Frisch gegründet: Schule für unabhängigen Film

Filmen, aber richtig! Das neue Bildungsangebot heißt zwar „Schule“, ist in dem Sinne aber nicht schulisch, sondern sieht sich eher als eine Horizonterweiterung und ein Passionsnachgehen. Die Thematik ist klar der Film, aber die Herangehensweise und die Vermittlung soll sich auf die Begeisterung an der Sache konzentrieren und nicht auf Karrierebestrebungen. Die Macher verzichten bewusst auf Social Media und jegliche Vermarktungsaspekte. Es geht einfach darum sich mit dem Medium Film auseinanderzusetzen und mit dem Bild an sich, dazu gehört eben auch Filmrollen in der Hand zu haben und ein Gefühl für die Haptik zu erhalten. Jeder kann mitmachen. Es geht um das Filmen, des Filmens Willen und nicht mit dem Hintergedanken einer Nutzbarmachung oder eines Verkaufs davon, was letztlich auch für diese Art der reinen Vermittlung hinderlich ist.

Die neue Schule befindet sich im Stadtteil Bockenheim in der Leipziger Straße 91 und am Samstag (also morgen) besteht die Möglichkeit von 14 bis 20 Uhr beim Tag der offenen Tür einen Einblick in das Angebot zu erhalten. Die Einrichtung bietet ab Oktober einen interdisziplinären Zugang zu Film, Fotografie und Bildender Kunst, ohne dass dafür ein mehrjähriges Studium absolviert werden muss. Das Bildungsziel des Vereins, der sich als Impulsgeber für den film-künstlerischen Nachwuchs und als Begegnungsort zur Vernetzung von Filmschaffenden sieht, besteht darin, den Kursteilnehmern einen ersten Zugang zu ihrem künstlerischen Ausdruckspotenzial zu ermöglichen. Dabei soll eine praktische Auseinandersetzung mit Film und seinen klassischen, besonders aber avantgardistischen Ausdrucksformen im Fokus stehen.

„Wir sehen einen Bedarf an alternativen Zugangsmöglichkeiten, sich mit dem filmischen Erzählen und Film als Kunstform auseinanderzusetzen oder sich diesbezüglich (neu) zu orientieren und wollen dem Trend zur Banalisierung der Filmkultur damit bewusst entgegen treten,“ so Arnd-Tibor Koch, Leiter des in Gründung befindlichen Vereins sowie Dozent für Filmgestaltung. In einem Interview bei Radio X erzählt er von der Entstehung und dem Konzept der Schule:

Das Lern-Angebot der Schule hat einen offenen und zwangsfreien Charakter, Prüfungen und Benotungen werden abgelehnt. Vielmehr werden die Kursteilnehmer ermutigt, durch die gedankliche und praktische Auseinandersetzung mit Film in seinen unterschiedlichsten Dimensionen das eigene künstlerische Potential zu entdecken, durch Experimentieren zu erforschen und eigen-art-ige Werke zu schaffen, die nicht in die gängigen vermarktungsfähigen Standardformate passen müssen.

Das von hochkarätigen Dozenten geleitete Kursangebot erstreckt sich von Oktober 2017 bis August 2018 und ist zusammenhängend sowie aufeinander aufbauend gestaltet. Der Kursraum befindet sich im Frankfurter Stadtteil Bockenheim. Hier finden samstags und sonntags im zweiwöchentlichen Turnus Präsenz-Veranstaltungen jeweils von 10 bis 17 Uhr statt. Interessierte können sich noch bis spätestens 30. September unter schuleunabhaengigerfilm@mail.de bewerben.

 

ALLE INFOS ZUR BEWERBUNG

  • Webseite: http://www.schuleunabhängigerfilm.de/aufnahmekosten.html
  • Das Bildungsangebot richtet sich grundsätzlich an eine breite Zielgruppe.
  • Die Zugangsvoraussetzungen beschränken sich lediglich auf das Mindestalter (Volljährigkeit) und das unbedingte Interesse an Film als künstlerisches Ausdrucksmittel.
  • Vorerfahrungen im Umgang mit Film und -Technik sowie eine eigene Kamera können von Vorteil sein, sind aber keine zwingende Voraussetzung.
  • Die Lehreinheiten finden hauptsächlich in deutscher, in Ausnahmen auch in englischer Sprache statt. ​Die Räume sind nicht barrierefrei.
  • Es werden maximal 12 Kursteilnehmende aufgenommen. ​
  • Das Kursjahr startet voraussichtlich am 14. Oktober und endet voraussichtlich am 19. August 2018.
  • Das Kursjahr kann berufsbegleitend absolviert werden.
  • ​Der Unterricht findet alle 14 Tage (Sa.+So.) von 10-17Uhr statt.
  • Ferien-Zeiten: 12.2017 – 05.01.2018   und   19.03.2018 – 13.04.2018
  • Einreichung der Bewerbungsmappe: Bis 30. September 2017
  • Inhalt der Bewerbungsmappe: (1) Arbeitsproben (Filme, Fotos,…), Mappenformat maximal DIN A4, ​Filme auf DVD in einem üblichen Format
  • Inhalt der Bewerbungsmappe: (2) Motivationsschreiben: Warum möchten Sie sich mit dem künstlerischen/ dokumentarischen Film auseinander setzen?
  • Bewerbungsadresse: Koch –  Waldschmidtstr. 34  –  60316 Frankfurt
  • Kosten: Höhe des Kursbeitrages auf Anfrage.

 

LEHRENDE:

Arnd-Tibor Koch

Kameramann und Dozent für Filmgestaltung
Studium der Kamera und Filmregie, diplomierter Erwachsenenbildner
Leitung des Kursangebotes. Hauptverantwortlich für Planung und ​Durchführung des Unterrichts

 

Sarah-Felicitas Koch

Künstlerin und Kuratorin
Studium der Malerei, Philosophie und Kunst im Kontext
Mitwirken in den Bereichen Ausstellungskontexte und Wahrnehmungstheorien

 

Lutz Krietenbrink

Photograph
Studium Freie Bildende Kunst und Wahrnehmungstheorien
Mitwirken im Bereich Fotografie

 

​​Jürgen Igramhan

Kameramann
langjährige Erfahrung in den Bereichen Film- und Fernsehproduktion
Mitwirken im Bereich Filmkamera und Filmtechnik

 

 

Esther Koch 

Zertifizierte Erwachsenenbildnerin
Assistenz der Leitung / Administration

 

 

 

GASTDOZENTEN:

Ludwig Wüst 

Österreichischer Film- und Theaterregisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent. Ausbildung als Tischler, dann Studium Schauspiel und Gesang, arbeitet seit 1990 als Theatermacher, ab 1999 kontinuierliche Tätigkeit als Filmemacher (http://heimat-film.net/director.html), zZahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen für seine Werke.

 

Ralf Marschalleck

Berliner Filmregisseur, Autor und Produzent. Berufsausbildung als Baumaschinist, danach Studium der Psychologie, diverse Regieassistenzen, arbeitet seit 1989 als freier Filmemacher, vorwiegend Dokumentarfilm, sowie als Dozent, diverse nationale und internationale Nominierungen und Preise. Filmographie/Websites: www.umweltfilm.de / www.essadbey-derfilm.de / www.als-wir-die-zukunft-waren.de

 

Bazon Brock

Denker im Dienst und Künstler ohne Werk, ist emeritierter Professor am Lehrstuhl für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Bergischen Universität Wuppertal. Weitere Professuren an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (1965–1976) und der Universität für angewandte Kunst, Wien (1977–1980). 1992 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Eidgenössisch Technischen Hochschule, Zürich und 2012 die Ehrendoktorwürde der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. 2014 bekam er die Honorarprofessur für Prophetie an der HBKsaar, Saarbrücken und 2016 wurde ihm der Von der Heydt-Preis der Stadt Wuppertal verliehen. Er entwickelte die Methode des »Action Teaching«, bei dem der Seminarraum zur Bühne für Selbst- und Fremdinszenierungen wird. Von 1968 bis 1992 führte er in Kassel die von ihm begründeten documenta-Besucherschulen durch. Von 2010 bis 2013 leitete er das Studienangebot „Der professionalisierte Bürger“ an der HfG Karlsruhe. Rund 2500 Veranstaltungen und Aktionslehrstücke; zuletzt „Lustmarsch durchs Theoriegelände“ (2006, in elf Museen). Er repräsentiert das „Institut für theoretische Kunst, Universalpoesie und Prognostik“, und ist Gründer der Denkerei / Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand mit Sitz in Berlin (www.denkerei-berlin.de).

 

 

INFOTHEK

  Postadresse:   Schule für unabhängigen Film (Verein in Gründung),  c /o Arnd-Tibor Koch, Waldschmidtstr. 34, 60316 Frankfurt

  Räumlichkeiten: Leipziger Straße 91, 60487 Frankfurt

   Telefon:  069 20023600

   Email: schuleunabhaengigerfilm@mail.de

  Webseite: http://www.schuleunabhängigerfilm.de/

 

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