlafen“

Ständig höre ich: „Genieß die letzte ruhige Zeit. Wenn das Baby erst mal da ist, ist es vorbei mit Ausschlafen“. Verdammt, ich kann jetzt schon nicht schlafen. Selbst wenn das Tanztierchen mal Ruhe gibt, irgendetwas zwickt immer – meistens die Blase, alle einbandhalb Stunden.

Auf dem Rücken liegen, macht das atmen schwerer, zur Bauchlage brauche ich wohl nichts zu sagen und auf den Seiten bekomme ich fiese Schulterschmerzen.

„Ich träumte, ich hätte eine Banane geboren“

Aber am aller Schlimmsten sind die Schlafprobleme, wenn ich gar nichts spüre.

Kein Zwicken, keine internen Tanzeinlagen. Sofort geht das Horror-Gedanken-Karusell los. Selbst jetzt, am helllichten Tag, darf ich gar nicht anfangen daran zu denken, dass mein Krümel nicht mehr leben könnte. Ja sehr unwahrscheinlich in diesem Stadium der Schwangerschaft – aber nicht ausgeschlossen und somit extrem gruselig.

Irgendwann schlafe ich dann meistens doch ein. Und träume die wildesten Sachen. Hauptsächlich von Essen und Geburten. Kein Wunder, ich brüte schon zwei Tage über den errechnete Empfängnistermin hinaus.

Neulich träumte ich sogar, ich hätte eine Banane geboren. Flutsch war sie draußen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das tatsächliche Ereignis nicht ganz so flutscht – und ich hoffe inständig, dass mein Kind keine Banane ist.

 

Die Serie ist eine Kooperation von Novitas BKK und Achim-Achilles.de. Mehr Infos für Eltern gibt es hier: http://www.novitas-bkk.de/mamapapakind

Hier geht´s zum zweiten Trimester: Schwangerschaft & Sport: Das zweite Trimester – „Man sieht ja noch gar nichts“

Hier geht´s zum ersten Trimester: Schwangerschaft & Sport: Das erste Trimester: „Der süßeste Parasit der Welt“

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