Schuhwissen

Wie steht es um ihr Schuhwissen?

 

Stellen Sie sich auch gelegentlich solche Fragen:

  • Welche Schuhgröße habe ich nach US-Maß?
  • Was ist ein Senkfuß?
  • Welche Fußform habe ich?
  • Welche Pflegemittel gibt es für Schuhe?
  • Welche Eigenschaften kennzeichnen eine gute Sohle?

Auf dieser Seite versuchen wir Antworten auf gängige Fragen rund um das Thema Schuhwissen zu geben. Dies beinhaltet die Bereiche Anatomie, Fuß Orthopädie, Schuhherstellung und Schuhpflege zu finden.

Schuhgrößentabelle

Schuhe werden in der Regel zwar für den internationalen Markt produziert, dennoch findet man, wenn man zum Beispiel in England nach Schuhen sucht, oft nur eine nationale Größenangabe. » mehr lesen

Schuhpflege

Allgemein gilt, man sollte Schuhe nur jeden zweiten Tag tragen, da sie Fußfeuchtigkeit aufnehmen und ohne Ruhezeit Schweißränder und Keime bilden können. Schuhe, die länger nicht getragen werden, sollten trocken gelagert werden. Verschiedene Ledertypen benötigen individuelle Pflege durch entsprechende Mittel wie Imprägniersprays oder Schuhcremes. Für die grobe Reinigung gibt es verschiedene Sorten von Schuhbürsten, zum Entfernen von Flecken empfiehlt es sich den Fleck von außen zum Zentrum hin mit einem Tuch zu verkleinern. Um die Form eines Schuhs zu erhalten, helfen Hilfsmittel wie Schuhanzieher und Schuhspanner.

Ledervarianten

Experten mit einem ausgezeichneten Schuhwissen kennen natürlich alle Materialien, aus denen ein Schuh hergestellt werden kann. Leder zum Beispiel ist in vielen Qualitäten erhältlich. Gute Leder sind atmungsaktiv, geschmeidig und gleichzeitig robust. Bei der richtigen Pflege wird das Material über die Jahre sogar noch schöner, da sich eine reizvolle Patina bildet.

Bekannt und verbreitet sind folgende Lederarten:

  • Rindbox: robustes Schaftleder, Schuhe mittlerer Preislagen
  • Boxcalf: feines Kalbleder, Schuhe höherer Preislagen. Zunehmend inflationär gebrauchter Begriff, der fälschlich auch billigere Mastboxleder einschließt.
  • Rauleder: umgangssprachlich fälschlicherweise „Wildleder“ genannt, stark feuchtigkeitssaugend, Schuhe aller Preislagen
    • Veloursleder: Fleischseite der Haut nach Außen gewendet, oft billiges Spaltleder, Verwendung für Schuhe aller Preislagen
    • Nubukleder: äußere Hautschicht, der sogenannte „Narben“, zeigt nach außen und ist dem Aussehen einer Pfirsichhaut ähnlich leicht angeschliffen; höherpreisige Schuhe, da die Leder fehlerfrei sein müssen
  • Chevreau: Ziegenleder (genauer Zickelfelle), sehr dünnes und reißfestes, etwas knitterig aussehendes Leder, Verwendung für höherwertige Herrenschuhe und für elegante Damenschuhe, auch als Schuhfutter
  • Lackleder: auf das Leder wird ein hochglänzender Polyurethanlack aufgebracht, sehr kratzempfindlich und nicht atmungsaktiv

Sohlenvarianten

Wer über ein umfangreiches Schuhwissen verfügt, sollte sich auch mit allen Komponenten auskennen. Die richtige Laufsohle verleiht ihrem Schuh Leichtigkeit und Trittsicherheit. Je nach Dicke geben Sohlen dem Träger ein Gefühl für den Untergrund. Die üblichen Anforderungen an eine Laufsohle sind Rutschsicherheit, Antriebsfestigkeit, Durchstoßfestigkeit und Wasserdichtigheit.

Außensohlen sind zumeist aus Leder, Gummi (Naturlatex oder einer Mischung aus künstlichem Gummi mit Naturgummi) oder Kunststoff gefertigt. Neben den am meisten verbreiteten und in sehr unterschiedlichen Qualitäten erhältlichen Gummi- und Ledersohlen werden bei bestimmten Schuhmodellen auch Holzsohlen, Korksohlen oder Sohlen, die zu Modezwecken aus ungewöhnlichen Materialien (z. B. Plexiglas) bestehen, verarbeitet. Gute Innensohlen sind grundsätzlich aus pflanzlich in der Grube gegerbtem Leder, weil dieses ein gutes Schuhklima ermöglicht und für einen stabilen Schuh sorgt. Mehrheitlich werden aber aus Kostengründen Innensohlen aus imprägnierter Pappe oder Kunststoffgeweben verbaut. Zwischensohlen dienen meist der Dämpfung beziehungsweise dem Design und sind entweder aus synthetischem Material (zum Beispiel aus EVA), oder – bei Lederschuhen, oft aus Leder.

Verschiedene Schuhtypen kennzeichnen sich unter Anderem durch verschieden Sohlen, so benötigt ein Läufer ganz anderes Schuhwerk als eine Tänzerin oder ein Bergsteiger. Sohlen gibt es daher in einer Vielfalt von Formen und Dicken. So können klassische Lederschuhe aus einer einfachen oder doppelten Ledersohle gebaut sein, aus Ledersohle mit Metallspitze oder mit Gummischutzsohle oder auch aus Gummi.

Schuhweiten

Umfangreiches Schuhwissen ist gerade bei der Wahl nach Form des gewünschten Schuhs unerlässlich. Denn Nicht jeder Fuß entspricht der Norm, deshalb sollte man darauf achten, dass die Passform des Schuhs nicht zu eng oder zu weit verläuft, um gesundheitliche Probleme wie Schmerzen beim Laufen zu vermeiden. In der Weite eines Schuhs wird angegeben, wie breit ein Schuh ist. Die Angabe der Weite erfolgt in Buchstaben, und zwar in der Reihenfolge des Alphabets. Das bedeutet: Die Weiten-Definition beginnt bei Weite F – dies ist die schmalste Form, und endet bei Weite M – der breitesten Form. Die Fußweite sollte im Stehen am unbekleideten Fuß gemessen werden, während das Körpergewicht dabei gleichmäßig auf beide Beine bzw. Füße verteilt ist. Das Maßband wird dabei locker um die breiteste Stelle des Fußballens gelegt. Der gemessene Umfang kann dann mittels einer Größentabelle verwertet werden.

Fußformen

Im menschlichen Fuß befinden sich 28 Knochen. Neben den Zehen und der Fußwurzel unterscheidet man den Ballen, die Sohle, die Ferse, den Spann oder Fußrücken und den Rist bzw. die Außenkante. Die Knochen werden in Fußwurzelknochen, Mittelfußknochen und Zehenknochen eingeteilt. Es gibt vier gängige Fußformen:

Als Normalfuß bezeichnet man einen Fuß, der keinerlei Fehlstellungen aufweist und durch eine normal ausgebildete, kräftige Muskulatur verfügt. Der Kontakt des Fußes wird zum Boden im richtigen Verhältnis hergestellt, sodass die Ferse und der Fußballen den Großteil des Körpergewichts tragen und das so genannte Längsgewölbe bzw. der Fußinnenrand nicht aufliegt.

Ist das Längsgewölbe abgeflacht, wird von einem Senkfuß gesprochen, liegt der Fußinnenrand gar auf dem Boden auf, ist von einem Plattfuß die Rede. Außer in seltenen Fällen sind sowohl Senk- als auch Plattfüße nicht angeboren, sondern werden durch eine schlecht entwickelte Fußmuskulatur bedingt. Das viele Sitzen, allgemeine Bewegungsarmut und Schuhe, welche die natürliche Fußbewegung einschränken, verhindern es, dass sich diese Muskulaturschwäche im Erwachsenenalter verwächst.

Wenn die so genannten Knochenstrahlen des Mittelfußes auseinandergedrückt sind und das Quergewölbe im Bereich des Vorderfußballens durchgetreten ist, wird von einem Spreizfuß gesprochen. In diesem Fall treten oftmals Schwielen unterhalb der Gelenke des zweiten und dritten Zehs auf und so genannte Hammerzehen können die Folge sein. Durch spezielle Einlagen kann dieser Fehlstellung jedoch abgeholfen werden. Da auch hier eine Schwächung der Fußmuskulatur vorliegt, kann diese beispielsweise durch Barfußgehen langsam wieder aufgebaut werden.

Beim Hohlfuß handelt es sich um eine Fehlstellung, die meist angeboren ist, in manchen Fällen aber auch durch eine Schwäche der Fußmuskulatur bedingt sein kann. Schmerzen erzeugt die übermäßige Belastung der höchsten Stelle des Spanns und des Ballens sowie der Zehen, welche dann stark verkrümmt oder versteift sein können. Auch das häufigere Umknicken kann die Folge sein. Ein Hinweis auf einen Hohlfuß können auch die Schuhe geben, die am Rand und am Ballen dann am stärksten verschlissen sind. Abhilfe können Einlagen schaffen oder Schuhe mit hohem Schaft, die das Umknicken verhindern, in extremen Fällen ist sogar ein Eingriff notwendig.

Schuhreparatur

Schuhwissen beinhaltet selbstverständlich auch die Frage um die richtige Reparatur.Eine Schuhreparatur ist notwendig bei speziell gefertigten und besonders hochwertigen Schuhen. Eine Langlebigkeit besteht durch eine Schuhreparatur bei Reparaturfähigen Schuhen, die heute bei vielen industriell produzierten Schuhen nicht mehr besteht. Durch eine Schuhreparatur – gute Pflege vorausgesetzt – können Sie Ihre bequemen Schuhe jederzeit zu neuem Leben erwecken.

Schuhreparaturdienstleistungen behandeln meist folgende Punkte:

  • Absätze, Spitzen und Sohlen (Leder, Gummi, Absätze)
  • Schuhauffrischung (Farbe auffrischen, Umfärben, etc.)
  • Erneuerung von Decksohlen und Fersenfutter
  • Oberleder-Reparaturen
  • Innenfutter-Reparaturen
  • Näharbeiten an Schuhen

Schuharten

Wer mit seinem Schuhwissen glänzen möchte, kennt natürlich die verschiedensten Produkte

Die gängigsten Modelle haben wir im Folgenden aufgelistet. Bei Anklicken kann man mehr über die Besonderheiten der jeweiligen Schuharten erfahren.

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