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Künstler RAWS – #Neograffism

[Article in English @ Vagabundler: Sprayer RAWS – #Neograffism]

Es ist ein Buchstaben-Writing, eine Art ausgeführtes, grafisches Bombing, was Kai Imhof kreiert. Eine Mischung aus Graffiti und Grafik, Neograffism eben. Der Berliner Graffiti Artist ist vielen vielleicht eher unter seinem Künstlernamen RAWS bekannt. Seit circa 2004 sprüht und malt der Kreativling Werke auf Fassaden und mittlerweile auch auf Leinwände, Schuhe oder Autofelgen.

Grafik – Graffiti – Minimalismus. Das sind die drei Kernelemente von RAWS Konzeptionen. Grafik, weil auch mit Acryl, weil strukturiert, mit Pinsel aus dem Atelier und grafisch eben. Graffiti, weil mit der Spraydose, das eher Wildere und Losgelassene von der Straße. Und auf minimalistische Weise verbindet RAWS dann in seinen Werken die Grafik mit dem Graffiti und das Graffiti mit der Grafik, zerstückelt wellige Formen und verbindet diese wieder mit geradlinigen Objekten neu. Am Ende sticht meistens klar oder versteckter das Namenslogo RAWS heraus.

Zu den selbstbeigebrachten und sich aus Passion entwickelten Fähigkeiten, die er in den Berliner Nachbarschaften und den Halls of Fame des tags oder auch nachts erlernt hat, flossen der Input einer Ausbildung zum Grafikdesigner ab 2012 an der Best-Sabel Designschule in Berlin mit ein und unzählige kunstgeprägte Reisen um die Welt. RAWS ist ständig dabei seinen Style weiter zu entwickeln und baut die Elemente mit ein, die ihm in seinem Leben hinweg begegnen und ihn begeistern. Es geht aber primär um das Stylewriting, die Buchstaben sind im Vordergrund, oft auch kaum in Farbe, aber genauso oft auch kräftig bunt und leuchtend.

Characters und Figuren findet man bei ihm nicht, dafür aber klar geschwungene und durchdachte Linien und eine sich weiterziehenden Serie an Möglichkeiten die Buchstaben „R“ „A“ „W“ „S“ zu entwerfen und zu verbinden. Die Grenzen des Mediums sind dabei offen und Kai Imhof probiert neugierig Frisches aus. Gern würde er mal ein ganzes Auto besprühen. Dieses Jahr sollen noch T-Shirts und ein Skateboard folgen.      

Seit 2017 sieht man RAWS auch auf Graffiti-Events wie The Haus und Wandelism in Berlin oder bei der Monumenta in Leipzig. Als Grafikdesigner und Graffitikünstler arbeitete er bisher nicht nur mit Reebok zusammen, sondern auch Nike, Marc Cain, Montana Cans oder Über Skateboards stehen auf der Liste. Sogar für Marvel steuerte er bereits Graffitikunst bei. Beim neuen PS4 Spiderman Game zieren seine Werke die Hintergründe in der virtuellen Welt. 

Am Donnerstag, den 23. Mai startet die erste Solo-Ausstellung #Neograffism von RAWS mit einer Vernissage um 19 Uhr in der Urban Spree Galerie in Berlin. In der Revaler Straße 99 werden dann an die 20 Stücke des Künstlers zu sehen sein. Dabei sind Bilder auf Leinwand in Größen zwischen 5cm und 2,20m und RAWS wird außerdem die Wände der Galerie mit Graffiti und Designelementen direkt bemalen. Ein Highlight ist sicherlich die Bemalung der großen Fassade, die ist 8m x 20m groß.  Die Ausstellung geht weiterführend bis zum 9. Juni und ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 12 bis 19 Uhr geöffnet.

VOM SCHULKURS-GRAFFITI ZUM INTERNATIONALEN SPRAYARTIST

Wir haben uns mit RAWS in einem Skype-Interview über die kommende Ausstellung unterhalten, über seine Entwicklung vom Street-Bomber im Teenageralter zum internationalen Profi und über die Graffiti Szene in Berlin. Einige Passagen des Gesprächs sind im Folgenden auch verschriftlicht.

Hallo Kai, erzähl mir und den Zuhörern mal etwas von deiner Kunst und von der kommenden Ausstellung?

Ja, hallo, also ich bin Art Künstler aus Berlin mit dem Künstlernamen RAWS. Ich komm ursprünglich aus dem klassischen Graffiti und beschäftige mich jetzt seit einiger Zeit damit, das weiter zu entwickeln und hab damit jetzt meine erste große Ausstellung in der Urban Spree Galerie an der Warschauer Straße in Berlin. Da wird es eine Menge Leinwände geben. Eine Mischung aus Grafik, Graffiti, Minimalismus und alles, was mich so beschäftigt und was ich spannend finde.

Wann hast du mit dem Sprayen begonnen, seit wann bist du dabei?

Ganz genau weiß ich nicht mehr, wann ich angefangen hab. Das war natürlich so ein schleichender Prozess. Ich hab für mich jetzt einfach mal festgelegt, dass ich 2004 mit Graffiti angefangen hab, weil ich da mein erstes richtiges Bild an eine Wand gesprüht hab. Das ist für mich jetzt so der Punkt, den ich festgelegt hab im Nachhinein. Und so ursprünglich hatte ich meine ersten Kontakte mit Graffiti tatsächlich in der fünften Klasse. Da hatten wir so eine junge, motivierte Kunstlehrerin, die einfach mal so einen Graffiti-Kurs mit uns gemacht hat. Irgendwie fand ich das da schon ziemlich spannend. Wir haben dann die Buchstaben noch so mit Pinsel gemalt, also irgendwie ganz witzig. Das war so der erste Punkt, dann hab ich eine Zeit lang gar nichts mehr damit zu tun gehabt. Da bin ich so ein bisschen als Skaterboy unterwegs gewesen. Bei uns in Berlin gibt es auch einen bekannten Park, Mellow Park heißt der, da war ich dann immer. Da war ich dann skaten. Und da gab es dann auch ein paar Wände, wo ein paar ältere Jungs Graffiti gesprüht haben. Die hab ich gesehen und irgendwie fand ich das richtig cool. Ich hab mir dann auch irgendwann mal eine Dose zugelegt und dann einfach angefangen sag ich mal. Das war dann so der Beginn meiner Graffiti Laufbahn. Dann gab es auch noch in der Szene ein sehr bekanntes Buch. Das heißt „Odem – On the run“. Da erzählt der besagte Odem dann über seine Geschichte und seine Erfahrungen in der Berliner Graffitiszene und so. Und als ich das gelesen hab, da war ich dann wirklich komplett begeistert. Und dann ging es auch nachts mal raus. Das waren so meine Anfänge.

Du malst ja schon noch an Wänden, aber du bemalst auch Leinwände und andere Objekte wie Felgen oder Schuhe.

Also das mit dem Schuh, das war wirklich so ein Custom Ding, so ein einmaliges Ding, weil ich mit Reebok relativ gut bin und da hatte ich einfach mal Lust so einen Schuh zu verlosen und hab den dann irgendwie bemalt. Aber so ganz grundsätzlich ist es für mich einfach auch spannend, meine Sachen so auf verschiedenen Medien auszuprobieren. Also nicht nur wie früher, also nur auf der Wand, sondern auch auf der Leinwand, auf Schuhen oder Felgen. Gerne würd ich auch mal ein Auto bemalten. Ich finde es einfach spannend, mit verschiedenen Medien zu spielen.

Dein Stil ist sehr bunt und du hast immer schöne, helle und kräftige Farben. Es ist ein Buchstaben-Writing, ein ausgeführtes, grafisches Bombing könnte man sagen. Aber Characters oder ähnliches hast du nicht?

Nein, eigentlich gar nicht. Damit hab ich mich irgendwie nie beschäftigt. Also für mich waren immer die Buchstaben sowieso das wichtigste, also früher nur die Buchstaben ohne Farben. Also der Style sozusagen und wie man die Buchstaben formt und welche Verbindungen man da irgendwie erschafft. Das war immer spannender. Und dann noch die Energie aufzubringen mich noch mit Gesichtern und et cetera zu beschäftigen, das war mir einfach nicht so. Ich bin dann einfach bei den Buchstaben geblieben.

Du reist viel, kommst viel um die Welt und malst während deinen Reisen natürlich auch.

Ja, also ich muss sagen, die meisten Reisen, die ich so in der letzten Zeit gemacht hab, sind auch nur über die Kunst entstanden. Also die hätte ich vielleicht sonst gar nicht gemacht, weil es dann meistens irgendwelche Events und Veranstaltungen waren, die einen dann eingeladen haben. Und so eine Einladung nimmt man natürlich gerne an. Also Indonesien war jetzt mein großes Highlight bis jetzt. Also es ist einfach total genial, über die Kunst Leute kennen zu lernen und die Möglichkeit zu haben, weltweit zu reisen. Das ist natürlich echt super, also es macht richtig Spaß.

Es stehen also mittlerweile an verschiedene Orten rund um den Globus Werke von dir?

Das kann man so sagen. Ich weiß nicht, ob die noch da sind oder schon übermalt sind. Aber zumindest hab ich so ein paar Länder bereist und da was hinterlassen.

Stellst du bei der Ausstellung #Neograffism alleine aus oder sind noch andere mit dabei? Und gibt es noch Veranstaltungen drum herum, also Performance, Konzerte oder dergleichen?

Nein, also das ist wirklich jetzt eine Solo-Ausstellung von mir. Auch die erste. Und ja, es wird da eine Vernissage geben am 23. Mai. Da wird dann auch ein bisschen Party gemacht. Es wird Getränke geben, Musik wird es geben. Und danach ist es dann wirklich eine klassische Galerieausstellung. Die Galerie hat immer von Dienstag bis Sonntag zwischen 12 und 19 Uhr auf. Da kann man natürlich jederzeit vorbei kommen und sich die Kunst anschauen. Das ist dann wie eine klassische Ausstellung.  

Du hast vorhin was von deinen Anfängen erzählt, aber zu dem Künstler, der du mittlerweile bist, von den anfänglichen Sprayaktionen bis heute, war es dann noch ein längerer Weg. Erzähl mal etwas davon. Vom Schulkurs-Graffiti zum internationalen Sprayartist.

Oh ja, das klingt aber gut. Ja, also früher also Jugendlicher ist man natürlich schon nachts auch mal raus gegangen und hat da ein paar Abenteuer erlebt. Ich war halt nie der Typ, der so den Nervenkitzel so mag. Und irgendwie gab es dann auch so ein, zwei Mal Ärger mit der Polizei. Dann hab ich für mich entschieden, nein, pass auf, ich will das lieber auf die kreative Schiene versuchen und mich wirklich mehr mit den Buchstaben als mit der Aktion beschäftigen. Also wirklich für mich schöne Bilder malen, bunte Bilder malen und besser werden vor allen Dingen. Und ab 2007 hab ich dann richtig losgelegt auch in Hall of Fames, also die Plätze, wo man sprühen darf. Dort bin ich dann wirklich so zwei oder dreimal die Woche hingerannt und hab Bilder gemalt und mich weiter entwickelt. Ich hab dann auch wirklich dadurch viele Leute kennen gelernt. Dadurch kamen dann auch die Reisen. Und ab 2012 hab ich dann eine Ausbildung als Grafikdesigner angefangen und die hat mich dann auch wirklich nochmal sehr geprägt. Schon alleine, wenn man dann auch noch so auf die Kunstgeschichte eingeht. Also Bauhaus und sowas. Das fand ich dann auch superspannend. Dann hab ich mit dieser Grafikausbildung versucht diese Einflüsse auch auf meine Graffitis anzuwenden. So bin ich dann letztlich zu dem Stil gekommen, den ich gerade so fahre. Diese Mischung aus Grafik, Minimalismus und Graffiti. Das ist jetzt so meine grobe Entwicklung. Bei mir war das auch gar nicht so geplant, also ich dachte, das passt so und nicht, dass ich da irgendwann mein Geld damit verdienen will und ich richte da alles jetzt darauf aus. Ich bin da irgendwie so rein gerutscht und hab da vielleicht mal eine Anfrage bekommen, sowas wie „Kannst du mal mein Stromhäuschen bemalen?“ oder sowas. Das waren so die Anfänge. Und irgendwie hat sich das so nach und nach so entwickelt. Also es war jetzt auf gar keinen Fall so ein erzwungenes „Ich will jetzt damit mein Geld verdienen!“ sondern ich bin da so reingerutscht und natürlich bin ich auch superzufrieden mittlerweile, weil ich jetzt halt auch nicht mehr alles machen muss. Ich muss keine Blümchen mehr an Stromhäuser malen. Ich kann wirklich meinen Stil malen und der ist gefragt. Das ist für mich irgendwie der geilste Job der Welt. Also ja, irgendwie hab ich das Hobby zum Beruf gemacht.

Es hat also irgendwann nicht mehr gereicht Werke kurz zu malen und dann auf die Schnelle wieder abzuhauen. Für die größeren und komplexeren Sachen, da braucht man mehr Zeit und Ruhe.

Das sieht natürlich auch jeder anders. Es gibt genug Leute, vor denen ich auch total Respekt habe, die auch immer noch nach 20 oder teilweise 30 Jahren immer noch auch diese Nachtaktionen machen. Die legen das für sich anders aus. Keine Ahnung, ob man das so sagen kann. Auf jeden Fall haben die eine andere Herangehensweise, aber die ist natürlich auch gleich viel wert oder vielleicht auch spannender als meins. Das ist auch immer die Frage, die ich mir so stelle. Wie definiert sich eigentlich Graffiti? Gehört Graffiti ausschließlich auf die Straße und muss illegal sein oder funktioniert Graffiti auch in einer Galerie. Also das ist für mich superspannend und ich finde auch alle Bewegungen innerhalb des Graffitis megaspannend. Ich kann das auch total feiern, wenn dann ein besprühter Güterzug an mir vorbei fährt. Find ich mega geil.

Klar, das gehört alles dazu. Aber es gibt ja gewisse Begrenzungen, also zeitliche und logistische oder eben alleine schon ab einer gewissen Größe bei Murals. Aber da hat sich ja sehr viel entwickelt, es gibt immer mehr offiziell gemachte Werke in den Städten.

Ja, da hat sich auch viel getan. Man sieht ja auch, also die Werbung benutzt ja auch Graffiti super viel. Was man dann auch wieder zwiegespalten sehen kann. Aber zumindest ist Graffiti oder auch diese Streetart-Kultur in der Gesellschaft total angekommen. Und wenn man heutzutage mit der 65jährigen Oma quatscht, dann ist es nicht immer so „Ja, das sind die Schmierer“, sondern dann hört man auch ab und zu mal „Ach ja, das sind die schönen, bunten Bildchen“ oder sowas. Da passiert viel, auf jeden Fall.

Welche Spots kannst du in Berlin empfehlen und wo kann man Werke von dir sehen. Erzähl mir auch noch etwas von weiteren Sprayern, mit denen du malst und von deiner Crew.

Also grundsätzlich kann man sagen, dass Berlin viel zu wenig legale Plätze hat zum Sprühen. Das ist schon immer ein Problem gewesen fand ich. Ansonsten gibt es in der ganzen Stadt verteilt viele von diesen Murals, die man sich anschauen kann. Wenn man von mir was sehen will, dann kann man raus fahren nach Marzahn. Da sind so zwei Bahnhöfe. Über meinen Kumpel Stan, den von den Sprühern vielleicht einige kennen, da haben wir damals drei Bahnhöfe bemalt. Das war Merower Alle, Poelchaucher Straße und der dritte fällt mir jetzt nicht ein, aber die sind alle drei hintereinander. Da haben wir die komplette Bahnhöfe umgestaltet mit abstrakten Sachen. Wir hatten verschiedene Künstler eingeladen, unter anderem war TRUN aus Russland war da. Den kennt man in der Szene auch. INSANE51 war da, der jetzt auch eine Megakarriere jetzt mit an den Start bringt. Man kann auch bei Instagram einfach mal ein bisschen rumkucken, auch meine Freunde abchecken. Stan eben, also Mister STAN NATS bei Instagram. SKENAR gibt’s, mit dem bin ich ganz viel unterwegs. Dann noch RIOT und meine ganze Crew, also SBB. Super Bad Boys. Da passiert viel in Berlin. DEJOE kennt man bestimmt, auch ein legendärer DJ. Ja, in Berlin geht viel. Auch gerade eben illegal. Es ist eine der Hauptstädte Europas, was Graffiti angeht. Bei uns passiert viel.

Das Problem mit den zu wenigen freien Malplätzen hat man fast in allen Städten. Wenn nichts anderes da ist, dann besteht eben nur die Möglichkeit illegal irgendwo zu sprayen. Hier könnte man einiges durch mehr kreative Freiräume verändern.

Also zumindest für die Jungs, die Lust haben legal zu sprühen. So kann man denen die Möglichkeit geben, darum geht es ja. Diejenigen, die illegal sprühen wollen, für die es um die Aktion und die geilen Spots geht, da kann man noch so viel legale Wände hinstellen, das wird sich nicht ändern. Aber zumindest kann man den Kids, die Lust haben legal den ganzen Tag an der Hall zu verbringen, die Möglichkeit geben. Das wäre schon wichtig. Gerade in so einer Stadt wie Berlin, die sich ja auch über Kunst und Streetart definiert, da ist das noch ein bisschen schade und da gibt es Nachholbedarf.

Wie lief das bei dem Projekt mit den Bahnstationen ab? Seid ihr da auf die Stadt zugegangen und habt ein Konzept vorgestellt?

Also ich sag mal, bei normalen Wänden, die jetzt im Straßenbild sind, da läuft es so, dass man versucht an den Hausbesitzer ran zu kommen oder über die Stadt oder man klingelt einfach mal und zeigt dann, was man gemacht hat und hofft, dass derjenige offen dafür ist. Bei diesen Bahnhöfen war es wirklich ein ganz klassischer Auftrag. Also die Bahn ist auf die Firma von meinem Kumpel Stan zugegangen und meinte, ja, wir wollen die Bahnhöfe umgestaltet haben. Da liegt dann auch ein ganz klassischer Auftrag im Sinne von „Wir bezahlen euch, malt uns mal was ran“. Sowas gibt es auch.

Es besteht ja schon ein gewisser Respekt beim Übermalen von Werken von anderen. Wie läuft das bei euch ab?

Ich sag mal in diesen Hall of Fames, also an den legalen Plätzen, da kann es sein du fährst morgens um 10 Uhr dort hin, malst dein Bild bis 16 Uhr und um 16:10 Uhr steht der nächste und wartet, dass er das übermalen kann und sein Bild malt. Also das ist superextrem, einfach auch weil es so wenig Plätze gibt. Aber grundsätzlich herrscht im Straßenbild eigentlich schon so dieses Gesetz, ja. Also man geht jetzt nicht über was Besseres oder über was Bekannteres.  Es gibt ja auch so ganz legendäre Graffitis im Stadtbild, die irgendwie 25 Jahre alt sind oder so. Und die werden natürlich in den allerseltensten Fällen übermalt und wenn, dann gibt es auch oftmals richtig Ärger von der Szene. So einen gewissen Ehrenkodex gibt es da schon.

Daher ist oft auch so wichtig, solche Werke schön zu dokumentieren, weil am Ende ist das Foto oft das einzige, was davon übrig bleibt.

Also das Foto ist halt super wichtig, gerade für uns legale Maler. Ja, es ist oft das einzige, was man davon dann noch hat, weil die halt extrem schnell übermalt werden. Aber das ist eben die Vergänglichkeit, die ist auch irgendwie spannend. Und jetzt gerade mit Social Media, also man malt ein Bild an einer Wand, was dann an der Wand von zehn Leuten gesehen wird, weil es danach übermalt wird und du lädst das danach hoch auf Instagram oder wo auch immer und da sehen es dann 30.000 Leute. Also die Möglichkeiten des Social Media sind gerade für mich super. Es gibt bestimmt auch Leute, die das total blöd finden.

Es ist eben eine einfache Möglichkeit, die jeder nutzen kann, also ein kostenloses Tool. Man muss nur etwas Zeit aufwenden und es kostet nicht, das ist schon mal ganz praktisch.

Ja, genau, also warum nicht dieses Tool nutzen. Gerade auch die Graffiti-Szene, die hat das so nach und nach auch gemerkt. Man findet wirklich jeden Sprüher mittlerweile bei Instagram. Also selbst die Hardcore-Sprüher, die halt Züge und illegale Bombings machen, die sind mittlerweile auch bei Instagram. Und ja, warum nicht. Beim Graffiti ging es nämlich auch schon immer darum, von vielen gesehen zu werden und irgendwie auch um dieses Bekanntwerden. Warum das Tool also nicht zusätzlich nutzen, klar, ist doch cool.

Sehr spannend, was du machst. Jetzt ist ja erst mal die Ausstellung, aber mit einem Blick aufs Jahr, sind da noch andere Projekte oder Ausstellungen geplant?

Ja, es wird noch ein paar kleinere Gruppenausstellungen geben. Ansonsten kommt jetzt nochmal im Juni was, da mach ich mit einer Skateboardfirma was zusammen. Da kommt noch ein Skateboard raus. Ich will jetzt auch noch ein bisschen was klamottenmäßiges machen, also meinen Stil auf Klamotten bringen. Da will ich erst mal ein Sweatshirt raus bringen. Im Sommer wird auch ein bisschen gereist, mal schauen, vielleicht nach Belgien oder so. Ja, also es steht immer irgendwie was an, oftmals auch spontan. Und es wird hoffentlich auch ein genauso spannendes Jahr, wie die letzten.

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