Theaterfestival WINTERWERFT

Das Sommerwerft-Festival vom Antagon Theater und dem protagon e.V. kennt sicherlich schon ganz Frankfurt und das halbe Rhein-Main-Gebiet. Am Montag, 27. November startete nun aber das winterliche Gegenstück und wird noch bis zum 10. Dezember Vorlesungen, Workshops und Theateraufführungen bieten: Die Winterwerft!

Das protagon Gelände wird damit zu einem kreativen Raum, der zur Zusammenkunft und dem Austausch von Künstlern, Publikum und freiwilligen Helfern dienen soll. Zur Winterzeit wird eingeladen, um den unterschiedlichsten Geschichten lauschen zu können. Es gibt Workshops, Theater, Tanz, Musik, Lesungen, Kinderprogramm, Essen, Trinken und Abendveranstaltungen die mit lokalen wie internationalen Gästen aufwarten. Die Mongolische Yurte mit ihrem Holzofen bietet wieder einen gemütlichen alternativen Kulturraum, sozusagen das winterliche Pendant zum Beduinenzelt auf der Sommerwerft. Die Russian Tea Corner erwärmt die Herzen mit ihrem Charme und den Magen mit Tee, heißem Apfelsaft, Glühwein, Kaffeekreationen, Schnaps und Pfannkuchen. Im Foyer stehen kleine Sitzecken und an der Bar gibt es alles um auch noch den kühlen Durst zu stillen. Im Labyrinth der Wandlung kann man spielerisch-bedächtig seinen eigenen Weg finden und dabei vielleicht noch die eine oder andere Begegnung erleben.

Julian Böhme vom Orgateam berichtet in einem Interview bei Radio X von dem Festival und den Veranstaltungen:

Hier findet ihr die Programmübersicht und eine kleine Auswahl der Events mit Infotext. Das vollständige Programm ist auf der Eventseite online abrufbar, die Ticketreservierungen erfolgen ebenfalls online über das Anmeldeformular.

DONNERSTAG  –  30.11  im  LABYRINTH von 18:30 bis 19:30 Uhr

„Hinter den Türen…“ – Hinter den Türen, Wie viele Türen haben Sie heute geöffnet? Wie viele haben Sie verschlossen? Wie viele durchschritten? Und, wie viele Türen haben Sie rechts liegen lassen, ohne auch nur den geringsten Gedanken daran zu setzen was Sie auf der anderen Seite erwartet hätte? Waren Sie sich dessen bewusst? Zwischen der ersten Tür, die wir mit unserer Geburt durchschreiten und der letzten unumgänglichen, die uns alle eines Tages erwartet, stehen Türen doch im Mittelpunkt unserer Existenz… Jemand kann Ihnen eine Tür öffnen, aber hinein gehen müssen Sie selbst! Treten Sie sie also ein, die Reise zeige Ihnen Wege, Türen, wahrgenommene wie verpasste Möglichkeiten… Letztendlich ist es an Ihnen, Ihren persönlichen Weg zu finden!

FREITAG –  1.12  in der ANTAGON – HALLE um 20 Uhr

„Für Garderobe keine Haftung“ – Literatur und Theater haben sich schon immer gut verstanden. Improvisiert sowieso. Denn Geschichten lassen Platz zum Träumen, laden zum gedanklichen Ausschweifen ein. Deshalb stellen wir Bücher bei dieser Show in den absoluten Mittelpunkt. Das Mitbringen und Aussuchen der Lektüre liegt allerdings ganz bei Ihnen. Ob Back- oder Telefonbuch, romantische Liebesgeschichte oder Fantasy-Roman – Sie entscheiden, woraus wir improvisieren.

SAMSTAG  –  2.12 in der MONGOLISCHEN JURTE von 17 bis 19:30 Uhr

„Geschichten aus Moraland“ – Auf poetisch sinnliche Weise wird von einer Welt erzählt, deren Bewohner – die Moraner – sich entschieden haben, wieder im Einklang mit der Natur zu leben. Wir brauchen nicht nur innovative Techniken, sondern auch neue Geschichten für die Welt von Morgen – eine Welt, in der Nachhaltigkeit zu einem der zentralen Werte in unserer Gesellschaft werden muss. Moraland ist ein Land, in welchem dies einst die Regel war, dann folgten Kriege der Egozentrik, in denen jeder am meisten nur für sich wollte… Gemeinschaftliche Feste beendeten die Kriege und nun ist das Volk auf der Suche nach der neuen Königin, die die Balance wieder vervollständigen wird. Von Stefan Behr / Theater Anu, erzählt von Garmuug dem Steingärtner (Karen Rémy).

SAMSTAG  –  2.12 in der ANTAGON – HALLE um 20 Uhr

„Ensel & Krete“ Ein Märchen aus Zamonien als Figurentheater für Erwachsene  – Eines Tages verschlägt es die Fhernhachen-Zwerge Ensel und Krete in den verbotenen Teil des Großen Waldes. Das junge Geschwisterpaar gerät dabei immer tiefer in das unheimliche Gehölz, in dem nicht nur die bösartige Waldspinnenhexe und der gefährliche Laubwolf lauern. Dort haust auch eine ganze Menagerie von außergewöhnlichen zamonischen Daseinsformen wie die vieläugigen Sternenstauner, die hungrige Halmmuräne oder der heimtückische Stollentroll. Als Erzähler des »Märchens aus Zamonien« führt der legendäre zamonische Großschriftsteller Hildegunst von Mythenmetz seine höchsteigene Erfindung – die Mythenmetzsche Abschweifung – ein, mit der er offensichtlich beabsichtigt, Zuschauer und Kritiker in den Wahnsinn zu treiben.

SONNTAG –  3.12 in der ANTAGON  – HALLE um 20 Uhr

„Watersteps“ & „A Breath“   Sound of Stones, Empty Pool, Aquarium, Steps under the Water Purification, Sacrifice, Circle of …. Since the year 2014 Anna Orkolainen and Marja Buchard researched music and movement symbiosis, in dry Andalucia (Spain) the loss of water. Supported by Antagon Teater Action. First time it was performed in the dry river valley. Later we brought this performance into Frankfurt indoor spaces. Lets remember story “Regentrude” by Theodor Storm. Performance and dance: Anna Orkolainen  –  Music: Marja Buchard   –  Costume: Josephine Berger  –  Light: Joscha Erker  –  Photo:  Stefan Chytrek.

SONNTAG  –  3.12 in der MONGOLISCHEN JURTE  von 17 bis 19:30 Uhr

„Les Étoiles de Botan“  –  Kurdische & Nahöstliche Geschichten mit atmosphärischer musikalischer Begleitung von „Les Étoiles de Botan“.

DONNERSTAG  –  7.12  in der ANTAGON – HALLE  um 20 Uhr

„Mephisto“ – „Was wollt Ihr von mir? Ich bin doch nur ein Schauspieler?“ lässt Klaus Mann den wenig subtil verschleierten Gustaf Gründgens am Ende seines „Mephisto“ fragen. Gründgens als Typ, als Charaktermaske eines ruchlos brillanten, zynisch rücksichtslosen Karrieristen ist ein Symbol für Salonkommunisten gibt, den Vorzeigekünstler für die Nazis und in der Bundesrepublik auch immer schön weiter funktioniert. Ein Opportunist vor dem Herrn, der seine Karriere über Prinzipien und seine Kunst in den Dienst des Meistbietenden stellt. Nichts ist alternativlos. Künstler, die sich anders verhalten haben. Die nicht mitgemacht haben. Die in die äußere oder innere Emigration gingen, die im KZ landeten oder sich zumindest nicht mit Goebbels haben fotografieren haben lassen. künstlerisches Mitläufertum. Ein Mann, der in der Weimarer Republik den  „Aus heutiger Sicht“ gab’s damals aber nicht. Wer sind wir denn eigentlich, uns über den Typ Gründgens moralisch zu erheben? Sind wir nicht eigentlich im Hier und Jetzt genauso? Und dabei haben wir noch nicht mal Faschismus. Die Unverschämtheiten des Theaterbetriebes nehmen wir doch auch einfach hin. Wenn ich‘s nicht zu den Konditionen spiele, tut‘s ein anderer, und sei‘s der Praktikant, deswegen spiel ich mit und sage nichts. Das ist nicht politisch, das ist einfach so.

FREITAG  –  8.12  in der ANTAGON – HALLE um 20 Uhr

„Spinnlein, Spinnlein an der Wand“  –  Das Schaf, die Katze, das Schwein, der Fisch, die Ratte und der Vogel haben alle etwas vor. Gras fressen, im Schlamm baden, auf Bäume klettern oder andere wichtige Dinge. Auch die kleine Spinne hat etwas vor: Sie spinnt. Das ist es nämlich, was sie am allerbesten kann. Sie spinnt und träumt von Fliegenköstlichkeiten. 3 Spielerinnen verweben Figuren, Erzählung, Live-Musik und das Schicksal zu einer kleinen Geschichte über das Sich-nicht-ablenken-lassen, die Seelenruhe und das Dranbleiben, über den seidenen Faden der Geduld und die laute Welt.

SAMSTAG  –  9.12 in der ANTAGON – HALLE um 20 Uhr

Derevo „Der Strom“  –  Bewegung. Ortswechsel. Irgendwo ankommen. Schutzraum. Ein Nest bauen. Weiterreisen. Migration. Mitleid. Erneuerung. Veränderung. Leben. All diese Themen sind in der aktuellen Situation der Globalisierung, die Menschen längst nicht nur in Europa eng und unweigerlich, sondern weltweit zusammenführt, so aktuell wie nie. Das russischstämmige DEREVO Tanztheater beschäftigt sich in seiner neuen Inszenierung damit und schöpft dabei aus der eigenen Biografie seiner Protagonisten als Wandler zwischen Ost und West und als Brücke zwischen Petersburg und Dresden. Durch die Poesie visueller Bilder, im Ausdruck von Tanz und der choreographischen Bewegung im Raum.

SONNTAG  –  10.12 in der MONGOLISCHEN JURTE von 17 bis 19:30 Uhr

Christoph Maasch „Edgar Allen Poe“  –  Edgar Allan Poe hat in seinem nur vierzig Jahre währenden Leben ein außerordentliches Werk hinterlassen. Er hat die Detektivgeschichte begründet, gilt als Ahnherr der modernen Horrorgeschichte und ist sicher einer der Hauptvertreter der amerikanischen Romantik. Selber stark alkoholabhängig und zuweilen mit Drogen experimentierend, galt seine literarische Suche immer wieder der schwarzen Seite der menschlichen Seele und der Wanderung zwischen Traum und Wirklichkeit.

 

INFOTHEK

   Adresse: antagon theaterAKTion, Orber Strasse 57 , 60386 Frankfurt

    Telefon: +49 (0) 69 41 70 41

  Eventseite:  https://sites.google.com/view/winterwerft

  Anmeldung: https://docs.google.com/forms/d/1pH4e75Bl7Izz66ksd5IUh6eR6l5p0gCZloesw86VJOY/viewform?edit_requested=true

fb_icon_325x325   Facebook: https://www.facebook.com/winterwerft

Protagon: http://www.protagon.net/?Projekte:Winterwerft

fb_icon_325x325   Antagon: https://www.facebook.com/antagon.theater/

 

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